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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 14.05.2019

16.05.2019
Zunächst informierte Bürgermeister Grün über einen Antrag der UWG-Fraktion zur Biodiversität:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Grün,
das Thema Biodiversität ist derzeit in aller Munde. Die UWG Fraktion beantragt deshalb, über den aktuellen Stand der Maßnahmen zum Thema Biodiversität, die von gemeindlicher Seite angegangen werden, in der nächsten Gemeinderatssitzung Auskunft zu erhalten.
Besonders möchten wir erfahren, welche Maßnahmen auf gemeindeeigenen Flächen bereits ergriffen wurden bzw. welche Maßnahmen in Planung sind.
Wünschenswert wäre ebenfalls eine fachliche Auskunft darüber, wo Handlungsbedarf und konkrete Möglichkeiten bestehen, eine Umsetzung jedoch derzeit schwierig ist.“

Bgm. Grün führte hierzu aus, dass es sich bei der Biodiversität um ein sehr umfangreiches Themenfeld handelt, so dass er heute das Thema lediglich anreißen wird. Eine detaillierte Vorbereitung dieses Punktes wird das gemeindliche Bauamt für eine der kommenden Sitzungen vornehmen und dabei konkrete umgesetzte und angedachte Maßnahmen vorstellen.

Der Hauptberatungspunkt der Gemeinderatssitzung behandelte die Erweiterung der Urnenwände und Errichtung zusätzlicher Urnenkammern auf dem Friedhof Bürgstadt.
Seit dem Umbau der alten Aussegnungshalle zu einer Urnenhalle im Jahre 2006 wurde Mitte 2016 die dritte Urnenwand eingebaut. Mittlerweile sind von den möglichen 100 Grabplätzen insgesamt 96 belegt.
Von den 2015 angelegten insgesamt 35 Urnenerdgräbern sind inzwischen bereits 18 Grabstellen belegt.
Durch die Veränderung der Trauerkultur sowie dem Wunsch nach pflegeleichten Grabstätten wächst der Bedarf an Urnenbestattungen.
Losgelöst von den davon unabhängigen Überlegungen einer zukunftsorientieren und längerfristigen Friedhofsentwicklungsplanung durch einen Fachplaner ist es erforderlich, kurzfristig das Angebot von Urnenkammern zu erweitern. Diese Friedhofsplanung ist bereits angedacht und sollte in absehbarer Zeit auch an einen entsprechenden Fachmann vergeben werden.
Hierzu lagen seitens der Verwaltung folgende Ideen vor:

  • Nachträglicher Einbau von jeweils vier Urnenkammern in den beiden Nischen gegenüberliegend dem Eingang der Urnenhalle (gesamt acht Urnenkammer) (jeweils zwischen den bereits vorhandenen Urnenwänden)
  • Neubau einer Urnenwandanlage entlang der Grenze zum Anwesen Streckfuß 30 (Pflanzstreifen zwischen Wasserentnahmestelle und Transportwagen)
  • Neubau einer Urnenwandanlage in einem Teilbereich entlang der Neuen Kirche
  • Neubau einer Urnenwandanlage vor der Urnenhalle links und rechts in Verlängerung der Außenwand (nach vorne abgestuft)

Diese Idee könnte ggf. einer möglichen Neugestaltung des kompletten Friedhofeingangsbereiches im Rahmen einer Friedhofsentwicklungsplanung vorgreifen.

Aus der Bau- und Umweltausschusssitzung informierte Bgm. Grün, dass die Vorschläge 3 und 4 gleich verworfen wurden, zusätzlich jedoch die Idee entstand, in der Urnenhalle jeweils den Bestand um eine Reihe in der linken und rechten Nische zu erhöhen. Hiermit könnten jeweils zusätzlich 7 Urnenkammern in einer fünften Reihe geschaffen werden. Problem hierbei wäre, dass die Belegung nur über Steighilfen möglich wäre.
Weiterhin kam noch die Anregung zu prüfen, ob im Umgriff um die Urnenhalle die Errichtung von Urnenstelen denkbar wäre.
Bgm. Grün informierte über ein Gespräch mit dem Bestatter, wonach dieser absolut davon abrät in der Urnenhalle noch weitere Kammern zu schaffen, da diese so bereits recht voll ist. Zudem erachtet er es als pietätlos wenn bei einer Beerdigung die Bestattung lediglich mit Leitern bzw. Treppen möglich ist.
Weiterhin informierte Bgm. Grün, dass sich heute GR Braun nochmals detailliert mit dem Vorschlag 2, der Errichtung einer Urnenwandanlage entlang der Grenze zum Anwesen Streckfuß 30 beschäftigt hat. Hierzu hat er eine maßstabsgetreue Entwurfsplanung vorgelegt. Anhand dieser erklärte Bgm. Grün, dass diese so ausgerichtet wäre, dass mittig ein Element für 9 Urnenkammern (3 x 3) errichtet wird. Links und rechts davon kommt jeweils ein Element für 6 Urnenkammern (2 x 3) zur Ausführung, so dass zunächst 21 Urnenkammern errichtet werden. Möglich wäre dann wiederum noch eine Erweiterung links und rechts von jeweils 9 Urnenkammern, so dass im Endausbau insgesamt 39 Urnenkammern geschaffen werden könnten.
Nach der Beratung und Diskussion über verschiedene Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten, wurde bezüglich der Erweiterung der Urnenwände und Errichtung zusätzlicher Urnenkammern entschieden, den Neubau einer Urnenwandanlage entlang der Grenze zum Anwesen Streckfuß 30 vorzunehmen, indem zunächst mittig ein Block für 9 Urnenkammern (3 x 3) errichtet wird. Links und rechts davon kommt jeweils ein Block für 6 Urnenkammern (2 x 3) zur Ausführung, so dass zunächst 21 Urnenkammern errichtet werden. Zwischen die einzelnen Elemente sollen Sträcuher gepflanzt werden bzw. zusätzlich die Möglichkeit geschaffen werden, kleinen Blumenschmuck abzulegen.

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