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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 06.12.2016

08.12.2016
Hauptberatungspunkt der Gemeinderatssitzung war Vorstellung eines Bau- und Nutzungskonzeptes für das Anwesen "Gasthaus Schwanen", Hauptstraße 41.

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Grün die Projektplaner, Herrn Roth von der Sparkasse Miltenberg-Obernburg, Herrn Bambey, Manager für Seniorenwohnbau, Herrn Almritter, Caritas Miltenberg und Herrn Kubitza, Planungsbüro Knapp und Kubitza.
Er stellte fest, dass heute der Gemeinderat und die Öffentlichkeit über den derzeitigen Planungsstand im Zusammenhang mit der Weiternutzung des Schwanengeländes informiert werden soll.
Herr Roth informierte, dass er zusammen mit Herrn Bambey schon viele Einrichtungen besichtigt habe. Ziel auch im Sinne der Gemeinde ist es, dass ältere Leute in Bürgstadt wohnen bleiben können. Er ist überzeugt, dass im konkreten Fall ein entsprechendes Nutzungskonzept entwickelt wurde. Es gelte gewünschtes „Wohnen zu Hause“ zumindest in „Wohnen wie zu Hause“ umzusetzen.
Er stellte weiter fest, dass heute kein Baurecht vorgestellt wird, sondern nur das Nutzungskonzept.
Den Standort bezeichnete er als sehr gut, die Grundversorgung ist in der näheren Umgebung vorhanden. Es gab auch schon enge Gespräche mit 2 – 3 Bauträgern. Weiter stellte er fest, dass Nachfrage aus der Bevölkerung vorhanden ist.
Herr Bambey erklärte, dass die Rahmenbedingungen der gesetzlichen Vorgaben einzuhalten sind. Es wurde geprüft, welche Pflegestrukturen bedarfsgerecht sind. Eine Bedarfsanalyse wurde ausgewertet mit dem Ergebnis, dass vier verschiedene Versorgungsketten entstehen sollten. Diese sind:
• Sozialstation
• Betreutes Wohnen
• Tagespflegestätte und
• Ambulant betreute Senioren-WG.
Der größte Wunsch sei aber die Versorgung zu Hause. Die Sozialstation ist hier ein wichtiger Dienstleister.
Herr Almritter begründete die Entscheidung für den Standort Bürgstadt damit, dass Bürgstadt und die Umgebung stark von der Caritas „beherrscht“ sind. Eine ambulant betreute Wohnform ist im Umkreis nirgends vorhanden. Man will den Senioren eine Auswahlmöglichkeit anbieten und hat daher die Wohngemeinschaft-Planung mit in das Konzept aufgenommen. Herr Almritter erläuterte diese Wohnform im Detail und stellte eine mögliche Grundrissgestaltung vor. Diese sieht einen zentralen Wohn- und Lebensraum vor, sowie eine Küche zum gemeinsamen Kochen als Mittelpunkt. Ferner hat jeder Nutzer ein eigenes Zimmer mit Nasszelle. Somit wären die notwendigen Funktionsräume vorhanden.
Für die Betreuungsform sind verschiedene Modelle möglich, dies muss für Bürgstadt noch entschieden werden.
Aus Sicht des Gemeinderates wurde das geplante Nutzungskonzept durchweg als gelungen und wünschenswert für Bürgstadt angesehen.
Ein Wunsch über alle Fraktionen hinweg war, dass möglichst das Schwanen-Gebäude erhalten werden sollte.
Allerdings wurde aus den Reihen der Projektentwickler informiert, dass dies zwar der Wunsch aller ist, jedoch bei der Planung einer Seniorenanlage auch auf Barrierefreiheit geachtet werden muss, so dass hierzu noch keine abschließende Aussage gemacht werden kann.
Vom Gemeinderat wurde schließlich beschlussmäßig festgestellt, dass zum vorgestellten Nutzungskonzept „Wohnen für Senioren“ mit den vier Säulen Sozialstation, Betreutes Wohnen, Tagespflegestätte und ambulant betreute Senioren-WG am Gelände des Gasthauses Schwanen, Hauptstraße 41 Einverständnis besteht und dieses begrüßt wird.

Neben zwei privaten Bauanträgen stand auch noch eine Bauvoranfrage auf Errichtung eines Biergartens im Mainvorland (Nähe ehemaliges Fährerhaus) auf der Tagesordnung.
Hier ist beabsichtigt, dass im Mainvorland ein Biergarten eingerichtet werden soll. Als Standort ist das Gelände unterhalb des ehemaligen Fährerhäuschens vorgesehen. Der Biergarten soll für ca. 40 Personen eingerichtet werden und in der Sommerzeit von ca. Mai bis Oktober betrieben werden. Der Verkauf, der Ausschank, das Lager und der Kühlraum sind auf einem mobilen Container oder Fahrzeug untergebracht. Über den Winter werden die mobilen Teile entfernt. Gleiches gilt bei Hochwasser.
Das Verkaufsangebot umfasst Bier vom Fass, nichtalkoholische Getränke und einfach zubereitete Speisen wie belegte Brötchen oder heiße Würstchen.
Zur Ver- und Entsorgung ist festzustellen, dass entsprechende Leerrohre vorhanden wären.
Nach ausführlicher Diskussion wurde der Bauvoranfrage auf Errichtung eines Biergartens im Mainvorland (Nähe ehemaliges Fährerhaus) zugestimmt und das gemeindliche Einvernehmen hierfür erteilt.

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