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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 19.05.2015

21.05.2015
Hauptberatungspunkt der öffentlichen Gemeinderatssitzung war die Beratung über die Einrichtung eines Friedwaldes auf dem Gebiet des Gemeindewaldes Bürgstadt.

Aufgrund des Beschlusses vom 30.09.2014 hat die Verwaltung die rechtlichen, wirtschaftlichen und bautechnischen Voraussetzungen geprüft. Aus forstwirtschaftlicher Sicht wird die Errichtung eines Friedwaldes kritisch gesehen. Alleine die geographische Lage des Gemeindewaldes Bürgstadt macht es sehr schwierig, überhaupt einen Bestand zu finden, der nur in etwa den Gedanken an die Erstellung eines Bestattungswaldes zulässt. Durch den Gemeindewald erstreckt sich ein sehr großes Wasserschutzgebiet.
Der Gemeindewald gilt als gut arrondiert, was aber die Erreichbarkeit schwierig macht. Es finden sich auf Bürgstadter Gemarkung lediglich drei öffentliche Zufahrtsmöglichkeiten.
Anschließend erstreckt sich der Gemeindewald durch sehr lange Waldwege, oft mehr als 4 bis 6 km, die immer am Hang entlang führen. Lediglich zwei Plateau-Flächen sind vorhanden (Wannenhöhe und Birkenschlag), die aber eine Entfernung vom Waldeingang von 6 bzw. 8 km haben.
An den vielleicht in Frage kommenden Stellen müssten generell Parkmöglichkeiten geschaffen werden.
Auch von der Friedhofsverwaltung wird die Errichtung eines Friedwaldes insbesondere auch aus wirtschaftlicher Hinsicht kritisch beurteilt. Externe Betreiber werden sich aus Rentabilitätsgründen und der vorhandenen Friedwälder in Erbach und Stadtprozelten ebenfalls keine finden.
Aufgrund von negativen Aspekten bezüglich wirtschaftlicher, infrastruktureller und bautechnischer Voraussetzungen sprach sich der Gemeinderat gegen die Errichtung eines Bestattungswaldes in Bürgstadt aus.

Die Freiwillige Feuerwehr beantragte die Ersatzbeschaffung eines Rettungssatzes, bestehend aus einem Motorpumpenaggregat, eines hydraulischen Schneidegerätes (Rettungsschere), eines hydraulischen Rettungsspreizers und zwei teleskopierbaren Rettungszylindern inkl. Zubehör, nachdem bei der routinemäßigen Überprüfung des bestehenden Rettungssatzes im Januar 2015 erhebliche Mängel festgestellt wurden. Der komplette Rettungssatz (Indienststellung 1993) war somit nicht mehr für den Einsatz verfügbar und musste stillgelegt werden. Außerdem entspricht der bestehende Rettungssatz bei weitem nicht mehr den Anforderungen, die die Durchführung einer erfolgreichen Rettung aus einem verunglückten Fahrzeug heute stellt.
Der Gemeinderat stimmte der Vergabe zur Beschaffung eines Hilfeleistungssatze HLS für die FFW Bürgstadt an die Firma Specht Brandschutztechnik, Schöntal zum Bruttoangebotspreis von 19.170,20 € zu. Ein Förderbetrag von der Regierung von Unterfranken in Höhe von 6.000,00 € wird entsprechend berücksichtigt.

Bürgermeister Grün informierte, dass sich der Markt Bürgstadt bei der Abrechnung der Volkshochschule für das Jahr 2014 mit 4.428,80 € beteiligen muss. Insgesamt nahmen aus Bürgstadt 410 Personen an angebotenen Kursen teil.

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