14.11.2018

Pressemitteilung Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 13.11.2018

Hauptberatungspunkt der Gemeinderatssitzung war die Vorstellung von Baumaßnahmen an der Grund- und Mittelschule Bürgstadt und die Entscheidung über den Förderantrag zur geplanten Generalsanierung.
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte 2. Bgm. Stefan Umscheid die Herren Erhard und Sebastian Eck vom Büro Johann & Eck sowie von der Schulleitung Frau Annette Lanzer-Meidel.
Es wurde ausgeführt, dass bereits in der Gemeinderatssitzung vom 04.10.2016 ein grundsätzlicher Bedarf für Instandhaltungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen in der Grund- und Mittelschule festgestellt wurde. Zur Ermittlung einer Größenordnung der notwendigen Baumaßnahmen wurde das Büro Johann & Eck unter Zuhilfenahme von Fachplanern für Haus- und Elektrotechnik beauftragt, eine Entwurfsplanung zu erstellen.
Die Ergebnisse hierüber wurden in der Gemeinderatssitzung am 26.09.2017 vorgestellt. Dem damals vorliegenden und heute nur unwesentlich geänderten Planungsentwurf zur Generalsanierung der Grund- und Mittelschule wurde grundsätzlich zugestimmt und das Ing.-büro Johann & Eck damit beauftragt, die Sanierungsplanung auf dieser Grundlage weiter zu verfolgen und die Detailplanung mit Ermittlung von belastbaren Kosten für die Erstellung des Zuwendungsantrages zu fertigen.
Die Ergebnisse dieser Planung und damit die Voraussetzungen zur Beantragung der Fördergelder liegen jetzt vor.
Der Zuschussantrag mit allen Unterlagen hat bis zum 30.11.2018 bei der Regierung vorzuliegen, um eine mögliche vorzeitige Baufreigabe für das Jahr 2019 zu erhalten. Erst wenn der Förderbescheid vorliegt können weitere Planungs- bzw. Umsetzungsschritte angegangen werden.
Die Architekten Eck stellten die Eckpunkte der Sanierungsplanung vor.
Die Verwaltung mit Sekretariat und Lehrerzimmer soll in einen neu zu schaffenden Kopfbau an Bau II direkt an der Jahnstraße verlegt werden. Hierdurch kann auch eine klare Eingangssituation in das Schulgelände geschaffen werden.
Einen weiteren Anbau plant das Büro Johann & Eck zwischen Bau I und Bau II parallel zur Schulstraße. Hier sollen für die Mittagsverpflegung Räume mit Küche und der Möglichkeit zur Essenseinnahme geschaffen werden. Getrennt durch einen Flur sollen zwei Mehrzweckräume mit Stuhllager entstehen. Die beiden Mehrzweckräume können bei Bedarf durch flexible Wandsysteme öffenbar sein und als ein großer Raum genutzt werden.
Hiermit wird erreicht, dass im Bau I die komplette Grundschule untergebracht werden kann. Im Bau II werden alle Klassenzimmer der Mittelschule sein, während im Bau III ausschließlich Fachräume sind. Zudem ließe sich insbesondere aufgrund des Umzugs der Verwaltung ein ordentliches Sicherheitskonzept für die Schule durch Einzäunung des Geländes erstellen.
In die Planungsgespräche waren die Schulleitung sowie die Regierung bereits eingebunden. Beide beurteilten die Planung für gelungen.
Zur Kostenseite führte das Ingenieurbüro aus, dass jetzt erstmals eine belastbare Kostenberechnung vorliegt. Die Mitte 2017 genannten ca. 9 Mio € beruhten auf reinen Vergleichswerten an anderen Schulen bezogen auf die Schulgröße Bürgstadt.
Die Gesamtbaukosten einschließlich aller technischen Anlagen, Nebenkosten, der Schuleinrichtung und Außenanlage ermittelt das Büro Johann & Eck mit insgesamt 14,22 Mio €. Diese setzen sich zusammen aus Neubaukosten für den Verwaltungsanbau mit Lehrerbereich in Höhe von brutto 1.725.178 €, Neubaukosten für die Mehrzweckräume/Mensa von brutto 2.466.398 €, die Sanierung von Bau I in Höhe von brutto 4.200.713 €, Bau II von brutto 3.322.360 € und von Bau III in Höhe von brutto 2.502.593 €.
Zum Vergleich führte Architekt Eck aus, dass ein flächengleicher Neubau incl. Nebenkosten ca. 17 Mio € kosten würde. Demnach wäre dieser zum einen nochmals um knapp 3 Mio € teurer und zum anderen lohnt sich eine Generalsanierung auch deshalb, da eine neue Schule deutlich kompakter wäre und somit Freiflächen fehlen würden. Zudem bleibt es bei einer räumlichen Trennung von Grund- und Mittelschule mit dem Vorteil, dass die Klassenzimmer in der seitherigen Größe beibehalten werden können und nicht auf die aktuellen Raumgrößen von ca. 56 m² reduziert werden müssen.
Architekt Eck betonte, dass bei vollständiger Umsetzung aller berücksichtigten Maßnahmen wieder eine von Grund auf sanierte und neuwertige Schule vorhanden ist, die insbesondere den energetischen Anforderungen entspricht.
Vorgaben für eine Generalsanierung sind die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme, die Berücksichtigung sicherheitsrelevanter Aspekte (z. B. Brandschutz) sowie die Substanzerhaltung der Gebäude.
Zum Zeitraster der Umsetzung führte Architekt Eck aus, dass die Planungsphase der Gewerke im Jahr 2019 erfolgen könnte und der erste Bauabschnitt mit dem Neubau der Mensa und dem Kopfbau für die Verwaltung im Jahr 2020 abgeschlossen sein könnte. Anschließend erfolgt abschnittsweise die Umsetzung der weiteren Bauphasen, so dass er realistisch mit einer Fertigstellung ca. 2025 rechnet.
Die staatliche Förderung nach Art. 10 FAG beläuft sich auf mindestens 50 % Prozent, wobei je nach Finanzausstattung und Prognosen auch einige Prozentpunkte mehr möglich sind.
Bei 50 % Förderung würde der Eigenanteil des Marktes Bürgstadt ca. 7,11 Mio € betragen.
Auf Nachfrage zur Standortsicherheit der Mittelschule führte sowohl die stellvertretende Schulleiterin Frau Lanzer-Meidel als auch Herr Hofmann aus, dass nach dem derzeitigen Beschulungssystem und Strukturen im Mittelschulverbund der Standort Bürgstadt von Schulamtsdirektor Schmid als gesichert angesehen wird, nachdem auch die umliegenden Mittelschulen an ihren Kapazitätsgrenzen sind. Zusagen für die Zukunft können jedoch keine gemacht werden.
Das Gremium sprach sich grundsätzlich für die Umsetzung des Planungsentwurfs aus, da der Markt Bürgstadt mit der Sanierung seiner Schule zukunftsorientiert arbeitet und auch für künftige Anforderungen gut aufgestellt ist, insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt, dass man bemüht ist ein neues Baugebiet mit potentiellen Schülern auszuweisen. Zudem wies er daraufhin, dass der zu tragende Eigenanteil auch von den an der Mittelschule beteiligten Kommunen Eichenbühl, Collenberg und Neunkirchen anteilsmäßig mitfinanziert werden muss.
Vom Gemeinderat wurde schließlich einstimmig entschieden, dem vorliegenden Planungsentwurf zur Generalsanierung an der Grund- und Mittelschule Bürgstadt mit einem Volumen über ca. 14 Mio € zuzustimmen und auf dieser Planungsgrundlage und Kostenberechnung den Förderantrag nach Art. 10 FAG bei der Regierung von Unterfranken zu stellen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde noch zu zwei privaten Bauanträgen das geindliche Einvernehmen erteilt.

Zudem beschloss der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplanes „Scherräcker-Kringelgraben“ im Bereich des Grundstückes Fl. Nr. 4200/95. Hier werden die Baugrenzen erweitert, sodass eine Bebauung im rückwärtigen Bereich (Erschließung vom Beethovenring aus) möglich ist.

Ebenfalls zugestimmt wurde der Ausweisung von Flächen der Familie Sturm, Fl. Nr. 2494/6, 1434/4 und 1426/3 als Mischgebiet im Flächennutzungsplan zu. Die Änderung wird im Rahmen des laufenden Änderungsverfahrens zum Flächennutzungsplanes vorgenommen und schreibt lediglich die künftig angedachte Nutzung fest.


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