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Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 03.05.2012
Hauptberatungspunkt war die Vorstellung und
Beratung der Ergebnisse des Radverkehrskonzeptes für den Markt
Bürgstadt.
Bereits in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 19.03.2012 in
Kleinheubach wurden durch das Büro Via, Köln die Ergebnisse des
Radverkehrskonzeptes für den Raum Miltenberg präsentiert.
Hierbei wurden auch einige Einzelmaßnahmen für den Markt Bürgstadt
vorgeschlagen, die in der Gemeinderatssitzung im Detail dargestellt
wurden. Kurzfristig gesehen sind einige mit relativ geringem
finanziellen Aufwand durchaus umsetzbare Maßnahmen vorgeschlagen.
Insbesondere handelt es sich um zusätzliche Markierungsarbeiten, die zur
Verkehrssicherheit beitragen sollen.
Mittel- und längerfristig sind Ideen dargestellt, die aber großteils mit
Nachbargemeinden oder dem Straßenbauamt abgesprochen werden müssen und
teilweise auch von Straßenumbauten abhängen.
Zusammenfassend kann jedoch festgestellt werden, dass Bürgstadt seine
strukturellen Hausaufgaben gemacht hat, wobei vorgeschlagene
Einzelmaßnahmen natürlich auf ein offenes Ohr stoßen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Bürgermeister Stolz, dass
Bürgstadt von der Telekom in ein Pilotprojekt zum VDSL-Ausbau
aufgenommen wurde. Hierzu läuft derzeit in Bürgstadt eine Abfrage,
inwieweit sich Anschlussnehmer eine Umstellung auf VDSL vorstellen
könnten. Die Bürger wurden bereits im letzten Amtsblatt detaillierter
über diesen Sachverhalt informiert.
Abschließend wurde über die Abrechnung der Volkshochschule für
das Jahr 2011 informiert.
Bei einem Ausgabenüberschuss von gesamt ca. 56.500 € übernimmt der Markt
Bürgstadt bei 387 Teilnehmern aus Bürgstadt 3.873,47 €.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 17.04.2012
Zu Beginn der öffentlichen
Gemeinderatssitzung wurde zu einem privaten Bauantrag das
gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Hauptberatungspunkt war die Verabschiedung des Haushaltes 2012,
der vom Gemeinderat einstimmig genehmigt wurde.
Vom Kämmerer wurden die wichtigsten Zahlen des Haushalts 2012 erläutert.
Er schließt in den Einnahmen und Ausgaben wie folgt ab:
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Verwaltungshaushalt
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7.172.790,- € |
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Vermögenshaushalt |
1.461.450,- € |
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Gesamthaushalt |
8.634.240,- € |
Zunächst ging er
insbesondere auf die im Verwaltungshaushalt abweichenden
Ansätze gegenüber dem Haushaltsjahr 2011 ein. Maßgebliche Punkte sind
hier:
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Einnahmen |
2011
€ |
2012
€ |
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-
Gastschulbeiträge und
Kostenbeteiligungen |
155.800 |
180.000 |
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-
Gebühren Kinderkrippe |
6.000 |
20.000 |
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-
Kanalbenutzungsgebühren
(Gebührensenkung) |
400.000 |
300.000 |
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-
Holzverkauf |
220.000 |
250.000 |
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-
Gemeindeanteil an der
Einkommensteuer |
1.554.700 |
1.671.800 |
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-
Einkommensteuerersatzleistung |
144.000 |
157.200 |
|
-
Schlüsselzuweisung |
0 |
109.100 |
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-
Gewerbesteuer |
2.003.000 |
2.050.000 |
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|
Ausgaben |
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-
Schule (Heizung und
Reinigung) |
63.000 |
78.500 |
|
-
Gastschulbeiträge
(Mittelschulverbund) |
7.000 |
45.000 |
|
-
Personalkosten
Kindergarten / Kinderkrippe |
561.000 |
608.000 |
|
-
Kanalunterhalt |
50.000 |
125.000 |
|
-
Unterhalt
Regenüberlaufbecken |
20.000 |
30.000 |
|
-
Personalkosten BZ
Mittelmühle / Bauhof / Wald |
610.000 |
629.000 |
|
-
Wald - Unterhalt (Rückung,
Pflanzung, Jugendpfl.) |
55.000 |
83.200 |
|
-
Gewerbesteuerumlage |
348.000 |
393.000 |
|
-
Kreisumlage (46%) |
2.146.300 |
1.412.600 |
|
-
Umlage an die VG Erftal
(73,73%) |
374.450 |
414.200 |
|
-
Zinsen f. Darlehen |
184.830 |
158.600 |
|
-
Zinsen f. Kassenkredit |
15.000 |
3.000 |
Diese Zahlen führen
dazu, dass sich in diesem Jahr eine Zuführung vom Verwaltungs- zum
Vermögenshaushalt in Höhe von 902.950 € errechnet. Dieser Betrag
übertrifft die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung in Höhe der
Tilgungsleistung von 401.200 €. Es ist deshalb in diesem Jahr eine freie
Finanzspanne in Höhe von 501.750 € zu verzeichnen.
Anschließend wurden die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben des
Vermögenshaushaltes vorgestellt.
Folgende Ausgaben sind im Vermögenshaushalt veranschlagt:
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-
Feuerwehr-Beschaffungen |
10.000 € |
|
-
Schule – verschiedene
Beschaffungen und Ausstattungen |
42.000 € |
|
-
Burgen-u.
Schlössernetzwerk Main4Eck |
4.000 € |
|
-
Teilablösung Kinderkrippe
BLE |
100.000 € |
|
-
Kindergarten –
Kinderkrippe |
50.000 € |
|
-
Mainvorland – Fußweg zw.
Slipanlage und Erfspitze |
25.000 € |
|
-
Städtebauförderung -
Kommunales Förderprogramm |
80.000 € |
|
-
Ortsdurchfahrt -
Teil-Ablösung bei BLE f. Straßenbau |
100.000 € |
|
-
Wegeleitsystem |
20.000 € |
|
-
Sanierung alte Erfbrücke |
5.000 € |
|
-
Straßenbeleuchtung |
10.000 € |
|
-
AZV Main-Mud -
Investitionskostenanteil |
15.000 € |
|
-
Ortsdurchfahrt -
Teil-Ablösung bei BLE f. Kanalsanierung |
100.000 € |
|
-
St.-Urbanus-Straße Kanal
u. Straßenbau, 1. BA |
340.000 € |
|
-
Wohnungen Am Mühlgraben 1,
Fassade u. Fenster |
10.000 € |
|
-
Bauhof / Mittelmühle –
Beschaffungen |
25.000 € |
|
-
Bauhof – Planung
Umbau/Sanierung |
10.000 € |
|
-
Wohnmobilstellplätze |
25.000 € |
|
-
Grundstückserwerb
Fleckenweg |
30.000 € |
|
-
Tilgung von Darlehen
|
401.200 € |
|
-
Zuführung an Rücklage |
31.250 € |
Diesen Ausgaben stehen folgende Einnahmen
gegenüber:
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-
Zuschuss f. Neubau
Kinderkrippe (Rest) |
121.900,00 € |
|
-
Zuschuss f. Kommunales
Förderprogramm |
48.000,00 € |
|
-
Zuschuss f. Wegeleitsystem |
12.000,00 € |
|
-
Kanalherstellungsbeiträge |
5.000,00 € |
|
-
Investitionspauschale |
71.600,00 € |
|
-
Entnahme aus Rücklage (aus
Haushaltsjahr 2011) |
300.000,00 € |
|
-
Zuführung vom
Verwaltungshaushalt |
902.950,00 € |
Der Kämmerer wies darauf hin, dass der
zweifelsohne solide Haushalt 2012, insbesondere auch der im Vergleich
zum Vorjahr um ca. 700.000 € geringeren Kreisumlage, geschuldet ist.
Jedem muss klar sein, dass diese Ausgabe aufgrund der Steuerkraftzahlen
2011 im Jahr 2013 wieder deutlich höher sein wird.
Allerdings kann positiv
bewertet werden, dass im Haushaltsjahr 2011 der genehmigte Kredit von
ca. 430.000 € nicht in Anspruch genommen wurde. Trotz außerordentlicher
Tilgungsleistungen in Höhe von 200.000 € an BLE sowie der Buchung des
gesamten Soll-Fehlbetrages aus 2010 kann dennoch eine Entnahme aus der
Rücklage aus dem Haushaltsjahr 2011 in Höhe von 300.000 € getätigt
werden.
Abschließend wies Herr Hofmann auf weiterhin strikte Haushaltsdisziplin
hin.
Die Fraktionen dankten der Verwaltung für das Erstellen des Zahlenwerks
und mahnten trotz des soliden Haushalts 2012 zu vorausschauendem
Handeln, insbesondere aufgrund der zu erwartenden Mehrausgaben, für die
Kreisumlage und die jährliche Zinsbelastung ab dem Jahr 2013.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 27.03.2012
In der Gemeinderatssitzung wurde zu drei
privaten Bauanträgen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Im Rahmen der Haushaltsplanung 2012 wurde der Neubau des Fußweges
zwischen der Slipanlage und der Erfspitze im Rahmen der Gestaltung des
Mainvorlandes
diskutiert. Hier kam man überein, dass vor der Planung die Bevölkerung
eingebunden werden soll, indem im Amtsblatt eine neutral gehaltene
Abfrage veröffentlicht wird, bei der die Bürger ihre Wünsche zur
künftigen Gestaltung des Mainvorlandes äußern können.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 06.03.2012
In der Gemeinderatssitzung wurde zu zwei
privaten Bauanträgen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Im Streckfuß wird im Laufe der nächsten Wochen eine grabenlose
Kanalsanierung (Inlinerverfahren) durchgeführt. Zuvor werden die
Schachtbauwerke
in diesem Bereich saniert. Hierfür hat die Verwaltung Angebote
eingeholt.
Günstigster Bieter nach wirtschaftlicher Prüfung ist die Firma Felch und
Scheuermann, Buchen mit einem Bruttoendbetrag von 32.453,44 EUR, so dass
der Auftrag für die Schachtsanierungsmaßnahmen an diese Firma vergeben
wurde.
Weiterhin wurde ein Auftrag über 6.990 € an die Firma Möbel Gehrlich,
Bürgstadt zur Ergänzung der
Innenraumausstattung in der Kinderkrippe
vergeben. Die bisherige Inneneinrichtung wie Badschränke und
Garderobenbereich wurde für insgesamt 24 Krippenkinder ausgelegt. Unter
Berücksichtigung des Gleichzeitigkeitsfaktors ist es jedoch möglich,
dass insgesamt 30 Kinder die Einrichtung besuchen.
Die
Jahresrechnung 2010
schloss in den Einnahmen bei 8.761.297,53 €, während die Ausgabenseite
9.069.884,37 € betrug. Der Sollfehlbetrag in Höhe von 308.586,84 € wurde
im Haushalt 2011 ausgeglichen.
Abschließend informierte Bürgermeister Stolz, dass die Telekom in den
nächsten Tagen aufgrund des gringen Umsatzes die öffentliche
Telefonzelle in der Hauptstraße (vor der Raiffeisen-Volksbank)
abbauen wird. Somit gibt es künftig in Bürgstadt nur noch eine
öffentliche Telefonzelle im Bereich Mittelmühle.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 14.02.2012
In der öffentlichen Sitzung wurde nur 2 privaten Bauanträgen
stattgegeben.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 31.01.2012
Auf Initiative des Elternbeirates der
Volksschule wurde vom Markt Bürgstadt in Zusammenarbeit mit der
Schulleitung eine Befragung bei allen Eltern von Schülern der
Jahrgangsstufen 1 bis 4 zur Notwendigkeit einer Ferienbetreuung
an der Grundschule durchgeführt.
Hierin wurde der Bedarf für die mehrwöchigen Ferien im Schuljahr 2011/12
(Osterferien, Pfingstferien und Sommerferien) abgefragt. Es konnten nur
ganze Ferienwochen ausgewählt werden. Außerdem war die tägliche
Betreuungszeit auf den Zeitraum von 7.45 Uhr – 13.00 Uhr (Schulzeiten,
ohne Verpflegung) festgelegt und es wurde mitgeteilt, dass grundsätzlich
die Ferienbetreuung kostendeckend erfolgen sollte, was wiederum durch
die finanzielle Eigenbeteiligung der Eltern erreicht werden muss.
Insgesamt hatten lediglich 19 Eltern für die verschiedensten
Ferienwochen einen Bedarf auf Betreuung angemeldet, wobei das
Hauptinteresse in der 2. Woche der Osterferien und der 6. und 7. Woche
der Sommerferien lag.
Der Elternbeirat teilte mit, dass er trotz des relativ geringen
Interesses die Schaffung eines Ferienbetreuungsangebots wünscht.
Sie bitten darum, dass der Markt Bürgstadt zu Beginn die Ferienbetreuung
subventionieren möge, um dieses Angebot - trotz der relativ geringen
Nachfrage - realisieren zu können. So könnte der Markt Bürgstadt ein
Signal setzen und die Eltern würden vielleicht im kommenden Schuljahr
konkreter mit der Ferienbetreuung rechnen.
Ergänzend weist der Elternbeirat darauf hin, dass sich auch die
Mittagsbetreuung der Grundschule nach anfänglichen Akzeptanzproblemen
bei den Eltern zwischenzeitlich voll etabliert habe.
Die Schulleitung sprach sich ebenfalls für die Einführung der
Ferienbetreuung aus. Auch hier wird die Meinung vertreten, dass dieses
Angebot nach der Installation steigend angenommen werden wird. Es wurde
weiter die Meinung vertreten, dass es hier letztlich um die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht.
Ergänzend bittet der Schulleiter Brummer zu überdenken, ob die
Einführung einer Ferienbetreuung zwingend zu 100 % kostendeckend sein
muss. Er weist darauf hin, dass es nicht nur gut situierte
Doppelverdiener sind.
Auch im Gemeinderat sah man die Notwendigkeit der Ferienbetreuung an der
Grundschule Bürgstadt und stimmte deshalb der Einführung der
Ferienbetreuung zu. Zunächst werden im laufenden Schuljahr 2011/2012 die
2. Osterferienwoche und die 6. und 7. Woche der Sommerferien angeboten.
Die Gebühr wurde auf 6,00 € pro Tag und Kind festgesetzt.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde zu 2 privaten Bauanträgen
das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Die Vergabe der Arbeiten für die Sanierung von Schachtbauwerken
im Rahmen der grabenlosen Kanalsanierungsarbeiten im Streckfuß und
Keltenweg wurde aus wirtschaftlichen Gründen zunächst zurückgestellt und
die Ausschreibung aufgehoben. Es wird eine neue Ausschreibung erstellt.
Der erneute Antrag von Frau Astrid Hackenbeck auf Abhaltung eines
Spezialmarktes auf dem Weingut Helmstetter am Sonntag, 20.05.2012
und der dadurch erforderlichen Befreiung nach dem Feiertagsgesetz wurde
wiederum abgelehnt, so dass solche Märkte grundsätzlich nur an bereits
festgesetzten Marktsonntagen stattfinden können.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 10.01.2012
Hauptberatungspunkt der Gemeinderatssitzung
war die Beratung über die Einführung der Jugendsozialarbeit (JAS)
an der Volksschule Bürgstadt – Mittelschule. Hierfür wird ein
Sozialpädagoge mit einer Halbtagesstelle beim Landkreis eingestellt,
der mit dieser Aufgabe an der Mittelschule betraut wird. Zu diesem
Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Stolz den Schulleiter, Michael
Brummer sowie den für diesen Fachbereich zuständigen Mitarbeiter des
Landratsamtes, Herrn Stefan Adams.
Bgm. Stolz führte aus, dass sich der Landkreis bereits seit einigen
Jahren mit dieser Thematik beschäftigt und bestrebt ist, eine
flächendeckende Besetzung mit Sozialpädagogen an den
Mittelschulstandorten zu erreichen. Etwa die Hälfte der Schulen hat die
Jugendsozialarbeit bereits eingeführt und es lässt sich feststellen,
dass es sich um eine vorteilhafte Einrichtung handelt, auch wenn der
Markt Bürgstadt sicherlich nicht zu den typischen Brennpunktschulen
gehört.
Ein entsprechend formuliertes pädagogisches Konzept für die
Jugendsozialarbeit der Mittelschule Bürgstadt wurde vom Schulleiter
erstellt.
Herr Adams stellte im Anschluss das Konzept „Jugendsozialarbeit an
Schulen (JAS)“ vor. Auslöser für den dringenden Handlungsbedarf sind
insbesondere die derzeitigen Verhältnisse an den Schulen. Hier tauchen
zwischenzeitlich viele Probleme aus den Familien auf, zudem werden
verstärkt sozial-emotionale Probleme sowie unsoziales Verhalten der
Schüler sichtbar. Hierin liegt die Arbeit der JAS, indem die Probleme
erkannt und Hilfen vermittelt werden, wobei das Ganze als Ergänzung zum
Unterricht zu sehen ist. Vorrang hat hier die Intervention, wobei
nachrangig auch präventive Maßnahmen umgesetzt werden. Hilfe wird sowohl
in Einzelgesprächen als auch in Gruppen- und Klassentrainings geboten.
Anschließend stellte sich Schulleiter Brummer dem Gremium vor. Er
betonte, dass im Bereich der Volksschule Bürgstadt ein sehr gutes
Kollegium mit fundierter pädagogischer Ausbildung vorhanden ist, das
darüber hinaus sehr engagiert in Bezug auf das soziale Verhalten der
Schüler ist. Allerdings fehlt für intensiveren Kontakt schlichtweg die
Zeit. Herr Brummer führte aus, dass Bürgstadt mit Sicherheit keine
großartige Problemschule mit außergewöhnlich vielen Spannungssituationen
ist. Dennoch entstehen durch Integration von auswärtigen Schülern, aber
auch durch weitere soziale Probleme hier immer wieder Spannungen, die es
zu lösen gilt. Hierbei spielen weniger die Migrationsprobleme
ausländischer Mitbürger eine Rolle, als vielmehr Schüler
unterschiedlichster Charaktere und sozialer Prägung von Guggenberg bis
Faulbach. Seitens des Gemeinderates wurde der Bedarf an einem
Sozialpädagogen absolut gesehen. Die Kosten für den Sozialpädagogen
werden sich nach Abzug der Zuschüsse auf etwa 19.000 € belaufen. Diese
werden dann im Rahmen der Gastschulbeitragsabrechnung auf alle Gemeinden
des Schulsprengels verteilt, so dass rechnerisch auf den Markt Bürgstadt
ca. 6.000 €/Jahr entfallen.
Für den Bau der Außenanlage an der Kinderkrippe legte die Firma
Haarmann, Großheubach einen Nachtrag in Höhe von 12.000 € vor.
Bürgermeister Stolz informierte, dass Herr Erich Weigl der neue
Obmann der Feldgeschworenen ist. Herr Werner Helmstetter ist sein
Stellvertreter.
Der Bericht für das Jahr 2010 über die Beteiligung des Marktes
Bürgstadt an der Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt GmbH & Co. KG
liegt vor. Im Jahr 2010 wurden seitens der EMB keine Darlehen
aufgenommen. Die erwirtschafteten Gewinne werden als Überschuss in das
nächste Jahr gebucht.
Das Radverkehrskonzept der Main-Anrainer-Kommunen Miltenberg,
Großheubach, Kleinheubach und Bürgstadt führte zu dem Ergebnis, dass für
den Markt Bürgstadt keine größeren Änderungsmaßnahmen anstehen, da die
Aufgaben bereits im Rahmen des Baus der Ortsumgehungen bewältigt wurden.
Zudem informierte Bürgermeister Stolz, dass der Kastanie am Friedhof
nochmals eine Schonfrist eingeräumt wurde. Durch starkes Einkürzen der
Äste und Sicherung der Hauptäste sowie Düngung hofft man darauf
vielleicht den Baum doch erhalten zu können.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 06.12.2011
Aus nicht öffentlicher Sitzung vom
22.11.2011 wurde bekanntgegeben, dass die Dächer der Mittelmühle und des
Rettungszentrums für die Nutzung für Photovoltaikanlagen an die
Berberich und Kantner Energie Bürgstadt GbR verpachtet wurde.
Dem Antrag der Firma Leeger Verwaltungsgesellschaft auf Abbruch eines
Ausstellungsgebäudes wurde zugestimmt.
Weiterhin beschäftigte sich der Gemeinderat mit zwei Anträgen auf
Geschwindigkeitsbeschränkungen in den Ortsstraßen.
Im Zusammenhang mit der Einführung der Verkehrsregelung im Altort bzw.
Ausweisung der Tempo-30-Zone wurde bereits darüber diskutiert, dieses
Konzept auf den gesamten Ortsbereich auszudehnen.
Die vorliegenden Änträge verweisen auf Ortsstraßen, wie z.B. Am Bischof,
Am Lindenbaum und Hangweg oder die Straßen im Gebiet „Sand“, in welchen
größtenteils keine Gehwege vorhanden sind. Hier wäre es angebracht, eine
„Rechts-vor-Links-Regelung“ einzuführen. Hierdurch würde sich nicht nur
der Schilderwald reduzieren, auch die Sicherheit für die Kinder an den
vorhandenen Spielplätzen erhöhe sich.
Vom Gemeinderat wurde entschieden, im zeitigen Frühjahr 2012 im gesamten
Ortsbereich, außer der bereits bestehenden Tempo-30-Zone bzw.
Rechts-vor-Links-Bereiche zusammen mit der Polizei eine Verkehrsschau
vorzunehmen, um mögliche Lösungen für Geschwindigkeitsbeschränkungen zu
finden.
Hierzu soll im Vorfeld eine Veröffentlichung für das Amtsblatt
erarbeitet werden um die Bürgerschaft zu bitten, Ideen und Anregungen
zum Thema „Geschwindigkeitsbeschränkungen im Ortsbereich“ vorzubringen.
Forstwirt Paul Platz stellte den Fällungs-, Kultur- und Wegebauplan
für das Forstwirtschaftsjahr 2012 vor. In einem kurzen Rückblick
über das abgelaufene FWJ 2011 zeigte er sich mit dem Jahresabschluss
sehr zufrieden. Bei einem Gesamteinschlag von 4.791 fm im Jahr 2011
konnte bei guten Holzpreisen ein Verkaufserlös von 251.895 € erzielt
werden.
Herr Platz betonte dabei, dass die Holzeinschlagsmenge geringer ist, als
die jährliche durchschnittliche Zuwachsrate. Für das Jahr 2012 rechnet
er mit einem ähnlichen Holzeinschlag bei etwa gleichbleibenden Erlös.
Für Läuterungs- und Pflegemaßnahmen sowie Pflanzungsarbeiten setzt Herr
Platz für das Jahr 2012 insgesamt ca. 25.000 € an, während für den
Wegebau ca. 20.000 € veranschlagt werden.
Bgm. Stolz dankte Herrn Platz für seinen Einsatz für den Bürgstadter
Wald und erinnerte an die schwierigen wirtschaftlichen Jahre 2003 und
2004. Im Nachhinein lässt sich feststellen, dass es sich gelohnt habe,
aufgrund des geringen Preisniveaus in diesen Jahren zurückhaltend beim
Holzeinschlag zu sein.
Die Kanalgebühr in Bürgstadt beträgt seit dem 01.01.2001
umgerechnet 2,05 €/cbm (vorher 4,00 DM/cbm) Abwasser. Aufgrund von
Minderausgaben wegen noch nicht durchgeführter Kanalsanierungsmaßnahmen
liegen die jährlichen durchschnittlichen Belastungen beim Knal im
kommenden Kalkulationszeitraum 2012 – 2014 bei ca. 300.000 €. Bei einer
Einleitungsmenge von ca. 193.000 cbm Abwasser errechnet sich demnach ab
dem 01.01.2012 eine neue Kanalgebühr in Höhe von 1,55 €/cbm. Eine
entsprechende Änderungssatzung wurde vom Gemeinderat verabschiedet.
Dem Gemeinderat lag ein Antrag auf Abhaltung eines Marktes auf
dem Anwesen Weingut Helmstetter, Bainweg vor.
Frau Astrid Hackenbeck beabsichtigte, einmalig im Rahmen der kommenden
Weinkulturnacht auf dem Anwesen Weingut Helmstetter einen Markt für
professionelles Kunsthandwerk unter dem Motto „Unikat sucht Liebhaber“
abzuhalten.
Nachdem viele Aussteller eine weite Anreise haben, sollte der
Verkaufsmarkt auch am Sonntag, 10.06.2012 von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
auf dem Privatgelände Helmstetter stattfinden.
Hierfür ist dennoch eine Befreiung von den Festsetzungen des
Feiertagsgesetzes erforderlich.
Mit knappen Abstimmungsergebnis sprach sich die Mehrheit gegen die
Erteilung einer Ausnahmegenehmigung und Befreiung von den Bestimmungen
des Feiertagsgesetzes (Verkaufsverbot an Sonntagen) aus.
Der Markt Bürgstadt unterstützt die Arbeit der neu gegründeten
Helfer-vor-Ort Gruppe Miltenberg-Bürgstadt mit einer einmaligen
Spende in Höhe von 500 €, nachdem die Notwendigkeit einer solchen
Gruppierung erkannt wurde.
Im Bereich des Streckfußes und in Teilbereichen der Straße Am
Grohbangert werden grabenlose Kanalsanierungsmaßnahmen im
Inlinerverfahren durchgeführt. Die Auftragserteilung erfolgte an den
wirtschaftlichsten Bieter, die Fa. Diringer & Scheidel, Mannheim zu
brutto 84.436,89 EUR zu.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 22.11.2011
Hauptberatungspunkte in öffentlicher Sitzung
waren der Zwischenbericht über den Haushalt 2011 und die Ergebnisse zur
Auswertung der Fragebögen der durchgeführten seniorenpolitischen
Bedarfsabfrage.
Beim Zwischenbericht zum Haushalt 2011 stellte Herr Hofmann fest,
dass sich dieser ganz gut entwickelt. Neben verschiedenen kleineren
Abweichungen sind folgende Verschiebungen zu verzeichnen.
Daraus resultiert, dass nach den derzeit abzusehenden Zahlen zum Ende
des Haushaltsjahres eine Rücklage von ca. 500.000 € möglich sein könnte.
Auf dieser Grundlage muss auch der für das Haushaltsjahr 2011 genehmigte
Kredit in Höhe von ca. 430.000 € nicht in Anspruch genommen werden.
Die Gründe für die positive Tendenz sind vielschichtig. Zum einen sind
die Gewerbesteuereinnahmen nach derzeitigem Stand mit ca. 500.000 € über
dem Ansatz von ca. 2 Mio. €, wobei dies nicht an dem zum 01.01.2011
erhöhten Gewerbesteuerhebesatz liegt, sondern an Nacherhebungen aus
vergangenen Jahren. Dies wirkt sich auch auf den höheren Einnahmenansatz
bei den Verzinsungen anlässlich der Gewerbesteuernachforderungen aus
deren ursprünglicher Ansatz von 10.000 € um ca. 84.000 € überschritten
wird.
Weitere deutliche Einnahmesteigerung ist im Bereich des Holzverkaufs
(ca. 50.000 €), der Einkommensteuerbeteiligung (ca. 110.000 €) und bei
den Kanalherstellungsbeiträgen (ca. 140.000 €) zu verzeichnen.
Zudem erhielt der Markt Bürgstadt im Haushaltsjahr 2011 im Rahmen der
Abstufung der alten Erfbrücke zur Ortsstraße einen Ablösebetrag vom
Freistaat über 150.000 €.
Dem gegenüber stehen Mehrausgaben bei der Gewerbesteuerumlage in Höhe
von ca. 100.000 € und beim Kanalunterhalt von ca. 25.000 €.
Berücksichtigt werden muss jedoch auch, dass für die ausgeglichene
Haushaltsplanaufstellung 2011 sowohl die insgesamt vorgesehene jährliche
Tilgungsleistung an BLE in Höhe von 200.000 € nicht in Ansatz gebracht
wurde, als auch der eingehende Zuschuss für die Kinderkrippe nur mit
einem Betrag von 207.000 € zur Weiterleitung an BLE vorgesehen ist und
nicht die gesamten 489.500 €.
Herr Hofmann ergänzte, dass kurz vor Abschluss des Haushaltsjahres 2011,
je nach Situation entschieden werden kann, ob eine Weiterleitung der
zurückgestellten Gelder an BLE erfolgen soll. Möglicherweise könnte auch
im Haushalt 2011 bereits der gesamte Soll-Fehlbetrag in Höhe von ca.
300.000 € aus dem Jahr 2010 finanziert werden.
In den Sommermonaten wurde in Bürgstadt eine seniorenpolitische
Bedarfsabfrage durchgeführt.
Die Auswertung der Fragebögen ist zwischenzeitlich erfolgt. Bgm.
Stolz stellte die Ergebnisse gemeinsam mit 2. Bgm. Lausberger in der
Gemeinderatssitzung vor.
Insgesamt wurden 1.200 Bürgerinnen und Bürger der Jahrgänge 1931 – 1956
angeschrieben. Davon kamen 513 Bögen beantwortet zurück. Die Mehrzahl
(401) der Befragten ist verheiratet, 75 Personen verwitwet und 30
alleinstehend.
In den Jahrgängen 1929-1936 wurden 110 Bögen beantwortet, in den
Jahrgängen 1937-1946 184 Stück und 1947-1956 219 Stück.
405 Bürger bzw. Bürgerinnen leben mit ihren Kindern zusammen, davon
sogar 165 im gleichen Haus, 113 in Bürgstadt und 83 im Umkreis von 20
km.
Auf die Frage, ob die Kinder die Eltern unterstützen, wenn sie im Alter
Hilfe benötigen, antworteten 44 Personen, dass sie bereits regelmäßig
von ihren Kindern unterstützt würden.
210 Bürgerinnen und Bürger glauben, dass sie bei Bedarf von den Kindern
unterstützt werden würden und 112 Personen möchten keine Hilfe von ihren
Kindern in Anspruch nehmen.
Von den Befragten wohnen 48 Personen in Miete, 389 Personen im eigenen
Haus und 71 Personen mit lebenslangem Wohnrecht.
Die Mehrheit der Befragten (357 Personen) fühlt sich in das soziale
Leben gut eingebunden.
Jedoch vermissen unter anderem:
·
72 Personen Fachärzte am Ort
·
46 Personen einen Einkaufs-,
Hol- und Bringdienst
·
34 Personen eine bessere
Anbindung im öffentlichen Nahverkehr
·
32 Personen einen gemütlichen
Seniorentreff.
269 Bürgerinnen und Bürger vermissen diesbezüglich keine Angebote.
Die Teilnehmer der Umfrage informieren sich über spezielle Angebote für
Senioren in erster Linie über das Amtsblatt (386) und die Zeitung (349),
erst dann werden Bekannte und Freunde befragt (133) oder das Internet
genutzt (50).
Beim Hausarzt informieren sich die meisten Befragten (234) über das
Thema Älterwerden, Pflege oder die Betreuung.
Fast alle Befragten befanden, die örtlichen Einrichtungen und Wege gut
zu erreichen.
30 Befragte bewerteten die Gehsteige im Ortsgebiet und das Erftalbad für
schlecht, 25 Personen befanden die Einkaufsmöglichkeiten nicht für
seniorengerecht und barrierefrei.
Beim Angebot der Sitzbänke im Gemeindegebiet war man geteilter Meinung.
322 Befragte fanden die Sitzbänke für ausreichend, 191 Befragte fanden
das nicht. Besonders in den Weinbergen, am Mainufer Richtung Freudenberg
und am Radweg Richtung Eichenbühl, in der Mitte des Friedhofes und in
der Verlängerung des Erftalbades Richtung Neuberger/Kleine Brücke würden
Sitzbänke fehlen.
Auch wurde bemängelt, dass die neuen Sitzbänke im Altort keine
Rückenlehnen haben.
87 Testpersonen könnten sich vorstellen, sich ehrenamtlich in die
Gesellschaft einzubringen.
Alle zu diesem Thema Antwortenden würden sich als Einkaufshilfe bzw.
Bring-Dienst einsetzen:
·
63 Personen könnten sich
vorstellen, die pflegenden Angehörigen zu unterstützen,
·
54 würden sich gerne für
Gespräche und gemeinsame Spaziergänge zur Verfügung stellen („häuslicher
Besuchsdienst“),
·
31 Befragte würden Senioren
gerne beim Ausfüllen von Formularen und Behördengängen helfen.
Beim Projekt „Bürger helfen Bürgern“ würden gerne 109 Befragte aktiv
mithelfen.
45 Befragte würden gerne auch Hilfe in Anspruch nehmen.
123 Personen hatten kein Interesse.
76 Probanden glauben, dass so etwas nicht funktioniert.
Als weiteres großes Thema wurden die verschiedenen Wohnformen im Alter
abgefragt.
395 Teilnehmer der Umfrage möchten so lange es geht in den eigenen vier
Wänden wohnen.
Für 71 Befragte kommt etwas anderes als die jetzige Wohnung/Haus nicht
in Frage, während 65 Befragte schon mal über alternative Wohnformen
nachgedacht haben.
27 Probanden haben sich noch keine Gedanken zu diesem Thema gemacht.
Von den sieben abgefragten Wohnformen für Senioren steht
·
das Betreute Wohnen zu Hause
mit 179 konkreten Zustimmungen und 147 „Vielleicht“
an der Spitze,
·
gefolgt von den ambulanten
Pflegediensten für zu Hause, 142 Zustimmungen,
106 „Vielleicht“.
·
69 Seniorinnen und Senioren
könnten sich das Betreute Wohnen in einer Wohnanlage (105 Vielleicht)
oder in einer Seniorenwohnanlage mit Betreuung (53 Zustimmungen, 129
Vielleicht) vorstellen.
·
Kurzzeitpflegeeinrichtungen
(43 Zustimmungen, 100 Vielleicht),
·
Tagespflegeeinrichtungen (40
Zustimmungen, 97 Vielleicht) und zuletzt die
·
Stationäre Pflegeeinrichtung
(28 Zustimmungen, 71 Vielleicht) fanden weniger Anklang.
Abschließend wurden die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Zufriedenheit
mit der Gesamtsituation in Bürgstadt befragt.
396 Befragte halten unsere Marktgemeinde für seniorenfreundlich.
30 Befragte für nicht seniorenfreundlich.
Alles in allem sind:
·
161 Befragte sehr zufrieden
mit ihrer derzeitigen Wohn- und Lebenssituation
·
176 meist zufrieden
·
8 meist unzufrieden
·
2 sehr unzufrieden und
·
140 finden es gut, wie es ist.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass ca. 93 % der Befragten mit der
Situation in Bürgstadt zufrieden sind und sich rundum wohlfühlen.
Dennoch sollte versucht werden, in nächster Zeit die einzelnen Punkte
und Anregungen aufzugreifen und nach Bedarf umzusetzen. Weiter führte 2.
Bgm. Lausberger aus, dass die Bürgstadt spezifischen Ergebnisse auch mit
dem seniorenpolitischen Gesamtkonzept des Landkreises abgeglichen werden
sollen.
Bgm. Stolz schlug zur weiteren Vorgehensweise vor, dass ein Arbeitskreis
gebildet werden muss, in dem dann die konkreten weiteren Maßnahmen
besprochen werden.
Dieser Arbeitskreis sollte aus
·
Mitgliedern des Gemeinderates,
·
der Verwaltung,
·
des Landratsamtes (Frau
Schillikowski) und
·
„Fachpersonal“, wie z. B.
Ärzte, die Vertreter sozialer Dienste, ehrenamtliche Mitarbeiter in der
Seniorenarbeit und betroffene Senioren bestehen.
In diesem Ausschuss wird dann auch beraten, ob für die einzelnen
Bereiche weiteres Fach- und Beratungspersonal hinzugezogen wird. Hierzu
wird die Verwaltung einladen.
Ein Antrag der Gäste-Info auf Aufstellung einer weiteren
Infotafel im Mainvorland, am Radweg von Freudenberg kommend auf Höhe des
Shreddderplatzes, wird vorerst zurückgestellt.
Es wird abgewartet, bis voraussichtlich 2012 ein neues Wegeleit- und
Beschilderungssystem für den gesamten Ortsbereich aufgestellt ist.
Weiterhin wurde zu insgesamt 5 privaten Bauanträgen das
gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 08.11.2011
Der Gemeinderat stimmte einem privaten
Bauantrag auf Errichtung eines barrierefreien Zweifamilienwohnhauses
im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung zu.
Bgm. Stolz informierte über geplante Pflegemaßnahmen durch den
Landschaftspflegeverband Miltenberg e.V. in der Flurabteilung „Die
Hintere Erf“.Der Landschaftspflegeverband Miltenberg beabsichtigt, in
den Winterhalbjahren 2011/2012 und 2012/2013 Entbuschungs- und
Nachpflegearbeiten auf den in der Karte markierten Flächen
durchzuführen. Unterstützung findet die Maßnahme beim Markt Bürgstadt
sowie einigen Winzern. Die Maßnahmen dienen dem Erhalt und der Sicherung
terrassierter ehemaliger Weinbergslagen.Im oberen Hangbereich ist
langfristig eine weinbauliche Nutzung durch mehrere Bürgstadter Winzer
vorgesehen. Die Maßnahmen werden mit Mitteln aus der Landschaftspflege
und Naturparkrichtlinie durchgeführt. Aus diesem Grund sind beim Weinbau
der Verzicht auf Herbizide und der Erhalt der Trockenmauern
vorgeschrieben. Für die Flächen unterhalb des mittleren Weges sind
ebenfalls Freistellungen vorgesehen mit dem Ziel, hier langfristig
Grünland mit Obstbäumen zu erhalten und zu fördern. Zur dauerhaften
Sicherung der Grünlandbereiche ist auch eine Koppelschafhaltung
denkbar.Für die gesamte Maßnahme ist ein Kostenvolumen in Höhe von
30.000,00 € vorgesehen. Der Markt Bürgstadt wird vom
Landschaftspflegeverband gebeten, 10 % der anfallenden Kosten zu
übernehmen.
Ein Antrag der neu gebildeten Helfer-vor-Ort-Gruppe
Miltenberg-Bürgstadt auf Gewährung einer Spende wurde zurückgestellt
bis weitere Einzelheiten über deren zusätzlichen Aufgabenbereich
gegenüber der bestehenden Bereitschaft mitgeteilt wurden.
Der Holzpreis für den Privatbereich wurde neu festgesetzt. Für
Buchen- / Eichenindustrieholz wird künftig brutto 48,00 Euro pro fm
verlangt, für Buchen-/eichen-Schichtholz (grob gespalten, auf 1 m
geschnitten) brutto 55,00 Euro pro Raummeter.
Weiterhin wurde festegelgt, dass der Markt Bürgstadt der
Forstbetriebsgemeinschaft „Main-Spessart-Odenwald“ mit einer
Aufwandsentschädigung von jährlich 621,60 € (0,70 € pro ha) beitritt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 11.10.2011
Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte
Bürgermeister Stolz den 3-fachen Deutschen Meister Simon Graßmann
und gratulierte zu diesem großartigen Erfolg. Er führte aus, dass Simon
Graßmann den Deutschen Meistertitel bei den Mehrkampfmeisterschaften im
leichtathletischen 5-Kampf, im Schleuderballwettbewerb und im
Steinstoßen errungen hat. Zur Anerkennung seiner Leistungen überreichte
er ihm die Medaille „400 Jahre Rathaus“ sowie Buchgeschenke.
Im weiteren wurde 2 privaten Bauanträgen stattgegeben.
Zudem befasste sich der Gemeinderat im Rahmen der Beteiligung als Träger
öffentlicher Belange mit dem Bauantrag der Firma Aulbach Fashion. Diese
beabsichtigen auf der Gemarkung der Stadt Miltenberg die Errichtung von
Verkaufsflächen und einem Bistro und Café. Für den Markt Bürgstadt
äußerte der Gemeinderat keine Einwände gegen das Vorhaben.
Bereits seit einiger Zeit wurde verwaltungsintern die Anbringung von
Photovoltaikanlagen auf Dächern gemeindlicher Gebäude diskutiert.
Nachdem die derzeitigen Einspeisevergütungen nur noch bis zum 31.12.2011
garantiert sind, befasste sich der Gemeinderat mit dieser Thematik und
fasste den grundsätzlichen Beschluss, dass künftig Photovoltaikanlagen
auf Dächern gemeindlicher Gebäude möglich sein sollten.
Mögliche Gebäude mit optimal in Richtung Süden ausgerichteten Dächern
wären die Mittelmühle sowie das Rettungszentrum (Feuerwehrhaus). Die
Schuldächer sind aufgrund ihres Alters für eine langfristige Nutzung mit
Photovoltaikanlagen ohne eine vorherige Dachsanierung derzeit nicht
geeignet.
Der Markt Bürgstadt könnte solch eine Anlage selbst betreiben oder das
Dach an einen Investor verpachten, wobei sich aus haushaltstechnischer
Sicht eine eigene Investition kaum kurzfristig umsetzen lassen wird.
Über den Sachverhalt wurde auch bereits mit der EMB gesprochen. Im
Wissen um die Zukunft von regenerativen Energieformen wird sich die EMB
jedoch in nächster Zeit mehr in die Windenergie einbringen und nicht in
die Photovoltaiktechnik. Diese ablehnende Haltung stieß bei einigen
Räten auf starke Kritik.
Es wurde entschieden, dass die Verwaltung Angebote sowohl zum Kauf von
Photovoltaikanlagen als auch zum Verpachten der Dachflächen bei
einschlägigen Anbietern einholt mit denen sich der Gemeinderat dann
beschäftigt.
Als weiterer Tagesordnungspunkt stand der Rechenschaftsbericht zum
Haushalt 2010 an.
Bei der Jahresrechnung 2010, die am 08.07.2011 erstellt wurde, ergab
sich ein Fehlbetrag in Höhe von 308.586,84 €, der innerhalb von 2 Jahren
ausgeglichen werden muss.
Der Fehlbetrag errechnet sich aufgrund der Differenz zwischen den
Solleinnahmen in Höhe von 8.761.938,67 € und den Sollausgaben in Höhe
von 9.069.884,37 €.
In den Haushaltsplan 2011 wurden hierfür bereits 150.000 € eingestellt.
Der Hauptgrund für den Fehlbetrag ist eine hohe Rückzahlung bei der
Gewerbesteuer. Der Ist-Betrag bei der Gewerbesteuer lag um rd. 601.500 €
unter dem Ansatz von 1.650.000 €.
Peter Meisenzahl wurde vom Gemeinderat als neuer Umweltbeauftragter
für Bürgstadt ernannt.
Abschließend informierte Bürgermeister Stolz, dass die
Winzerfestvereinigung mitteilte, dass das ursprünglich für den 16.05.
bis 21.05.2012 geplante Winzerfest entfallen wird.
Die Winzerfestvereinigung wird sich im Laufe des nächsten Jahres
Gedanken über einen Fortbestand des Winzerfestes in modifizierter Form
machen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 20.09.2011
In der öffentlichen Sitzung beschloss der
Gemeinderat die Bedarfsmitteilung für die
Städtebauförderungsprogramme 2012. Konkrete Meldungen für 2012 sind
für das Kommunale Förderprogramm 2012 nicht mehr vorzunehmen, da
bereits der Bewilligungsbescheid bis zum 31.12.2012 vorliegt. Für das
Jahr 2013 und 2014 wird ein Bedarf von jährlich 158.000 € angemeldet.
Zur möglichen Überplanung des Wegeleitsystems werden für das Jahr 2012
50.000 € angemeldet. Für die Umsetzung im Jahr 2013 werden 120.000 €
angesetzt.
Die Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung 2009 war ein
weiterer Tagesordnungspunkt. Die Rechnung 2009 schloss in den Einnahmen
und Ausgaben mit insgesamt 13.194.938,67 €. Vom
Rechnungsprüfungsausschuss gab es keine Beanstandungen.
Sehr erfreuliche Zahlen konnte Bgm. Stolz zum Stadtbusverkehr
vermelden. Die Fahrgastzahlen für Bürgstadt stiegen im Jahr 2010 auf
18.403 gegenüber 13.197 im Jahr 2009. Das Defizit erhöhte sich im
gleichen Zeitraum um nur ca. 270,00 € auf 2.673,64 €, was einer
Bezuschussung durch den Markt Bürgstadt in Höhe von ca. 15 Cent pro
Fahrt gleichkommt.
Bgm. Stolz informierte, dass im Markt Bürgstadt das Amt des
Umweltbeauftragten neu besetzt werden sollte.
Die Umweltbeauftragten unterstützen die Aufgaben der Naturschutzwächter,
welche ehrenamtlich tätig für den Landkreis tätig sind. Neben der
Naturschutzwacht hält das Landratsamt die Bestellung von örtlichen
Umweltbeauftragten nach wie vor sehr wichtig, zumal diese die örtlichen
Verhältnisse viel besser kennen und die Naturschutzwächter ja mehrere
Gemeinden zu betreuen haben.
Die Fraktionen sollten bis zur nächsten Gemeinderatssitzungen
namentliche Vorschläge machen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 06.09.2011
Zu Beginn der Gemeinderatssitzung erteilte
der Gemeinderat seine Zustimmung zu zwei privaten Bauanträgen.
Für den Neubau der Kinderkrippe standen noch Auftragsvergaben an.
Zum einen stimmte der Gemeinderat der Beschaffung von Mobiliar zu. Hier
werden zum Bruttopreis von 6.839,53 € von der Firma Steybe insbesondere
Bestuhlungen beschafft. Zum anderen wurden für 17.659,60 € die Arbeiten
für die Fertigung und den Einbau von je zwei Schrankregalen und
Schlafpodesten für zwei Gruppenräume vergeben.
Hauptberatungspunkt der öffentlichen Sitzung war die Fortführung der
Kommunalen Verkehrsüberwachung in Bürgstadt.
Zum 15.09.2010 wurde in Bürgstadt die kommunale Verkehrsüberwachung
eingeführt und seitdem durch den Zweckverband der Kommunalen
Verkehrsüberwachung im Landkreis Miltenberg betrieben.
Im Zeitraum vom 15.09.2010 bis 31.07.2011 wurden bei 315
Überwachungsstunden insgesamt 801 Ordnungswidrigkeitsverfahren (davon 81
Bußgeldverfahren) eingeleitet.
Die einzelnen Vergehen teilten sich wie folgt auf:
|
54,2 % |
Ohne Parkscheibe |
|
10,5 % |
Parkzeitüberschreitung |
|
12,4 % |
Parken im Halte- bzw. Parkverbot |
|
11,4 % |
Parken auf der linken Fahrbahnseite |
|
10,0 % |
Gehwegparken |
|
1,5 % |
Unberechtigtes Parken auf
Sonderparkplatz |
Es wurde festgestellt,
dass dies im Vergleich zu Nachbargemeinden sehr viele Verfahren sind,
sodass sich durchaus aus den Zahlen ablesen lässt, dass beim Markt
Bürgstadt weiterhin ein Bedarf auf Verkehrsüberwachung besteht.
Zum finanziellen Ansatz ist festzustellen, dass im untersuchten Zeitraum
für die 315 Überwachungsstunden insgesamt ein Entgelt in Höhe von
17.859,50 € an den Zweckverband zu entrichten war. Den Ausgaben stehen
Einnahmen aufgrund der Ordnungswidrigkeiten in Höhe von 9.547,68 €
entgegen, was einem Defizit von 8.311,82 € entspricht.
In einer sachlichen Diskussion wurde zunächst vom Großteil der
Gemeinderäte ein grundsätzlicher weiterer Bedarf an der
Verkehrsüberwachung gesehen. Ziel der Verkehrsüberwachung soll sein,
hierdurch ein geordnetes Parkverhalten in Bürgstadt zu erreichen bzw.
beizubehalten. Allerdings soll die Überwachungszeit künftig nur noch 20
Monatsstunden, statt bisher 30 Monatsstunden betragen.
Auf Antrag des Bayerischen Roten Kreuzes(Kreisverband) erhalten
sie eine Spende vom Markt Bürgstadt in Höhe von 1.000 € für die
Beschaffung eines neuen Einsatzleitwagens.
Unter Informationen und Anfragen gab Bürgermeister Stolz bekannt, dass
in absehbarer Zeit der Kastanienbaum im Streckfuß auf Höhe des
Friedhofes gefällt werden muss, nachdem dieser aufgrund eines
Rindenkrustenpilzes stark geschädigt ist und die Verkehrssicherheit in
diesem Bereich nicht mehr dauerhaft gewährleistet werden kann.
Weiterhin informierte er, dass die Pfeifsignale der Westfrankenbahn
am Bahnübergang in der Mainhölle reduziert werden konnten. In
Zusammenarbeit zwischen dem Markt Bürgstadt und der Westfrankenbahn
wurde eine Lösung gefunden, die es ermöglicht auf 3 der 4 Pfeiftafeln zu
verzichten, so dass jetzt nur noch Züge in Fahrtrichtung Miltenberg vor
dem Bahnübergang ein Pfeifsignal absetzen müssen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 12.07.2011
In der öffentlichen
Gemeinderatssitzung ging es insbesondere um Vergaben verschiedener
Gewerke für den Neubau der Kinderkrippe.
Das Ingenieurbüro Sattes legt für das Gewerk „Sanitäre Installation“
einen Nachtrag der Firma H & B, Bürgstadt über 4.380,21 EUR vor. Inhalt
sind im Wesentlichen geänderte Armaturen und Boiler.
Die Einbauküche für die Kinderkrippe wurde an die
Firma Schäfer &
Fitz, Waldstetten zum Bruttoangebotspreis in Höhe von 14.274,65 EUR
vergeben.
Mit Schreinerarbeiten (Möbel) wurde die Firma Gehrlich, Bürgstadt mit
einem Bruttoangebotspreis in Höhe von 11.798,85 EUR beauftragt.
Die Außenanlage mit Pflasterarbeiten um die Kinderkrippe muss erneuert
und teils neu angelegt werden. Mit den Arbeiten wurde
die Firma
Haarmann, Großheubach zum Bruttoangebotspreis von 34.712,65 EUR
beauftragt.
Als letztes Gewerk wurden die Schlosserarbeiten vergeben. Neben der
Erneuerung des Hoftores sollen die beiden Freisitzflächen der
Kinderkrippe überdacht werden.
Den Auftrag hierfür erhält die Firma Herbert Schmitt, Bürgstadt zum
Bruttoangebotspreis in Höhe von 10.028,73 EUR.
Abschließend informierte Bürgermeister Stolz, dass die Postagentur
mit der Lottoannahmestelle ab dem 01.09.2011 im Schreibwarengeschäft
Haubenreich-Dan untergebracht ist.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 28.06.2011
Hauptberatungspunkt der öffentlichen Sitzung
war die Vorstellung der immissionsschutzrechtlichen Untersuchung
zur Überarbeitung bzw. Neuausweisung von Gewerbeflächen im
Flächennutzungsplan durch das Ingenieurbüro Eilbacher. Grund für die
Untersuchung war, dass der Markt Bürgstadt Klarheit darüber haben
wollte, in welchen Gebieten - rein nur aus immissionsschutzrechtlicher
Hinsicht betrachtet - überhaupt noch Gewerbegebiete möglich wären.
Dieses Gutachten trifft jedoch noch keinerlei Aussagen darüber, ob diese
möglichen Flächen als Gewerbegebiete überplant werden sollen. Diese
Entscheidung wird in einer weiteren Sitzung des Gemeinderates getroffen.
Das Ingenieurbüro Eilbacher hat auftragsgemäß drei Flächen für eine
mögliche Ausweisung als Gewerbegebiet untersucht, und zwar
Gebiet 1: Landwirtschaftliche Fläche im Geltungsbereich des
Bebauungsplanes „Industriegebiet Nord“
Gebiet 2: Fläche zwischen Radweg nach Freudenberg und St 2310
Gebiet 3: Fläche oberhalb des Mischgebietes „Sauäcker“ bzw.
nördlich des Baugebietes „Krieggärten“.
Herr Eilbacher führte aus, dass im Gutachten an der Ortsrandlage von
Bürgstadt Immissionsorte festgelegt wurden, anhand derer die maximal
zulässigen Emissionen im jeweiligen, untersuchten Gebiet ermittelt
wurden. Diese Immissionsorte liegen sowohl im reinen Wohngebiet,
allgemeinen Wohngebiet, Mischgebiet, Gewerbegebiet und Industriegebiet
Nord.
An diesen Immissionsorten wurde ein schalltechnischer Orientierungswert
zugrunde gelegt, der im Immissionsschutzgesetz festgelegt ist. Als
Grundlage für die Berechnung dient dann ein um 10 dB(A) reduzierter Wert
an den einzelnen Immissionsorten.
Es wurde mit diesen Vorgaben errechnet, mit welcher Lautstärke die zu
untersuchenden möglichen Gewerbeflächen emittieren dürfen. Hiernach
werden dann die Emissionskontingente in den Gewerbegebieten festgelegt.
Grundsätzlich dürfen nach dem Baurecht Gewerbegebiete mit 65 dB(A)
tagsüber und 50 dB(A) nachts uneingeschränkt ausgewiesen werden.
Als Orientierungswert werden die Werte des reinen Wohngebietes
berücksichtigt, da hier die geringsten Einwirkungen entstehen dürfen.
Als Ergebnis dieser Berechnungen ist festzuhalten, das
·
im Gebiet 1:
Landwirtschaftliche Fläche im Geltungsbereich des
Bebauungsplanes „Industriegebiet Nord“ bei 69 dB(A) tagsüber und 54 dB(A)
nachts keine immissionsschutzrechtliche Einschränkung für eine geplante
Gewerbegebietsnutzung vorliegen würde;
·
im Gebiet 2: Fläche
zwischen Radweg nach Freudenberg und St 2310
eine Kontingentierung der Schallschutzwerte auf 58 dB(A) tagsüber und 43
dB(A) nachts festgesetzt werden müsste, wobei auch bei diesen Werten
durchaus eine Nutzung als Gewerbeflächen möglich wäre,
·
im Gebiet 3: Fläche
oberhalb des Mischgebietes „Sauäcker“ bzw. nördlich des
Baugebietes „Krieggärten“ die Kontingente für die betroffenen Flächen
mit 49 dB(A) tagsüber und 34 dB(A) nachts so niedrig festgesetzt werden
müssten, sodass eine sinnvolle gewerbliche Nutzung ohne immense
Schallschutzmaßnahmen kaum möglich wäre.
Zusammenfassend stellte Herr Eilbacher dar, dass nach Meinung des
Ingenieurbüros an eine Ausweisung von Gewerbeflächen im Gebiet 3 Abstand
genommen werden sollte und diese Fläche allenfalls als Misch- oder
Wohnbauflächen überplant werden sollten. Die Berechnungen der Gebiete 1
und 2 wurden bereits so durchgeführt, als wenn Gebiet 3 Misch- oder
Wohnflächen wären. Er schlug vor, dass sich der Gemeinderat lediglich
bei Gebiet 1 und 2 mit der Ausweisung von Gewerbeflächen beschäftigt.
Im nächsten Schritt wird sich der Gemeinderat in einer der nächsten
Sitzungen damit beschäftigen, ob und wenn ja welches Gebiet
möglicherweise als Gewerbegebiet im Flächennutzungsplan aufgenommen
werden könnte.
Zu einer privaten Bauvoranfrage zum Abbruch und Wiederaufbau
eines Wohnhauses im Altortbereich wurde das gemeindliche Einvernehmen
erteilt.
Die Vergabe der Einrichtung für die beiden Waschräume in der
Kinderkrippe mit Waschrinne, Wickeltisch, Schränken und Regalen
erfolgt an die Firma Brümat, Eichenbühl zu einem Bruttopreis von
13.182,82 €.
Dem Markt Bürgstadt konnten vom Freistaat Bayern überraschend noch
weitere Zuwendungen für das Kommunale Förderprogramm 2011 und 2012
zur Verfügung gestellt werden, so dass bis auf Weiteres
Bewilligungsanträge von Bauwerbern zum Kommunalen Förderprogramm wieder
positiv verbeschieden und vorzeitige Baufreigaben erteilt werden.
Es wurde über den Anteil des Marktes Bürgstadt an der Abrechnung der
Volkshochschule für das Jahr 2010 informiert. Bei einem
Ausgabenüberschuss von gesamt ca. 56.500 € übernimmt der Markt Bürgstadt
3.337,77 €.
Weiterhin wurde über den Anteil des Marktes Bürgstadt an der
Abrechnung der Tourismusgemeinschaft
Miltenberg-Bürgstadt-Kleinheubach für das Jahr 2010 informiert. Bei
einem Defizit in Höhe von 177.761,59 € verbleiben für 2010 insgesamt
26.664,24 € beim Markt Bürgstadt.
Bgm. Stolz informierte, dass die Postagentur Bürgstadt in der
Hauptstraße 15 zum 31.08.2011 geschlossen wird, da sie vom
Betriebsinhaber gekündigt wird. Die Post äußerte die Absicht, auf alle
Fälle in Bürgstadt mit einer Filiale bleiben zu wollen und sind derzeit
bemüht, eine geeignete Lösung zu finden.
Abschließend wurde der nicht tragbare Zustand an der Erfspitze
moniert. Durch ständige Feierlichkeiten bilden sich dort Müllhalden, so
dass nach Möglichkeiten gesucht werden sollte, Zufahrten mit KfZ in
diesen Bereich zu unterbinden.
Es wird geprüft, ob die direkte Zufahrt durch eine Schranke oder einen
Findling verhindert werden kann, ohne den Radverkehr zu behindern.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 07.06.2011
In der
Gemeinderatssitzung wurde einem privaten Bauantrag zugestimmt.
Vom Gemeinderat wurde weiterhin die Farbe für den angebauten
Gebäudeteil an der Kinderkrippe festgelegt und hatte zwischen
einem hellen Grün und einem rotbraunen Farbton zu wählen. Nach knapper
Abstimmung wird das kleinere Gebäudeteil in einem rotbraunen Farbton
gestrichen, während das Hauptgebäude einen hellen Braunton erhält.
Hauptberatungspunkt war die Beratung des Fragebogens zur
seniorenpolitischen Bedarfsabfrage in Bürgstadt.
Mit diesem Fragebogen sollen Grundlagen für weitere Überlegungen im
Rahmen der künftigen Seniorenpolitik in Bürgstadt abgefragt werden.
Der vierseitige Fragebogen wird die nächsten Wochen an alle Bürgstadter
Bürger der Geburtsjahrgänge 1931 – 1956 versandt.
2. Bgm. Lausberger, der die Sitzungsleitung hatte, informierte über die
Abrechnung 2010 des Abwasserzweckverbandes und stellte fest, dass
der Markt Bürgstadt hierbei insgesamt 207.593,56 € zu tragen hatte.
Durch den
Neubau der Kinderkrippe
sind im Außengelände am Kindergarten die befestigten Fuß- und Spielwege
größtenteils weggefallen. Für einen ordnungsgemäßen Betrieb der
Außenspielflächen sind jedoch befestigte Fußwege unbedingt erforderlich.
Die
Pflasterarbeiten
werden an die Fa. Haarmann, Großheubach zu einem Bruttoangebotspreis von
10.996,34 € vergeben.
In der Danziger Straße werden im Bereich der Bushaltestelle vor dem
Anwesen Hsnr. 6 zusätzlich
3 Parkplätze
auf dem Gehweg ausgewiesen und entsprechend beschildert.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 17.05.2011
Der Gemeinderat stimmte
zu Beginn einem privaten Bauantrag für einen Wohnhausneubau im
Lauersend zu.
Hauptberatungspunkt der Gemeinderatssitzung war die Verabschiedung
des Haushalts 2011.
Der
vorgelegte Haushalt 2011 wurde vom Gemeinderat einstimmig genehmigt.
Ebenso einstimmig wurde die Erhöhung der Hebesätze bei der Grundsteuer
von 300 % auf 340 %, und bei der Gewerbesteuer von 320 % auf 360 %
beschlossen. Vom Kämmerer wurden die wichtigsten Zahlen des Haushaltes
2011 erläutert.
Er schließt in den Einnahmen und Ausgaben wie folgt ab:
|
|
Verwaltungshaushalt
|
6.976.100,- € |
|
|
|
Vermögenshaushalt |
1.327.200,- € |
|
|
|
Gesamthaushalt |
8.303.300,- € |
|
Größere abweichende Ansätze im Verwaltungshaushalt 2011 gegenüber dem
Verwaltungshaushalt 2010 wurden dargestellt:
|
Einnahmen |
2010 |
2011 |
|
-
Kommunale Verkehrsüberwachung |
0 |
10.000 |
|
-
Betriebskostenförderung f. Kindergarten /
Kinderkrippe |
150.000 |
225.000 |
|
-
Abwassergebühren |
415.000 |
400.000 |
|
-
Grabplatzgebühren |
28.000 |
16.000 |
|
-
Konzessionsabgabe Wasser |
60.000 |
31.500 |
|
-
Holzverkauf |
190.000 |
220.000 |
|
-
Grundsteuer A und B (hohe Nachzahlungen im Jahr 2010) |
625.000 |
598.000 |
|
-
Gewerbesteuer |
1.650.000 |
2.003.000 |
|
-
Gemeindeanteil an der Einkommensteuer |
1.450.000 |
1.554.700 |
|
-
Familienleistungsausgleich (Einkommensteuerersatzleist.) |
160.000 |
144.000 |
|
|
|
|
|
Ausgaben |
|
|
|
-
Kommunale Verkehrsüberwachung |
0 |
22.000 |
|
-
Schülerbeförderung |
85.000 |
104.000 |
|
-
Personalkosten Kindergarten / Kinderkrippe |
492.000 |
561.000 |
|
-
Kanalunterhalt |
160.000 |
50.000 |
|
-
Gewerbesteuerumlage |
360.970 |
348.000 |
|
-
Kreisumlage (46%) |
1.990.000 |
2.146.300 |
Als
Hauptproblem stellt sich dar, dass der Haushaltsansatz 2010,
insbesondere im Bereich der Gewerbesteuer, aufgrund von Rückzahlungen in
Höhe von ca. 600.000 € bei weitem nicht erreicht wurde. Trotz einiger
Mehreinnahmen im Haushalt 2010 wird die Jahresrechnung 2010 mit einer
Sollunterdeckung in Höhe von ca. 300.000 € schließen, was unter anderem
eine Erhöhung der Hebesätze notwendig macht.
Aus dem Verwaltungshaushalt kann die gesetzlich vorgeschriebene
Mindestzuführung in Höhe der Tilgung nicht erreicht werden. Diese liegt
mit 266.245 € um 176.255 € unter der Mindestzuführung. Bei einem
Vorgespräch im Landratsamt wurde deutlich gemacht, dass ein Haushalt mit
einer Netto-Neuverschuldung nicht genehmigt werden kann, was bedeutet,
dass die Darlehensaufnahmen die Tilgungsleistungen nicht überschreiten
dürfen. Trotz Aussetzen der jährlichen Rückzahlungsraten an BLE in Höhe
von je 100.000 € für die Kanalsanierung und die Ortskernsanierung und
der nicht sofortigen Weiterleitung des gesamten Zuschusses für die
Kinderkrippe kann der Haushalt unter diesen Gegebenheiten nur durch eine
Anpassung der Hebesätze ausgeglichen werden.
Im Vermögenshaushalt 2011 sind folgende Einnahmen und Ausgaben
vorgesehen.
Ausgaben:
|
Erwerb v. bew.
Sachen des Anlagevermögens (Rathaus) |
1.000 € |
|
Rathaus -
Außenfassade |
7.000 € |
|
Feuerwehr-Beschaffungen |
10.000 € |
|
Schule -
Neuanschaffungen Computerraum |
20.000 € |
|
Schule - sonst.
Anschaffungen u.a. Projektoren |
2.000 € |
|
Schule -
Fensterelemente, Kaminsan., Fallrohre, Rinnen |
6.500 € |
|
Schule - Mensa |
20.000 € |
|
Museum -
Umgestaltung Eingang |
4.000 € |
|
Burgen-u.
Schlössernetzwerk Main4Eck |
4.000 € |
|
Spielplatz
Odenwaldstraße (Spielgeräte) |
5.000 € |
|
Teilablösung
Kinderkrippe BLE (Weiterleit. Zuschuss) |
207.000 € |
|
Kindergarten - Zaun,
Gestaltung Außenbereich |
40.000 € |
|
Kindergarten -
Spielgeräte |
10.000 € |
|
Sporthalle -
Fallrohre u. Dachrinnen |
1.500 € |
|
Bänke f. Naturpark |
4.000 € |
|
Städtebauförderung -
Kommunales Förderprogramm |
61.400 € |
|
Streusilo f.
Winterdienst |
3.000 € |
|
Ortsdurchfahrt -
Teil-Ablösung bei BLE f. Straßenbau |
0 € |
|
AZV Main-Mud -
Investitionskostenanteil |
2.800 € |
|
Ortsdurchfahrt -
Teil-Ablösung bei BLE f. Kanalsanierung |
0 € |
|
Oberer
Steffleinsgraben - Ablösung Bayerngrund (Rest) |
100.000 € |
|
Beleuchtung Friedhof |
10.000 € |
|
Wohnungen Am
Mühlgraben 1, Fassade u. Fenster |
10.000 € |
|
Am Mühlgraben 1,
Bereich Lager, Elektroarbeiten |
4.000 € |
|
Weinkulturhaus
(Schallschutz) |
20.000 € |
|
Bauhof
Umbau/Sanierung |
2.000 € |
|
Bauhof Fertiggarage |
5.000 € |
|
Fremdenverkehr -
Bilderserie (Rest) |
4.500 € |
|
DSL |
166.500 € |
|
Arbeitsgeräte f.
Wald |
1.500 € |
|
Grundstückskäufe |
2.000 € |
|
Tilgung von Darlehen
(einschl. evtl. neues Darlehen) |
442.500 € |
|
Deckung
Sollfehlbetrag aus 2010 |
150.000 € |
Einnahmen:
|
Zuschuss f. Neubau Kinderkrippe |
489.500,00 € |
|
Zuschuss f. Bänke Naturpark |
2.600,00 € |
|
Zuschuss f. Kommunales Förderprogramm |
37.500,00 € |
|
Ausbaubeiträge Josef-Ullrich-Straße |
59.000,00 € |
|
Kanalherstellungsbeiträge |
5.000,00 € |
|
Zuschuss f. DSL |
15.400,00 € |
|
Investitionspauschale |
22.700,00 € |
|
Kreditaufnahme |
429.255,00 € |
|
Zuführung vom Verwaltungshaushalt |
266.245,00 € |
Neben dem Haushaltsplan wurde auch der Haushaltssatzung, dem
Stellenplan und der Finanzplanung zugestimmt.
Die Fraktionssprecher betonten, dass sich kein Gemeinderat die
Entscheidung leicht gemacht hat, die Notwendigkeit einer Erhöhung der
Hebesätze aber gesehen wurde. Insbesondere unter dem Blickwinkel, dass
in Bürgstadt die vergangenen Jahre sehr viel investiert und
Kapitalvermögen geschaffen wurde kann diese Entscheidung gerechtfertigt
werden, wobei in den kommenden Jahren die Konsolidierung des Haushalts
oberstes Ziel sein muss.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt hatte der Gemeinderat über den
Haushaltsplanentwurf des Abwasserzweckverbandes Main-Mud zu beraten.
Der Gesamthaushalt schließt mit 2.463.900 € und liegt um rund 160.000 €
über dem Haushaltsansatz des Vorjahres. Auf den Verwaltungshaushalt
entfallen 1.637.900 €, auf den Vermögenshaushalt 826.000 €. Der
Gemeinderat erteilte sein Einverständnis.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 03.05.2011
Aus der nicht öffentlichen Sitzung vom
12.04.2011 wurde der Beschluss über das weitere Vorgehen in der
Pachtangelegenheit Weinkulturhaus mit der Vergabe der Verpachtung
an Frau Gisela Zöller zum nächst möglichen Zeitpunkt verlesen.
Bürgermeister Stolz gab das Schreiben des Weinbauvereins Bürgstadt vom
12.04.2011 hinsichtlich der Beantragung der Eintragung des Lagenamens
„Hundsrück“ in die Weinbergsrolle
bei der Regierung von Unterfranken bekannt.
Der Name „Hundsrück“ ist ein alter Gewann-Name und wurde bis 1971
benutzt. Er sei von hohem Wert, da er bereits in einer Steuereinteilung
im 17. Jahrhundert aufgeführt ist.
Bisher sind für Bürgstadt die Bezeichnungen „Centgrafenberg“ und
„Mainhölle“ eingetragen. Der Gemeinderat stimmte der Eintragung des
Lagenamens „Hundsrück“ in die Weinbergsrolle zu.
Die Änderung des
Bebauungsplanes „Hettersau“
für die Grundstücke Fl. Nr. 5568/2 und 5568 wurde beschlossen. Auf die
nachfolgende Veröffentlichung wird hingewiesen.
Die für die
Kinderkrippe
erlassene Satzung und die dazugehörige Gebührensatzung zur
Kinderkrippensatzung zum 01.09.2011 wurden beschlossen und sind
nachfolgend im Wortlaut abgedruckt.
Die Fördermittel zum Kommunalen Förderprogramm 2011 sind
erschöpft. Für 2011 sind keine zusätzlichen Mittel zu erwarten.
Frühestens zu Beginn des Jahres 2012 kann gesagt werden, ob und welche
Fördermittel wieder zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat beschloss
daher, für das laufende Jahr 2011 keine Förderanträge mehr anzunehmen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 12.04.2011
Neben einem privaten Bauantrag dem stattgegeben wurde, stand die
Änderung des Bebauungsplanes "Höhenbahnweg" (Verschiebung von
Grundstücksgrenzen) auf der Tagesordnung. Nachdem im Rahmen der
öffentlichen Auslage keine Anregungen von Bürgern und nur ein
Korrekturhinweis vom Landratsamt eingingen, wurde der
Bebauungsplanänderung zugestimmt.
Weiterhin lag ein Nachtragsangebot zum Neubau der Kinderkrippe in
Bezug auf Änderungen beim Auftrag Abdichtungsarbeiten und Begrünung von
der Firma Peter Ott, Miltenberg vor. Aufgrund Änderungen bei der
Lichtkuppelform von rund auf quadratisch ergibt sich hier bei der
Auftragsvergabe eine Preisminderung um 584,05 € auf jetzt 3.626,71 €.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 29.03.2011
Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung
wurden lediglich 2 kurze Tagesordnungspunkte behandelt.
Zum einen ging es um eine Information zu einem städtebaulichen
Entwicklungskonzept der Stadt Miltenberg. Dieses Konzept hat keinen
Rechtscharakter und dient als Selbstorientierung für die Stadt. Es
enthält z. B. Bestandsaufnahmen zu den Themen Allgemeine
Entwicklungstendenzen (Bevölkerungsentwicklung), Wirtschaft,
Siedlungswesen, Einzelhandel und Nahversorgung, Wohnungsbau, Tourismus
etc. und zeigt Vorschläge für die weitere Stadtentwicklung auf.
Zum anderen wurde einem Antrag auf Befreiungen von den Festsetzungen des
Bebauungsplanes „Krieggärten“ in Zusammenhang mit der Teilung
eines Grundstückes zugestimmt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 15.03.2011
Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung
wurden neben einem privaten Bauantrag die Stellungnahmen aus der
vorgezogenen Behörden- und Bürgerbeteiligung zur Änderung des
Bebauungsplanes „Industriegebiet Bürgstadt-Nord“ – Parzellierung der
Fläche der Firma Fritz Weber GmbH & Co. behandelt.
Die eingegangenen Stellungnahmen der verschiedenen Fachbehörden werden
im Änderungsverfahren berücksichtigt, wobei es sich hier insbesondere um
Anregungen des Wasserwirtschaftsamtes zur Abwasserbeseitigung und der
e-on Netz GmbH zur Berücksichtigung des vorhandenen Strommastes handelt.
Bedenken aus der Öffentlichkeit wurden keine vorgetragen.
Für den Neubau der Kinderkrippe wurden einige Gewerke mit der
Gesamtsumme von 185.983,46 EUR vergeben. Im einzelnen handelte es sich
hierbei um:
- Innenputz- und Trockenarbeiten 31.699,93 EUR Fa.
Riegel, Bürgstadt
- Wärmedämmverbundsystem 33.677,81 EUR Fa.
Riegel, Bürgstadt
- Estrich
6.428,68 EUR Fa. Schmidt, Hasloch
- Kunststofffenster, Rollo, Jalousien 23.517,62 EUR
Fa. Löwe, Kleinwallstadt
- Eingangstüre 14.227,64 EUR
Fa. Alu-Trend, Weilbach
- Fliesenarbeiten 18.347,42 EUR
Fa. Breunig, Eichenbühl
- Schlosserarbeiten 13.686,67 EUR
Fa. Walter, Kleinheubach
- Schreinerarbeiten 35.656,48 EUR
Fa. Ackermann, Mönchberg
- Bodenbeläge 8.721,21 EUR
Fa. Mai, Freudenberg
Für die Betriebsleitung im Gemeindewald durch das Amt für
Landwirtschaft und Forsten, Außenstelle Miltenberg wurde eine
Entgeltanpassung beschlossen, nachdem das Bayerische Staatsministerium
für Landwirtschaft und Forsten die Körperschaftswaldverordnung geändert
hat.
Künftig sind vom Markt Bürgstadt insgesamt 3.477,18 EUR für die
Betriebsleitung zu zahlen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 22.02.2011
Der kurze öffentliche Teil der
Gemeinderatssitzung behandelte den Antrag eines Grundstückseigentümers
auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Krieggärten“
in Bezug auf die Mindestbauplatzgröße. Diesem Antrag wurde stattgegeben.
In einem weiteren privaten Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes
„Höhenbahnweg“ ging es um die Ausweisung eines Grundstückes mit
zwei, statt bisher einem Baufenster. Die Zufahrt zum rückwärtigen
Grundstück erfolgt über den Wendehammer des Centgrafenweges und ist
entsprechend darzustellen.
Bgm. Stolz informierte über die Beteiligung des Marktes Bürgstadt
an der Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt GmbH & Co. KG und legte
den Bericht für das Jahr 2009 vor.
Unter dem Punkt Informationen und Anfragen gab Bgm. Stolz bekannt, dass
die Telekom mitgeteilt hat, dass die öffentlichen Telefonzellen
immer weniger frequentiert werden.
In Bürgstadt ist daher der Abbau der Anlagen vor der
Raiffeisen-Volksbank gegenüber der Turnhalle für dieses Jahr geplant.
Die Verwaltung hat die Telekom auf diese Mitteilung hin gebeten,
zumindest den Standort in der Ortsmitte an der Raiffeisen-Volksbank
beizubehalten, da dieser erst im Zuge des Straßenausbaues errichtet
wurde.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 08.02.2011
Zum 1. Tagesordnungspunkt begrüßte
Bürgermeister Stolz Herrn Karlheinz Paulus von der Firma Main-Energie
aus Mönchberg.
Auf Antrag der CSU-Fraktion wurde die Verwaltung beauftragt,
Entscheidungshilfen über einen wirtschaftlichen Betrieb einer
Holzhackschnitzelheizung für die Volksschule Bürgstadt zu
erarbeiten.
Im Hinblick auf Klimaschutzziele mit dem Ziel sich von der Abhängigkeit
von fossilen Energieträgern zu lösen und die regionale Wertschöpfung zu
fördern (Holz aus dem Gemeindewald Bürgstadt), sollten vorrangig
erneuerbare Energieträger (Hackschnitzel) eingesetzt werden.
Mit einer zentralen Heizungsanlage sollten alle öffentlichen Gebäude im
Umfeld der Schule berücksichtigt werden. Dies wären die Schule mit 3
Gebäuden, die Sporthalle, die Kirche, die Aussegnungshalle und das
Pfarrhaus. Je mehr Gebäude und Einrichtungen an einer zentralen
Holzhackschnitzelheizung angeschlossen werden, je wirtschaftlicher kann
sie betrieben werden. Als Ausgangswerte konnten die Gasverbräuche der
einzelnen Gebäude (die letzten 3 Jahre) herangezogen werden.
Bisher sind in allen untersuchten Gebäuden eigenständige Gasheizungen
vorhanden.
Das Büro Main-Energie hat in Zusammenarbeit mit dem Bauamt die einzelnen
Heizräume, die Heiztechniken, die Warmwasserbereitung sowie die
derzeitigen benötigten Anschlusswerte begutachtet und ermittelt. Auch
das Alter der verschiedenen Anlagen sowie der erforderliche
Wartungsaufwand wurden berücksichtigt. Außerdem wurde der vorhandene
Fahrradkeller zwischen Bau 1 und Bau 2 als möglicher Hackschnitzelbunker
begutachtet.
Folgende 5 Varianten wurden vom Büro für Energieberatung näher
untersucht:
1. Nahwärmeversorgung der Schule, Turnhalle, Kirche, Aussegnungshalle
und Pfarrhaus einer Holzhackschnitzelheizung
2. Nahwärmeversorgung von Schule, Turnhalle und Kirche
3. Nahwärmeversorgung von Schule und Sporthalle
4. Erneuerung der bestehenden Anlagen Schule, Turnhalle und Kirche mit
Gasversorgung (neuer Kessel)
5. Erneuerung der bestehenden Anlagen Schulen und Sporthalle mit
Gasversorgung (neuer Kessel)
Die Gesamtheizleistung beträgt für alle Objekte ca. 700 kW und einen
Energiebedarf von 900.000 kWh.
Aus Sicht des Büros sprechen mehrere Gründe für eine zentrale Heizung
mit Nahwärmenetz. Die Heizzentrale ließe sich im bestehenden Heizraum
der Schule installieren und als Vorratsbunker könnte der ehemalige
Fahrradkeller gut genutzt werden. Die benötigten
Hackschnitzellieferungen (1-2 Lieferungen pro Woche) könnten über den
Pausenhof gut angedient werden.
Der Bürgstadter Gemeindewald verfügt über eine Fläche von ca. 1000 ha,
aus denen eine Erzeugung von 4000 MWh Heizleistung als nachwachsender
Rohstoff entstehen kann.
Aufgrund des geringen Warmwasserbedarfs in der Schule sollte dieser
weiterhin dezentral mit Warmwasserboiler abgedeckt werden. Dasselbe
trifft für die Kirche und den Pfarrsaal zu.
Der Warmwasserbedarf in der Sporthalle könnte in den Wintermonaten über
die Nahwärmeversorgung mit einem angeschlossenen Warmwasserspeicher
erreicht werden. In den Sommermonaten sollte eine Solaranlage diese
Aufgabe übernehmen. Diese Möglichkeit der Warmwasserbereitung schließt
den unökonomischen Betrieb der zentralen Biomassenverbrennungsanlage in
den Sommermonaten aus.
Vom Büro Main-Energie wurden für einzelnen Varianten folgende Kosten
ermittelt, ohne mögliche Förderungen und Zuschüsse zu berücksichtigen.
Variante 1:
Schule, Sporthalle, Aussegnungshalle, Kirche und Pfarrhaus
Investitionen: 440.000,00
€
Kapitaldienst 28.918,80 €
Brennstoff und betriebsgebundene Kosten 33.260,00 €
Jahreskosten 62.178,80 €
Spezifische Wärmeerzeugungskosten 0,0652 €/kWh
Variante 2:
Schule, Sporthalle und Kirche
Investitionen: 343.000,00
€
Kapitaldienst 22.592,85
€
Brennstoff und betriebsgebundene Kosten 31.616,00 €
Jahreskosten 54.208,85 €
Spezifische Wärmeerzeugungskosten 0,0600 €/kWh
Variante 3:
Schule und Sporthalle
Investitionen: 280.000,00
€
Kapitaldienst 18.341,35
€
Brennstoff und betriebsgebundene Kosten 31.550,00 €
Jahreskosten 49.891,35 €
Spezifische Wärmeerzeugungskosten 0,0582 €/kWh
Variante 4:
Gasheizungen (vgl. Variante 2)
Investitionen:
140.000,00 €
Kapitaldienst 10.699,01
€
Brennstoff und betriebsgebundene Kosten 44.346,00 €
Jahreskosten 55.045,01 €
Spezifische Wärmeerzeugungskosten 0,0611 €/kWh
Variante 5:
Gasheizungen (vgl. Variante 3)
Investitionen:
93.000,00 €
Kapitaldienst 7.107,20
€
Brennstoff und betriebsgebundene Kosten 40.022,00 €
Jahreskosten 47.129,20 €
Spezifische Wärmeerzeugungskosten 0,0589 €/kWh
Zusammenfassend stellte Herr Paulus fest, dass Variante 2 und 3 näher zu
untersuchen wären.
Variante 1 scheidet seiner Meinung nach aus, da hierfür große
Investitionen für Leitungen anstehen, die für die Versorgung kleiner
Abnehmer, wie die Aussegnungshalle und das Pfarrhaus, aufgebracht werden
müssen.
Herr Paulus erklärte die spezifischen Wärmeerzeugungskosten so, dass
sowohl die Investitionen als auch die künftige Preisgestaltung der
Brennstoffe berücksichtigt wurden. Hiernach amortisiert sich bei einer
angenommenen 6 bis 10 %igen Preissteigerung auf dem Gassektor in den
nächsten Jahren, die Mehrinvestition bei der Hackschnitzelheizung nach
13 bis 18 Jahren. Die aktuelle staatliche Förderquote beträgt 80 €/lfdm
Nahwärmeleitung sowie 40 €/kWh Heizleistung, sodass derzeit insgesamt
mit einer Förderung von ca. 25.000 bis 40.000 € zu rechnen sein könnte.
In der Diskussion wurde herausgestellt, dass bei steigender Nachfrage
auch bei Hackschnitzeln mit einer Preiserhöhung in den nächsten Jahren
zu rechnen sei. Allerdings verfügt Bürgstadt über 900 ha eigenen Wald.
Aus diesem könnte zumindest ein Großteil der benötigten Hackschnitzel
gewonnen werden. Geht man davon aus, dass pro ha Wald ca. 6 fm Holz im
Jahr nachwachsen, von denen 1 bis 2 fm für Hackschnitzel nutzbar wären,
sollte die Menge sogar rechnerisch komplett zur Versorgung ausreichen.
Zur Aufbereitung der Hackschnitzel informierte Herr Paulus, dass neben
der eigenständigen Holzaufbereitung auch Dienstleister zur Verfügung
stehen, die dieser Hackschnitzellieferung professionell nachgehen. Hier
ist es oftmals so, dass diese Dienstleister das Holz liefern, jedoch auf
Grundlage der daraus erzeugten Wärme abgerechnet wird. Weiterhin reift
derzeit eine Idee, dass in Forstbetriebsgemeinschaften oder in
Zusammenarbeit mehrerer Kommunen ebenfalls in Eigenregie
Holzhackschnitzel aufgearbeitet werden.
Im Gemeinderat war man sich letztlich einig, dass der Einbau einer
Hackschnitzelheizung auf Dauer eine interessante Alternative zu den
herkömmlichen Heizanlagen darstellt. Deshalb wird sich der Gemeinderat
in naher Zukunft detaillierte Gedanken über künftige Heizmöglichkeiten
im Bereich der Volksschule machen müssen.
In einem weiteren Punkt wurden die Heizungsarbeiten für die
Kinderkrippe an die Fa. Hennig & Fertig GbR, Faulbach zu brutto
86.229,55 EUR vergeben.
Dem Antrag des Weingutes Helmstetter auf Aufstellung eines
Hinweisschildes zum Weingut in der Kolpingstraße / Einmündung
Freudenberger Straße auf der Verkehrsinsel wurde nicht zugestimmt.
Grundsätzlich ist festzustellen, dass solche Werbeanlagen bzw.
Hinweisschilder aus Gründen der Sicherheit des fließenden Verkehrs
(Ablenkung) nicht auf Verkehrsinseln genehmigt werden sollten.
Unter Informationen und Anfragen wurde informiert, dass im
Außenbereich immer mehr Hecken auf Rad- und Flurwege wuchern und
es wurde nachgefragt, inwieweit die Gemeinde Möglichkeiten hat, dem
entgegenzuwirken. Es wurde festgestellt, dass sich entsprechende Fälle
tatsächlich häufen und zwischenzeitlich auch schon Gespräche mit dem
Landschaftspflegeverband geführt wurden.
Konkret ist der Bereich des Radweges nach Eichenbühl auf Höhe der
Flurbereinigung für den Herbst 2011 als Pflegemaßnahme vorgesehen.
Die Kosten hierfür werden ca. 20 bis 25.000 € betragen, wovon 70 %
bezuschusst werden. Über den gemeindlichen Eigenanteil wird zu gegebener
Zeit informiert.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 25.01.2011
Zu Beginn der
Gemeinderatssitzung dankte Bgm. Stolz dem Kommandanten der Freiwilligen
Feuerwehr Bürgstadt, Herrn Hauke Muders, im Namen der Bevölkerung für
den geleisteten Hochwassereinsatz der Bürgstadter Feuerwehr. Insgesamt
waren sie bei Kälte und Nässe mit 34 Personen im Wechsel von Dienstag,
11.01.2011 bis Donnerstag, 20.01.2011 Tag und Nacht im Einsatz.
Als Zeichen des Dankes übergab er einen Bargeldbetrag und einen
Gutschein vom Markt Bürgstadt und der EMB.
Als Hauptberatungspunkt der Sitzung stand die Vorstellung des
Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes des Landkreises und ein Antrag
der UWG-Fraktion auf Erstellung einer Standort- und Bedarfsanalyse für
seniorengerechtes Wohnen auf der Tagesordnung.
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Stolz, Frau Nadja
Schillikowski vom Landratsamt Miltenberg von der neu geschaffenen
Fachstelle für Altenhilfeplanung und allgemeine Seniorenarbeit.
Zur Bedeutung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes führte sie aus,
dass dieses Strukturen schaffen soll, die es ermöglichen, dass
Seniorinnen und Senioren des Landkreises gute Lebens- und
Wohnbedingungen, wenn möglich in ihrem seitherigen Wohnumfeld,
vorfinden. Das gesamte Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises
ist im Internet auf der Homepage des Landratsamtes unter
www.landratsamt-miltenberg.de zu finden.
Das Seniorenkonzept wurde auf sehr breiter Basis erstellt und beinhaltet
insgesamt 66 Maßnahmenvorschläge auf kommunaler Ebene, wobei 41 auf
Gemeindezuständigkeit beruhen.
Frau Schillikowski stellte fest, dass in Bürgstadt bereits gute Ansätze
im Bereich der Seniorenpolitik zu sehen sind, dennoch ist noch Luft nach
oben vorhanden. Landkreisweit wurden bereits erste Arbeitsgruppen zum
Seniorenpolitischen Gesamtkonzept gebildet, die Muster- und
Förderrichtlinien für Seniorenvertretungen erarbeitet haben.
Im März 2009 wurde eine landkreisweite Bürgerbefragung durchgeführt. Mit
einer Rücklaufquote von 47 % bei landkreisweit 2.500 angeschriebenen
Personen kann man zufrieden sein. Für die Zukunft wurde für Bürgstadt
auf dem Stand 2008 die Bevölkerungsentwicklung so gesehen, dass bei
sinkender Einwohnerzahl von 4.256 auf eine prognostizierte Zahl im Jahr
2028 von 3.874 der Anteil der 60- bis 79-Jährigen im gleichen Zeitraum
von 884 auf 1.180 und die Altersklasse ab 80 Jahren von 197 auf 306
Personen steigt.
Umso wichtiger ist es, Konzepte und Maßnahmen auszuarbeiten, die diesen
demographischen Wandel auch in Zukunft berücksichtigen.
Das Seniorenpolitische Gesamtkonzept stellt auf dieser Grundlage 41
Maßnahmenempfehlungen dar, die selbstverständlich bedarfsabhängig nicht
alle zwingend in Bürgstadt umgesetzt werden müssen.
Herausgenommen ist das Handlungsfeld Hospiz und Palliativversorgung, da
dieser Bereich auf Landkreisebene abgehandelt wird.
Ein großes Stichwort für Gemeinden wird der Bereich Barrierefreiheit
sein. Hierzu gilt es, sowohl im öffentlichen Leben als auch im privaten
Umfeld Ideen auszuarbeiten, um „ein Wohnen zuhause“ lange zu
ermöglichen.
Ein weiterer Kernpunkt ist die integrierte Orts- und
Entwicklungsplanung. Inhalt hiervon ist unter anderem der Aufbau von
Fahrdiensten bzw. Koordinierungsstellen zur Aufrechterhaltung der
Mobilität der älteren Bürgerinnen und Bürger.
Zusätzliche Maßnahmen könnten im Bereich der gesellschaftlichen Teilhabe
bestehen. Hierzu gehören die Unterstützung und der Aufbau von
bestehenden Angeboten zur Nutzung von neuen Medien. Hier kann sich Frau
Schillikowski vorstellen, dass das Weinkulturhaus ein geeigneter Ort zum
Ausgestalten von generationsübergreifenden Projekten sein kann.
Eine weitere Säule des Gesamtkonzepts besteht beim bürgerschaftlichen
Engagement von und für Senioren, wobei hier durchaus auch die Hilfe der
jüngeren Generation angeboten werden soll.
Präventive Angebote zur Gesundheitsvorsorge sollten ebenfalls
Bestandteil einer seniorengerechten Politik sein.
Wichtig ist auch, im Pflegefall die entsprechenden Angehörigen zu
unterstützen. Hier könnte eine Fachstelle für pflegende Angehörige
geschaffen oder auch stundenmäßige Betreuungsmöglichkeiten von
Pflegebedürftigen angeboten werden.
Eine Kooperation zwischen den Stellen ist unbedingt nötig. Gut wäre ein
zentraler Ansprechpartner für Ratsuchende auf Ebene der Gemeinden.
Zur weiteren Vorgehensweise stellte Frau Schillikowski dar, dass zuerst
eine Ist-Analyse vor Ort zu erstellen wäre. Hieraus würde sich dann
zielgerichtet ein auf die Gemeinde zugeschnittener Maßnahmenkatalog
erarbeiten lassen.
Bgm. Stolz stellte die Frage in den Raum, ob es sinnvoll ist, den
Bereich „Betreutes Wohnen“ zum derzeitigen Zeitpunkt aus dem
Seniorenpolitischen Gesamtkonzept herauszulösen oder ob nicht vielmehr
zuvor Ergebnisse möglicher Workshops abgewartet werden sollen.
Nach einer regen Diskussion kamen zwei Anträge zur Abstimmung.
Der Antrag der UWG-Fraktion auf Ermittlung der Kosten für die
Durchführung einer Analyse zur Erstellung einer Standort- und
Bedarfsanalyse für Seniorengerechtes Wohnen durch ein externes Fachbüro
wurde abgelehnt, wobei der Durchführung einer Seniorenpolitischen
Bedarfsabfrage durch die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem
Landratsamt Miltenberg fast einstimmig zugestimmt wurde.
Hierzu wird ein Fragebogen erarbeitet, der neben der Ermittlung des
Bedarfs nach Betreuten Wohnformen möglichst viele weitere Fassetten der
Seniorenarbeit in Bürgstadt beinhalten soll.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde noch einigen unproblematischen
privaten Bauanträgen zugestimmt, sowie eine kleine Änderung des
Bebauungsplanes „Hettersau“ beschlossen.
Zudem erfolgte die Vergabe der Sanitärarbeiten für die Kinderkrippe
an die Firma H & B, Bürgstadt zu einem Bruttoangebotspreis von 43.118,70
EUR.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 11.01.2011
Bei der 1. Sitzung im
Jahr 2011 gab Bürgermeister Stolz den Jahresbericht 2010 über die
Tätigkeit der Stiftung Altenhilfe im Landkreis Miltenberg bekannt.
Dort wurde informiert, dass von 1993 bis 2010 für stationäre und
teilstationäre Einrichtungen bereits 1.606.656,04 € und von 1997 bis
2010 für ambulante Einrichtungen 200.831,00 € ausgeschüttet wurden.
Auch für 2011 wurden wieder Zuwendungen in Höhe von 160.000,00 €
festgelegt.
Bereits in der Gemeinderatssitzung am 07.09.2010 wurde darüber
informiert, dass für das Jahr 2010 keine Aufnahme in das Bayerische
Städtebauförderprogramm mit dem Kommunalen Förderprogramm
erfolgte. Seither wurde von der Erteilung von Bewilligungsbescheiden an
Bauwerber abgesehen. Bereits damals vom Markt Bürgstadt bewilligte
Maßnahmen wurden aber bisher bezuschusst.
Die Regierung teilte jetzt mit, dass jetzt für 2011 wieder eine Aufnahme
in das Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung für das Kommunale
Programm möglich ist und der Markt Bürgstadt sowohl für das Jahr 2010
als auch für das Jahr 2011 hiervon profitieren könnte.
Insgesamt können jetzt Maßnahmen in Höhe von 96.300 € gefördert werden.
Bei einer Förderquote von 60 % bedeutet dies, dass Zuschüsse in Höhe von
57.600 € vom Markt Bürgstadt abgerufen werden können.
Die gemeindlichen Bodenrichtwerte für Bürgstadt wurden beraten
und werden im Amtsblatt bekannt gemacht.
Dem Antrag der CSU-Fraktion auf Errichtung eines
Wohnmobilstellplatzes im Bereich des Festplatzes wurde zugestimmt.
Es sollen 12 versorgte Stellplätze entstehen.
Die Kosten hierfür werden sich auf ca. 25.000 EUR und sollen im Haushalt
2011 berücksichtigt werden.
Hauptberatungspunkt der Gemeinderatssitzung war die Überarbeitung
bzw. Neuausweisung von Gewerbeflächen. Für verschiedene
vorgeschlagene Flächen lag hierzu die Stellungnahme des Landratsamtes
zur Beratung vor.
Die Verwaltung hat folgende Gebiete auf eine mögliche Ausweisung von
Gewerbegebieten überprüfen lassen:
Gebiet 1: Landwirtschaftliche Fläche im Geltungsbereich des
Bebauungsplanes „Industriegebiet Bürgstadt Nord“
Gebiet 2: Fläche zwischen dem Radweg nach Freudenberg und der
Umgehungsstraße St 2310
Gebiet 3: Fläche oberhalb des Mischgebietes „Sauäcker“ bzw. nördlich des
Bebauungsplanes „Krieggärten“
Gebiet 4: Fläche Richtung Eichenbühl zwischen der St 507 und dem
Aussiedlerhof Neuberger.
Nach sachlicher Diskussion, bei der insbesondere der anstehende Bedarf
nach Flächen zur gewerblichen Nutzung herausgestellt wurde, wurde
entschieden, dass für die Gebiete 1-3 ein Immissionsschutzgutachten
beauftragt wird. Hierin ist auch auf die gegenseitigen Auswirkungen der
zu untersuchenden Gebiete einzugehen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 07.12.2010
Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung hatte sich der Gemeinderat
mit einigen privaten Bauanträgen zu befassen, denen allesamt zugestimmt
wurde. Erfreulich war, dass auch einem gewerblichen Bauantrag zugestimmt
werden konnte, der die Umnutzung einer bestehenden Lagerhalle in eine
Produktionshalle und den Neubau einer Lagerhalle in der Industriestraße
vorsieht.
Zugestimmt wurde auch dem neuen Konzept der Sparkasse auf Neugestaltung
der Werbeanlage.
Die Elektroarbeiten für den Neubau der Kinderkrippe wurde an die Firma
FZ Elektrotechnik, Großheubach zu einem Bruttopreis von 36.978,94 EUR
vergeben.
Einem Antrag des Heimat- und Geschichtsvereins auf Umgestaltung des
Museumseingangs wurde ebenfalls zugestimmt. Hier soll eine
Informationstafel, eine Prospektauslagewand, eine Heizkörperverkleidung,
ein Schaukasten, Garderobenbretter und eine Ganzglastüre beschafftwerden.
Der Auftrag geht an die Fa. Udo Herrmann, Bürgstadt zu einem Bruttopreis
von 3.860,36 EUR.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 09.11.2010
Zu Beginn der Sitzung stimmte der
Gemeinderat einem privaten Bauantrag zu, nachdem zwei weitere
kurzfristig von der Tagesordnung genommen wurden.
Weiterhin behandelte der Gemeinderat ein Schreiben der CSU-Fraktion, die
die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes im Hinblick auf
mögliche Flächenausweisungen für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben
beantragt. Der Antrag findet seine Begründung darin, dass derzeit
bauwillige Gewerbetreibende nur schwer geeigneten Baugrund in Bürgstadt
finden können und sich deshalb mit Abwanderungsgedanken tragen.
Auch wenn die Gemeinde nicht im Besitz ausreichend eigener großer
Flächen für die Ausweisung neuer Gewerbe-, Industrie- und Wohnbauflächen
ist, sollte geprüft werden, ob die Bauleitplanung künftigen
Erfordernissen anzupassen ist.
Der Gemeinderat stimmte zu entsprechende Untersuchungen zu starten,
indem die Verwaltung
beauftragt wird, hierüber zuerst Vorgespräche mit dem Landratsamt und
entsprechenden Fachbehörden zu führen.
Im Anschluss könnte ein Ingenieurbüro mit konkreten Planungen beauftragt
werden.
Nachdem sich der Gemeinderat bereits in der letzten Sitzung mit dem
Heizungs- und Lüftungssystem in der Kinderkrippe beschäftigt hat,
stand diese Thematik jetzt zur Entscheidung an. Nach Abwägung aller Vor-
und Nachteile bei der Art der möglichen Heizsysteme entschied man sich
für den Einsatz der Grundwasser-Wärmepumpe. Als Lüftungsanlage für die
Krippe wählte man eine Bedarfsgeführte Lüftung.
Als weiteren Punkt stand ein Schreiben zum Hochwasserschutz des
Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg zur Entscheidung, in dem mitgeteilt
wurde, dass das Industriegebiet-Nord und die Ortsmitte bei einem
hundertjährlichen Hochwasser von Überschwemmungen betroffen wäre, was
sich auch aus der Festsetzung der Überschwemmungsgebiete ergibt.
Grundsätzlich wäre der Freistaat Bayern nach dem Bayerischen
Wassergesetz zum Hochwasserschutz verpflichtet, sofern es das Wohl der
Allgemeinheit erfordert und die Finanzierung gesichert ist, wobei der
Vorteilszieher im Regelfall mit 50 % der Kosten an der Maßnahme
beteiligt wird.
In den letzten Jahren wurden durch das Wasserwirtschaftsamt bayernweit
Hochwasserstudien gemacht und daraus Prioritätsstufen erstellt.
Bürgstadt liegt hierbei mit beiden gefährdeten Bereichen in
Prioritätsstufe 4, was bedeutet, dass eine Umsetzung der
Hochwasserschutzmaßnahmen seitens des Freistaates Bayern in den nächsten
10 Jahren nicht möglich ist.
Die vom Wasserwirtschaftsamt grob ermittelten Kosten für den
Hochwasserschutz belaufen sich für das Industriegebiet-Nord auf 1,3 Mio.
€ und für die Ortsmitte auf 7,55 Mio. €, wobei hiervon ca. 50 % vom
Markt Bürgstadt zu übernehmen wäre.
Der Gemeinderat beschloss, dass seitens des Marktes Bürgstadt in
absehbarer Zeit kein konkretes Interesse an der Umsetzung einer
Hochwasserschutzmaßnahme besteht. Zu gegebener Zeit würde man sich mit
dem Wasserwirtschaftsamt in Verbindung setzen.
Aufgrund der näher rückenden Weihnachtszeit diskutierte der Gemeinderat
die Standorte der Weihnachtsbäume. Grund war zum einen die
Kostenseite und zum anderen der bestehende Baummangel aus privaten
Gärten. Der Gemeinderat entschied die 5 Standorte je nach Baumangebot
grundsätzlich zu belassen.
In einem letzten Tagesordnungspunkt wurden die Sitzungstermine
für 2011 abgestimmt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 19.10.2010
Hauptberatungspunkt der öffentlichen Sitzung
war die Vorstellung des Heizungs- und Lüftungskonzeptes für die
Kinderkrippe durch Herrn Walter Sattes vom gleichnamigen
beauftragten Fachbüro aus Seinsheim, der sich Gedanken über alternative
Heizmöglichkeiten gegenüber herkömmlicher Energiequellen gemacht hat.
Zudem war er beauftragt, sich über einen möglichen späteren Anschluss
des alten Kindergartengebäudes an die neue Heizanlage Gedanken zu
machen.
Insbesondere beleuchtete er für die Kinderkrippe Bürgstadt den Einbau
einer Grundwasser-Wärmepumpe. Hier wird eine Bohrung von ca. 10 m Tiefe
sowohl für den Saug- als auch für den Schluckbrunnen notwendig sein. Bei
der Berechnung ist er von einer Leistungszahl von 4 COP ausgegangen,
wobei wohl auch eine Leistungszahl von 5 bis 6 COP möglich ist.
Die endgültige Materialentscheidung für die Wärmepumpe kann erst nach
einer Probebohrung und der folgenden Wasseranalyse getroffen werden.
Im Folgenden stellte Herr Sattes eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor,
bei der er vier verschiedene alternative Energiequellen berechnete.
Ergebnis hiervon war, dass zwar die Gas-Brennwerttechnik bei den
Investitionskosten die günstigste Variante vor der
Grundwasser-Wärmepumpe gefolgt von der Pellets-Heizung und der
Luft-Wärmepumpe ist, aber bei einer Berechnung unter Berücksichtigung
der Preise für die eingespeiste Energie sich eine andere Reihenfolge
ergibt.
Hier stellt sich heraus, dass auf 20 Jahre gerechnet die
Gas-Brennwertheizung Kosten von ca. 105.000 €, die Pellet-Heizung von
ca. 99.000 € und die Luft-Wärmepumpe von ca. 95.000 € verursacht. Die
Grundwasser-Wärmepumpe ist bei ca. 86.000 € die wirtschaftlichste
Variante.
Herr Sattes fasste zusammen, dass für die Heiztechnik in der
Kinderkrippe seiner Meinung nach die Grundwasser-Wärmepumpe die beste
Form der Energiegewinnung ist, zumal in diesem Bereich ein günstiger
Grundwasserspiegel gegeben ist. Ein Anschluss an den bestehenden
Heizkreislauf des Kindergartens ist derzeit noch nicht angebracht, da
hierfür die dort bestehende Heizanlage noch zu neu ist und auch einiges
an Umbaumaßnahmen nötig machen würde.
Im Folgenden stellte Herr Sattes das angedachte Lüftungssystem
vor. Hierbei handelt es sich um eine „Bedarfsgeführte Abluftanlage“ ohne
direktes Wärme-Rückgewinnungssystem. Sie funktioniert sensorgesteuert je
nach Kohlendioxidgehalt und Luftfeuchtigkeit. Je nach Bedarf arbeitet
die Anlage dann im Zu- oder Abluftsystem. Die Zuluft soll über
Lüftungselemente durch eine Aufdoppelung über den Fensterrahmen geführt
werden.
Im gesamten Krippenbereich werden zusätzlich noch sichtbare
Lüftungsrohre mit ca. 25 cm Durchmesser im Deckenbereich angebracht.
Diese könnten nach Wunsch verkleidet werden, was wieder eine Kostenfrage
ist. Die Lüftungsanlage funktioniert so wirtschaftlich, als wenn man
eine Wärme-Rückgewinnungsanlage mit einem 80 %igen Wirkungsgrad einbauen
würde. Mehrkosten im Energiebedarf gegenüber dieser Anlage errechnete
Herr Sattes mit 150 bis 200 € im Jahr, wobei die Investitionskosten der
„bedarfsgeführten Abluftanlage“ bei ca. 50 % liegen.. Durch die
vorgeschlagene Lüftungsanlage wird in jedem Raum die Luft alle 2 Stunden
komplett ausgetauscht.
Ein endgültige Entscheidung zum Einsatz der Heiz- und Lüftungstechnik
wird erst in der nächsten Gemeinderatssitzung gefällt.
Im einem weiteren Beratungspunkt stand die erneute Beratung zur
Beteiligung des Marktes Bürgstadt an einer landkreisweiten
Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung an.
Mit knapper Mehrheit wurde entschieden dieser jetzt doch beizutreten,
nachdem außer über die Kreisumlage jetzt doch keine Kosten auf die
Gemeinde zukommen, auch wenn der Markt Bürgstadt in dieser Hinsicht
seine Hausaufgaben bereits allesamt erledigt hat.
Zu einem Bruttoangebotspreis von 60.579,51 EUR stimmte der Gemeinderat
nachträglich der Vergabe der Straßensanierungsmaßnahme im
Höhenbahnweg an die Firma MK Grümbel, Gössenheim zu. Mit den
Arbeiten wird allerdings erst im Frühjahr 2011 begonnen werden.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 21.09.2010
Der
Gemeinderat lehnte ein Baugesuch ab, mit dem beabsichtigt wurde
in die 2. Reihe hinter der Gartenstraße ein Wohnhaus zu errichten.
Dem Bauantrag der Firma Lidl Dienstleistungs GmbH & Co.KG auf
Errichtung eines Anbaus für eine Backvorbereitung wurde zugestimmt.
Als weiteren Tagesordnungspunkt behandelte der Gemeinderat die
Vergabe der Rohbauarbeiten für den Neubau der Kinderkrippe.
-
Die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten
wurden an die Firma Bemo, Neunkirchen zu einem Bruttoangebotspreis von
110.018,95 €,
-
die Gerüstarbeiten an die Firma Gerlach,
Mespelbrunn zu einem Bruttopreis von 4.692,17 €,
-
die Zimmererarbeiten an die Firma
Wertheim Holzbau, Dörlesberg zu einem Bruttopreis von 31.343,83 € und
-
die Dachabdichtungs-, Begrünungs- und
Spenglerarbeiten an die Firma Peter Ott, Miltenberg zu einem Bruttopreis
von 67.917,50 € vergeben.
Weiterhin wurde einem Antrag der CSU-Fraktion und einem Antrag
des CSU-Ortsverbandes zugestimmt.
Der Antrag der CSU-Fraktion hatte zum Inhalt, dass die Verwaltung die
Untersuchung eines wirtschaftlichen Betriebes einer
Holzhackschnitzelheizung in der Volksschule in die Wege leiten und
entsprechende Entscheidungsgrundlagen erarbeiten soll.
Der Antrag des CSU-Verbandes ging um die Wegbefestigung des
Kirchenzuganges im Friedhof, um älteren Bürgerinnen und Bürgern
einen einfacheren ebenerdigen Zugang zur Kirche zu ermöglichen. Mit
diesen Arbeiten wurde die Firma Haarmann, Großheubach zu einem
Bruttoangebotspreis von 4.192,73 € beauftragt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 07.09.2010
Der
Gemeinderat stimmte verschiedenen privaten Bauanträgen zu.
Im Ortsbereich sind verschiedene
Gehwegsanierungsmaßnahmen
nötig. Hierfür wurde die mit Abstand günstigste Firma Haarmann,
Großheubach mit brutto 10.388,70 EUR beauftragt.
Die Außenfassade des Historischen Rathauses muss saniert werden.
Der Sanierung des Sockels bis auf ca. 2 m über Erdgleiche wurde
zugestimmt.
Der Auftrag wird an die Firma Christopher Betzwieser, Bürgstadt zu einem
Bruttopreis von 7.622,72 € vergeben.
Weiterhin beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Meldung der
Jahresanträge für die Städtebauförderprogramme 2011 an die Regierung
von Unterfranken.
Es wurde entschieden, dass das Kommunale Förderprogramm, die
Bauberatungen und die Bezuschussung von größeren Einzelmaßnahmen für den
Jahresantrag 2011 in Höhe von insgesamt 374.000 € für die Jahre
2011-2013 gemeldet werden.
Der Markt Bürgstadt beantragt zudem die Aufnahme in das Bayerische
Förderprogramm, da insbesondere das Kommunale Förderprogramm sehr
gut in Anspruch genommen wird und durch die privaten Maßnahmen die Ziele
der Städtebauförderung in besonderem Maße erreicht werden.
Bis zur endgültigen Entscheidung der Regierung im Februar/März 2011 zur
Aufnahme des Marktes Bürgstadt in das Bayer. Städtebauförderungsprogramm
2011 wird von der Erteilung von Bewilligungsbescheiden an Bauwerber
abgesehen.
Für das EFRE-Programm wird im Jahresantrag 2011 das
Wegeleitsystem mit 50.000 € im Jahr 2011 und 120.000 € für das Jahr 2012
gemeldet.
Der Planungswettbewerb für das Mainvorland wird im Jahresantrag 2011
nicht gemeldet.
Bgm. Stolz informierte, dass sich der Markt Bürgstadt gemäß Vereinbarung
mit Kosten von 2.401 € an der Stadtbusabrechnung 2009 beteiligen
muss.
In einem weiteren Beratungspunkt ging es um die Beteiligung des Marktes
Bürgstadt am Leaderprojekt „Lebensader Main“.
Diskutiert wurden insbesondere die infrastrukturellen Folgekosten, die
bei diesem Projekt auf den Markt Bürgstadt zukommen könnten. Aus diesem
Grund stimmte der Gemeinderat einer Beteiligung am Gesamtprojekt
„Lebensader Main“ zwar grundsätzlich zu, indem die Gemeinde für die
Erstellung des Nutzungs- und Entwicklungskonzeptes alle notwendigen
Unterlagen zur Verfügung stellt, einen Eigenanteil von 400 € für das
Nutzungs- und Entwicklungskonzept leistet und die Haushaltsmittel für
die Orts- und Informationsbeschilderung zur Verfügung stellt.
Eine Verpflichtung zur Umsetzung der vorgeschlagenen
Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel wird
jedoch derzeit seitens des Marktes Bürgstadt nicht eingegangen.
Abschließend informierte Bgm. Stolz darüber, dass die hupenden Züge der
Westfrankenbahn in der Bevölkerung teilweise auf Unverständnis
stoßen.
Begründet wird dies von der West-Frankenbahn damit, dass seit geraumer
Zeit die Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h (bisher 80
km/h) fahren dürfen. Allerdings hat dies zur Konsequenz, dass an
unbeschrankten Bahnübergängen rechtzeitig ein Hubsignal abgesetzt werden
muss.
Der Markt Bürgstadt wird ein entsprechendes Schreiben an die
West-Frankenbahn mit der Bitte richten, hier eine andere Lösung zu
finden.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 27.07.2010
Der
Gemeinderat stimmte verschiedenen privaten Bauanträgen zu.
Für Straßenunterhaltungsmaßnahmen sind im Haushalt 2010 20.000
Euro veranschlagt. Da aber der strenge Winter 2009/2010 an den
Ortsstraßen in Bürgstadt seine Spuren hinterlassen hat, besteht ein
gewisser Sanierungsbedarf.
So ist vorgesehen, als erste notwendige Maßnahme den Höhenbahnweg
- von der Einmündung Höckerlein bis zur Kreuzung Mozartstraße /
Höhenbahnweg - zu sanieren und mit einer neuen Asphaltdecke zu sehen.
Die Kosten belaufen sich auf ca. 60.000 Euro.
Weiter sollen im Bereich „Krieggärten“ punktuelle Ausbesserungen
im Gehsteigbereich vorgenommen werden. Kosten ca. 16.500 €.
Die Deckung der Kosten sollen durch eine Umschichtung von Mitteln aus
den Kanalunterhaltungsmaßnahmen erfolgen.
Mit dieser Vorgehensweise bestand seitens des Gemeinderates
Einverständnis.
Für die Anlieger entstehen dadurch keine Kosten.
Der Gemeinderat stimmte einer Zweckvereinbarung zur Überwachung des
ruhenden Verkehrs mit folgenden Maßgaben zu:
1.
Die Zweckvereinbarung tritt zum 15. 09.2010
in Kraft.
2.
Der Umfang der Kontroll- und
Überwachungstätigkeit/Außendienst beträgt 30 Stunden je Monat.
3.
Die Überwachung des ruhenden Verkehrs findet
im Gesamtort statt.
Das Landratsamt beabsichtigt unter der Federführung des Landkreises,
eine neutrale Machbarkeitsstudie über die Möglichkeiten eines
gemeindeübergreifenden Breitbandausbaus in Auftrag zu geben.
Nachdem die Technik, die in Bürgstadt eingebaut wurde, bereits
VDSL-fähig ist und seitens der Telekom nur noch eine Softwareänderung
vorgenommen werden muss, um auch die geplanten 50 Mbit/s
Übertragungsgeschwindigkeit zu erreichen, beschloss der Gemeinderat,
sich nicht an der Machbarkeitsstudie zu beteiligen.
2. Bgm. Lausberger informierte über ein Schreiben eines Bürgers, dass im
Bereich der St.-Urbanus-Straße zurzeit systematisch reifes Beerenobst
und Sauerkirschen im Sinne der Vollernte unerlaubt entwendet wird. Der
Diebstahl ist auch polizeilich schon angezeigt. Hier geht es
weniger um den Wert des frischen Obstes aus eigenem Garten, als vielmehr
um die Sorge, dass die dreisten Diebe nicht vor den Nebengebäuden und
Hauseinrichtungen Halt machen und auch hier Schaden einrichten. Er bat
darum, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die Augen offen zu
halten.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 29.06.2010
Einziger
Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung war die Entscheidung über
die Einführung der örtlichen Verkehrsüberwachung.
Bgm. Stolz betonte, dass die Aufnahme in die Städtebauförderung das Ziel
hatte, den Ort verkehrsberuhigter zu gestalten und dem Fußgänger mehr
Bewegungsraum zu geben. Es wurde betont, dass bewusst so geplant wurde
und ein Begegnungsverkehr möglich ist, wenn die entsprechenden Lücken
nicht zugeparkt werden.
In der Zwischenzeit wurde festgestellt, dass sich viele
Verkehrsteilnehmer nicht an die geltenden Vorschriften halten und so den
Durchgangs- und Fußgängerverkehr sehr stark behindern.
In der Bevölkerung gibt es viele Stimmen FÜR und WIDER eine
Verkehrsüberwachung.
Einige Gemeinderäte sprachen sich gegen eine Überwachung des Verkehrs
aus, weil sich die Lage nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder
normalisiert habe und da die Kosten nicht im Verhältnis zum
beabsichtigten Erfolg stehen.
Die Befürworter waren der Meinung, dass sich das Falschparken ohne
Überwachung nicht bessert und dass an bestimmten neuralgischen Punkten
daher oft das Chaos herrscht. Mancher Verkehrsteilnehmer nimmt bewusst
in Kauf, dass er sich verkehrswidrig verhält.
Nach einer sehr sachlich geführten Diskussion quer durch alle Fraktionen
wurde beschlossen, die Verkehrsüberwachung des ruhenden Verkehrs
zunächst für ein Jahr einzuführen und die Durchführung an den
Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung im Landkreis Miltenberg,
Obernburg zu vergeben. Der fließende Verkehr wird nicht überwacht.
Die von dort eingesetzten Kräfte werden angehalten, nicht sofort
Bußgelder zu verhängen, sondern erst belehrend auf die „Parksünder“
einzuwirken.
Der genaue Termin der Einführung der Verkehrsüberwachung wird
rechtzeitig bekannt gegeben.
Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 15.06.2010
Der
Gemeinderat stimmte folgenden Bauanträgen zu:
·
Bauantrag Fischer Josef und Irmtraud,
Sulzbach für Dachstuhlerneuerung und Dachgeschossausbau, Am Bischof 13
·
Bauantrag Hoch GmbH Oblatenfabrik für
Errichtung eines Mehlsilos, Friedenstraße 24
·
Bauantrag Stich Gerhard, Bürgstadt für
den Dachgeschossausbau und Aufbau von Dachgaupen, Freudenberger Str. 73
·
Bauantrag Leeger Grundbesitz GmbH &
Co.KG, Bürgstadt für die Erweiterung des Zentrallagers für die
Mainmetall GmbH, Unterer Steffleinsgraben
Weiterhin wurde der Fortschreibung des Regionalplanes im Kapitel
Wasserwirtschaft der Region Bayerischer Untermain zugestimmt, zumal sich
hier keine Änderungen für den Markt Bürgstadt ergeben.
Hauptberatungspunkt der öffentlichen Sitzung war der Antrag der Computer
Profi Dölger GmbH, Bürgstadt auf Änderungen im Gewerbegebiet-Süd.
Zur Belebung schlug Herr Dölger vor, einen Kreisel an der Ausfahrt zu
errichten, dem Gewerbegebiet einen Namen für gemeinsame Werbeauftritte
zu ermöglichen und die restlichen freien Flächen mit Märkten zu
besetzen.
Bgm. Stolz
beurteilte die Vorschläge von Herrn Dölger so, dass in einem
Einzelhandelsgutachten ein Sortimentsausschluss im Gewerbegebiet
festgelegt werden sollte. Zudem wird über das
Städtebauförderungsprogramm die Stärkung des Innenortes angestrebt, so
dass die restlichen freien Flächen nicht mit jedem Sortiment versehen
werden sollen.
Der Marketingname für einen gemeinsamen Werbeauftritt sollte seiner
Ansicht nach zuerst unter den betroffenen Gewerbetreibenden selbst
besprochen werden.
Zur Kreisellösung erläuterte Bgm. Stolz, dass diese nur in
Zusammenarbeit mit der Stadt Miltenberg realisierbar ist. Hier steht
zwar nach Rücksprache mit der Stadt der Ausbau der Bürgstadter Straße
an, wird jedoch frühestens in 3-4 Jahren von Miltenberg umgesetzt. Es
besteht die theoretische Möglichkeit, dass der Markt Bürgstadt den
Kreiselbau vorfinanziert, was jedoch aufgrund der Kosten in Höhe von
300.00 € – 400.000 € derzeit haushaltstechnisch nicht denkbar ist.
GR Reinmuth sah im Interessenkonflikt mit den innenstadtrelevanten
Produkten keinen Grund auf jegliche Förderung seitens des Marktes
Bürgstadt im Gewerbegebiet zu verzichten. Möglicherweise lässt sich eine
Kompromisslösung mit Produktgruppen finden, die im Innerortsbereich
weder bestehen, noch bestehen wird. Als weitere Zielgruppe zum Ansiedeln
im Gewerbegebiet sieht er Handwerksbetriebe.
Auch die Kreisellösung sollte nicht aus den Augen gelassen werden, da
die derzeitige Verkehrssituation bei der Ausfahrt aus dem Stadtweg
ungünstig ist. Hier sollte mehr Wert auf Verkehrssicherheit gelegt
werden.
Bgm. Stolz erläuterte, dass für Handwerksbetriebe aufgrund der extrem
hohen Grundstückspreise im Gewerbegebiet eine Ansiedlung schwierig wird.
Auch er war der Ansicht, dass die Ausfahrtsituation alles andere als
optimal ist und dieser Zustand evtl. geändert werden muss. Allerdings
ist dies derzeit aufgrund der schlechten Finanzlage nicht möglich.
Frau GR Hörnig bat darum, zumindest kurzfristig zu prüfen, ob eine
Entschärfung der Rinne Verbesserung bringt, da diese doch sehr tief ist.
2. Bgm. Lausberger lobte, dass sich der Gewerbetreibende Dölger
überhaupt Gedanken über den Fortgang des Gewerbegebietes macht. Auch er
war der Meinung, dass man die Kreisellösung weiterhin im Auge behalten
soll. Zur Thematik der Namensgebung sah er als wichtig an, dass die
Qualität des Standorts stimmt und weniger ein gemeinsamer Werbeauftritt
der Gewerbetreibenden. Auch wenn er keine Notwendigkeit für einen
gemeinsamen Namen sieht, sollte der Markt Bürgstadt jedoch den Ideen aus
dem Kreis der Gewerbetreibenden offen gegenüber stehen.
Abschließend informierte Bgm. Stolz darüber, dass sich bei der
Abrechnung für 2009 des Abwasserzweckverbandes beim Markt Bürgstadt eine
Überzahlung in Höhe von 24.490,03 EUR ergab. Dieser Überschuß wurde als
Sondertilgung für den Maintalsammler umgebucht.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 18.05.2010
Der
Gemeinderat stimmte folgenden Bauanträgen zu:
·
Bauantrag Berberich Elisabeth und Georg,
Bürgstadt für den Abbruch von Nebengebäuden und Neubau eines Carports,
St.-Urbanus-Straße
·
Bauantrag Hefner Jürgen, Bürgstadt für
die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem bestehenden
Betriebsgebäude, Eichenbühler Straße
·
Bauantrag Hofmann Erhard, Bürgstadt für
die Nutzungsänderung einer bestehenden Lagerhalle von gewerblicher in
landwirtschaftliche Nutzung
·
Bauantrag Wilfling Elke und Hermann,
Amorbach für einen Wohnhausum- und –anbau, Am Lindenbaum 1
Durch die Aufstellung von entsprechenden Schildern soll in Bürgstadt auf
das UNESCO-Welterbe „Limes“ und auf das Kastell Miltenberg Ost /
Bürgstadt hingewiesen werden.
Mit der Stadt Miltenberg und der Stadt Amorbach soll ein
gemeinschaftlicher Zuwendungsantrag gestellt werden. Die Gesamtkosten in
Bürgstadt liegen bei 4.500 €. Es wird ein Zuschuss von 3.000 €
beantragt, sodass für Bürgstadt 1.500 € selbst zu finanzieren sind.
Der Gemeinderat stimmte dieser Vorgehensweise zu.
Mit Rücksicht auf den örtlichen Einzelhandel und die städtebauliche
Entwicklung in Bürgstadt erteilte der Gemeinderat auf Bitte des
Handelsverbandes Bayern, Würzburg, Erweiterungsabsichten des FOC
Wertheim eine Absage.
Das Landratsamt Miltenberg hat den Haushalt 2010 des Marktes
Bürgstadt und die Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 713.000,- €
für den Neubau der Kinderkrippe genehmigt, gleichzeitig aber auf die
schlechte Ausgangsposition für das Finanzplanungsjahr 2011 hingewiesen.
Um die dauernde Leistungsfähigkeit sicherzustellen, ist es erforderlich,
dass der Markt Bürgstadt die vorhandenen Möglichkeiten bei der
Ausgabenreduzierung und der Einnahmenerhöhung prüft und die
erforderlichen Maßnahmen beschließt.
Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Kenntnis und war damit
einverstanden, dass erst im Rahmen der Haushaltsberatung 2011 über
notwendige Maßnahmen beraten wird.
Der Gemeinderat nahm den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2009,
bei dem die größten Abweichungen vom Haushaltsansatz zum Ist erklärt
wurden, zur Kenntnis.
Die Jahresrechnung ist ausgeglichen. Dabei ist berücksichtigt, dass sich
ein Überschuss von 24.660,47 € ergab, der in das Jahr 2010 als Rücklage
übertragen wurde.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 04.05.2010
Zugestimmt
wurde folgenden Bauanträgen:
·
Abbruch des Wohnhauses mit
Nebengebäude, Martinsgasse durch die Eheleute Lioba und Franz Josef
Dassing
·
Antrag der Eheleute Lioba und
Franz-Josef Dassing, Bürgstadt auf Umnutzung einer ehemaligen
Schreinerei in eine Häckerwirtschaft mit Wohnung im Ober- und
Dachgeschoss
·
Bauantrag des Marktes
Bürgstadt für den Neubau einer 2-gruppigen Kinderkrippe, Weidengasse 21
Der Gemeinderat nahm Kenntnis von der Abrechnung der Volkshochschule
Miltenberg für das Jahr 2009.
Danach muss der Markt Bürgstadt bei 349 Teilnehmern aus Bürgstadt einen
Betrag von 3.255,89 € zahlen.
Zugestimmt wurde auch dem Haushaltsentwurf 2010 für den
Abwasserzweckverband Main-Mud. Dieser schließt ab mit 2.302.400 €
und liegt mit rund 135.000 € unter dem Haushaltsansatz des Vorjahres.
Aufgrund der Investitionen der Vorjahre kann eine Reduzierung bei den
Betriebskosten der Kläranlage verzeichnet werden.
Im Haushalt 2010 des Marktes Bürgstadt sind für die Einführung eines
Wegeleitsystems 100.000 € veranschlagt. Dafür sind Zuschüsse von
60.000 € aus dem EFRE-Programm geplant.
Für den Gemeinderat stellt sich die Frage, ob ein neues Wegeleitsystem
aufgebaut, oder das bestehende ergänzt bzw. erweitert werden soll.
Deshalb soll zunächst in einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung
beraten werden, ob das bestehende System ausgebaut oder ein neues, der
Ortskerngestaltung angepasstes System angegangen werden soll.
Des Weiteren stimmte der Gemeinderat dem öffentlich-rechtlichen
Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Miltenberg, dem Markt Bürgstadt
und den Gemeinden Collenberg, Eichenbühl und Neunkirchen sowie dem
Schulverband Faulbach zur Einführung eines Mittelschulverbundes
zu.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 13.04.2010
Der Gemeinderat stimmt dem Antrag von
Johannes Balles, Bürgstadt auf Umnutzung von Wohnraum in Praxisräume
für Naturheilkunde, Hauptstraße 3 zu.
Der vorgelegte Haushalt 2010 wurde vom Gemeinderat einstimmig genehmigt.
Er schließt in den Einnahmen und Ausgaben wie folgt ab:
Verwaltungshaushalt 6.426.450 €
Vermögenshaushalt 1.714.400 €
Gesamt
8.140.850 €
Gegenüber dem Haushalt 2009 ist dies eine Minderung von 3.405.750 €,
gegenüber der Jahresrechnung sogar eine Minderung von 5.054.088 €.
Das zeigt, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise auch vor Bürgstadt
nicht halt gemacht hat und enorme Gewerbesteuereinbußen zu verzeichnen
sind. Deshalb kann auch nur eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum
Vermögenshaushalt von 4.000 € erfolgen. Dies entspricht nicht der
gesetzlich vorgegebenen Mindestzuführung in Höhe der Tilgungen mit
508.000 €. So musste die geplante Baumaßnahme Bauhof auf das Jahr 2012
verschoben werden. Allerdings muss auch kein Kredit aufgenommen werden,
so dass sich die Verschuldung von 4.679.000 € auf 4.171.000 € reduziert.
Im Vermögenshaushalt sind folgende Ausgaben angesetzt:
|
n
Rathaus – Ausbaubeiträge und Außenfassade |
10.000 |
|
n
Feuerwehrbeschaffungen |
11.000 |
|
n
Volksschule - Ausstattungen |
10.000 |
|
n
Flutlicht Sportgelände |
8.000 |
|
n
Städtebauförd. – Komm. Förderprogramm |
100.000 |
|
n
Beschaffung einer Kehrmaschine |
10.000 |
|
n
Ablösung bei BLE für Ortsdurchfahrt |
100.000 |
|
n
Wegeleitsystem im Ortsbereich |
100.000 |
|
n
Ausbaubeiträge für Josef-Ullrich-Straße |
45.000 |
|
n
Sanierung des Erfstegs |
5.000 |
|
n
Straßenbeleuchtung |
10.000 |
|
n
AZV -
Investitionskostenanteile |
10.0000 |
|
n
Ablösung bei BLE in der OD |
100.000 |
|
n
Ablösung bei BG für Oberer Steffleinsgraben |
100.000 |
|
n
Bürgerzentrum – Neues BHKW |
15.000 |
|
n
Restarbeiten Weinkulturhaus |
70.000 |
|
n
Bauhof
– Kanalverlegung |
50.000 |
|
n
Wegeausbau |
10.000 |
|
n
Fremdenverkehr – Bilderserie |
9.500 |
|
n
Parkbucht |
5.000 |
|
n
DSL |
322.000 |
|
n
Waldlehrpfad |
6.900 |
|
n
Wohnungssanierung Bildstock 1 |
20.000 |
|
n
Blitzschutzanlagen |
20.000 |
|
n
Grundstückskäufe |
59.000 |
|
n
Tilgungen |
508.000 |
Dem stehen folgende
Einnahmen gegenüber:
|
n
Zuschüsse für Beschaffungen der FFW |
6.500 |
|
n
Zuschuss zum komm. Förderprogramm |
90.000 |
|
n
Zuschuss für Einzelhandelskonzept |
12.800 |
|
n
Rückflüsse von GWF |
1.300 |
|
n
Ausbaubeiträge für OD |
465.000 |
|
n
Zuschuss für Wegeleitsystem |
60.000 |
|
n
Ausbaubeiträge Josef-Ullrich-Straße |
190.000 |
|
n
Restzuschuss für Josef-Ullrich-Straße mit Servicegebäude |
364.800 |
|
n
Kanalherstellungsbeiträge |
5.000 |
|
n
Kanalkostenbeitrag vom Staatl. Bauamt |
12.500 |
|
n
Zuschuss für BHKW – Bürgerzentrum |
7.000 |
|
n
Restzuschuss für Weinkulturhaus |
300.000 |
|
n
Zuschuss für DSL |
65.000 |
|
n
Hausverkauf |
100.000 |
|
n
Zuschuss für Waldlehrpfad |
2.800 |
|
n
Investitionspauschale |
27.700 |
|
n
Zuführung vom Verwaltungshaushalt |
4.000 |
Auch der
Haushaltssatzung, dem Stellenplan und der Finanzplanung wurde
zugestimmt.
Der Markt Bürgstadt beantragt auch in Absprache mit den Bürgermeister
und Schulleitern die Errichtung eines Verbundes für die Hauptschulen der
Stadt Miltenberg, des Marktes Bürgstadt und des Schulverbandes Faulbach.
Diese Hauptschulen sollen die Bezeichnung „Mittelschule“ erhalten.
Damit verbunden ist die Aufteilung der Volksschule Bürgstadt in eine
Grundschule Bürgstadt und eine Hauptschule Bürgstadt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 23.03.2010
Zugestimmt wurde folgenden Anträgen:
a)
Bauantrag
Mirko Schell, Bürgstadt für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses und
einer Garage, Am Landgraben 13
b)
Bauantrag
Wolfgang Breunig, Bürgstadt für den Anbau eines Ausstellungsraumes am
bestehenden Betriebsgebäude, Erfstraße 36
c)
Antrag Burkhard Hench für
Sanierungsmaßnahmen am Einzeldenkmal Hauptstraße 32
Der Gemeinderat stellte die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr
2008 entsprechend den vorgelegten Ergebnissen des
Rechnungsprüfungsausschusses fest. Überschreitungen der Haushaltsansätze
werden - soweit erforderlich - nachträglich genehmigt. Auch die
Entlastung wurde erteilt.
Dem Antrag der UWG-Fraktion auf Überprüfung der Möglichkeit einer
interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Miltenberg im Bereich der
Verkehrsüberwachung des ruhenden Verkehrs wurde ebenfalls
zugestimmt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 09.03.2010
Zum beantragten Neubau eines
Wintergartens durch Sebastian Gall, Jahnstraße 7 hat der Gemeinderat das
gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Die Straße „Lauersend“ wurde von der Einmündung in die
Freudenberger Straße bis zur östlichen Grundstücksgrenze des Grundstücks
Fl. Nr. 3553/4 mit einer Länge von 155 m zur Ortsstraße ohne
Widmungsbeschränkung gewidmet.
Zugestimmt wurde dem Kooperationsvertrag zum DSL-Ausbau im
Gewerbegebiet „Hettersau“ mit der Deutschen Telekom AG zum Angebotspreis
von 22.000 € und die Telekom mit der schnellstmöglichen Umsetzung der
Maßnahme beauftragt.
In der Erfstraße war vom 09.03.2009 bis 12.01.2010 das
Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde aufgestellt.
Bürgermeister Stolz informierte, dass sich 90 % der Verkehrsteilnehmer
an die vorgeschriebene Geschwindigkeit mit 50 km/h gehalten haben (37 %
unter 30 km/h und 53 % von 31 bis 50 km/h). Ein Ausreißer mit 77 km/h
war zu verzeichnen.
Im Gemeinderat bestand Einverständnis, die Geschwindigkeitskontrolle im
Sommer bei Schwimmbadbetrieb zu wiederholen und bei der nächsten
Verkehrsschau mit den Vertretern der Polizei zu besprechen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 09.02.2010
In der
öffentlichen Sitzung war der einzige Tagesordnungspunkt die Vorstellung
der Planungen der Kinderkrippe.
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bgm. Stolz Herrn Eck vom
Ingenieurbüro.
Einleitend führte er aus, dass aufgrund durchgeführter Bedarfserhebungen
im vergangenen Jahr der Bedarf nach 2 Gruppen in einer Kinderkrippe
festgestellt wurde.
Dies war für den Markt Bürgstadt Anlass, das Büro Johann und Eck mit der
Planung einer Kinderkrippe zu beauftragen und ein Raumprogramm zu
erarbeiten.
Die ersten Planungen haben ergeben, dass die Krippe im Bereich des
bestehenden Kindergartens entstehen soll und als Voraussetzung an eine
Krippe Räumlichkeiten für Schlafräume, Küche, Toiletten,
Wickelmöglichkeiten und Sozialräume für Mitarbeiter geschaffen werden
müssen.
Herr Eck informierte, dass im Vorfeld die Möglichkeit geprüft wurde, ob
die Kinderkrippe in den bestehenden Kindergarten integriert werden
könnte. Diese Idee wurde nach kurzen Überlegungen verworfen, da es
bautechnisch nicht möglich ist.
Ebenfalls nicht umsetzbar ist ein Anbau an das bestehende Gebäude, da
zum einen die beiden Zufahrten von der Weidengasse und der
Josef-Ullrich-Straße beachtet werden müssen, als auch aufgrund der
unterschiedlichen Höhenverhältnisse des Gebäudes ein Anbau ausscheidet.
Ergebnis ist, dass die Kinderkrippe in einem eigenen Gebäude entstehen
muss.
Hauptproblem hierbei ist die Hochwasserline (HQ100). Diese liegt im
Bereich des geplanten Neubaus bei 129,15 m, wobei die Empfehlung für die
Bodenplatte bei 129,65 m liegt. Diese Höhe ist definitiv nicht
einzuhalten, da der Neubau sonst nicht mehr behindertengerecht mit einer
Rampe erschlossen werden kann, sondern nur über Treppe bzw. Aufzug. Das
bestehende Schwesternhaus hat ein Höhenniveau von ca. 128,5 m. Auf diese
Höhe sollte auch der Neubau etwa angeglichen werden. Zu den Planungen
stimmte Herr Benz vom WWA Aschaffenburg bereits mündlich zu,
insbesondere da die Flächen nicht im 60 m Hochwasserabflussbereich
liegen.
Zur Planung der Räumlichkeiten führte Herr Eck aus, dass die
Gruppenräume geradlinig entlang des Flurs angeordnet sind und
gegenüberliegend die Sozialräume.
Der Zugang zum Gebäude ist gleich nach dem Hoftor vorgesehen. Direkt
angegliedert ist ein Warteraum für die Eltern und im Anschluss ein Raum
mit Stellplätzen für Kinderwägen. Der nächste Zugang führt zu einem Raum
für die Leiterin bzw. das Personal sowie einen Wirtschaftsraum.
Weiterhin wird hierüber auch ein Behinderten-WC erschlossen, das
gleichzeitig als Personal-WC dient. Im Anschluss schließt sich ein WC
für die Kinder an, das nur vom Außenbereich aus zugänglich ist, nebenan
befindet sich der Technikraum.
Die beiden Gruppenräume sind so ausgelegt, dass pro Gruppe 12 Kinder
untergebracht werden können. In jedem Gruppenraum befindet sich eine
Toilettenanlage mit Wickeltisch und Kinderbadewanne und ein Schlafzimmer
mit 12 Kinderbetten.
Getrennt werden die beiden Gruppenräume durch eine Küche mit
Eßmöglichkeit, die von beiden Seiten aus zugänglich ist.
Weiterhin vorgesehen ist ein direkter Zugang von den Gruppenräumen in
den Außenbereich auf eine hochwasserfreigelegte Terrasse.
Herr Eck informierte, dass ursprünglich angedacht war, das Gebäude in
Holzrahmenbauweise zu errichten, was allerdings aufgrund der
Hochwassergefahr doch verworfen wurde und stattdessen ein Mauerwerk
gewählt wird.
Als Dachform ist ein begrüntes Pultdach angedacht.
Bei der Beheizung des Gebäudes wird geprüft, ob die Möglichkeit besteht
mit Wärmepumpen zu arbeiten (Grundwasser oder Erdwärme). Vielleicht
ließe sich so auch der Kindergarten mit in die Wärmeversorgung
integrieren.
Zum Kostenrahmen von insgesamt ca. 720.000 EUR führte Herr Eck aus, dass
insgesamt von der Regierung förderfähige Kosten in Höhe von 721.440 EUR
ermittelt wurden. Hieraus errechnet sich bei einem festgesetzten
Fördersatz von 62,2 % eine Fördersumme für das Projekt in Höhe von
448.700 EUR.
Zusätzlich wird für die Einrichtung noch eine Pauschalförderung pro Kind
von 1.250 EUR gewährt, wodurch sich die Gesamtfördersumme um 30.000 EUR
auf ca. 480.000 EUR erhöht.
Letztlich würde für den Markt Bürgstadt noch ein Eigenanteil in Höhe von
ca. 240.000 EUR verbleiben.
GR Hörnig betrachtete die Planung als sehr durchdacht und gut und lobt,
dass sie auch schon mit dem entsprechenden Fachpersonal vorbesprochen
wurde.
Sie wollte noch wissen, ob für die überbauten Spielflächen im
Außenbereich Ersatzflächen geschaffen werden. Weiterhin wollte sie
wissen, inwieweit die Entwicklung der Geburtenzahlen bei der Planung
berücksichtigt sind, nachdem hier auch zu erwarten ist, dass
möglicherweise Gruppenräume im Kindergarten frei werden.
Bgm. Stolz informierte, dass ab dem Jahr 2013 die Bereitstellung von
Kinderkrippenplätze für die Gemeinden Pflicht wird. Er stimmte GR Hörnig
zu, dass möglicherweise im Kindergarten Flächen frei werden könnten, gab
aber zu Bedenken, dass die derzeitige 5. Gruppe im Schwesternheim nur
als Notgruppenraum gilt und eigentlich hierfür zu klein ist.
Die Freiflächen könnten zum Gartengelände in Richtung Erf erweitert
werden. Hier ist der Markt Bürgstadt derzeit schon erfolgreich bemüht
Gartenflächen zu erwerben.
GR Neuberger wies daraufhin, dass die Zufahrt für Feuerwehrfahrzeuge
über den Eingang an der Weidengasse unbedingt möglich bleiben muss,
damit auch bei möglichem Hochwasser eine Zufahrt bzw. Einfahrt in den
Kindergarten durch Hilfskräfte gewährleistet ist
Insgesamt fand die Planung im Gremium Zustimmung, so dass in den
nächsten Sitzungen weitere bautechnische Schritte angegangen werden
können.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 26.01.2010
Dem Bauantrag von Frau Gertrud
Knobloch, Bürgstadt für den Aufbau einer Dachgaupe im Anwesen Zum
Heimbuch 15 wurde zugestimmt.
Bekanntgegeben wurde der Jahresbericht 2009 über die Tätigkeit der
Stiftung Altenhilfe im Landkreis Miltenberg. Dort wurde
informiert, dass von 1993 bis 2009 für stationäre und teilstationäre
Einrichtungen bereits 1.538.956,13 € und von 1997 bis 2009 für ambulante
Einrichtungen 196.953,33 € ausgeschüttet wurden.
Auch für 2010 wurden wieder Zuwendungen in Höhe von 165.000,00 €
festgelegt.
Zur Kenntnis genommen wurden die Berichte für die Jahre 2007 und 2008
über die Beteiligung des Marktes Bürgstadt an der Energieversorgung
Miltenberg-Bürgstadt GmbH & Co. KG.
Diese Berichte sind zwingend vorgeschrieben und enthalten Angaben über
die betrieblichen Grundlagen, die Beteiligungsverhältnisse, die
Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft, die Gewinn- und
Verlustrechnung und die Kreditaufnahmen.
Der Gemeinderat war einverstanden mit dem Antrag der Katholischen
Kirchengemeinde Sankt Margareta, die Pflegemaßnahmen im Rosengarten
in Zukunft durch die Gemeinde, evtl. in Zusammenarbeit mit dem Obst- und
Gartenbauverein, durchführen zu lassen.
Zustimmung fand auch der Antrag der UWG-Fraktion, die Bevölkerung
rechtzeitig in die Planungen zur Gestaltung der Mainvorlandes mit
einzubeziehen. Allerdings muss erst im Rahmen der Haushaltsberatung über
den Zeitpunkt der Durchführung gesprochen werden.
Außerdem gab der Gemeinderat einem Antrag von Vitali Siebert auf
Widerruf des Parkverbotes im Sandweg statt. Das Parkverbotsschild
wird wieder an den ursprünglichen Standort (Höhe Scheune)
zurückversetzt.
Das Büro COOPERATIVE, Infrastruktur und Umwelt GbR, Darmstadt hat
auftragsgemäß ein Energiekonzept erstellt, um eine umweltgerechte
und kostengünstige Energieversorgung in der Zukunft sicherstellen zu
können.
Zusammenfassend sind hier stichpunktartig die Feststellungen
aufgelistet:
1.
Die
leitungsgebundenen Energieträger Gas (55%) und Heizstrom (2%) umfassen
mehr als die Hälfte des gesamten Energieeinsatzes von rund 48.405 MWh/Jahr.
2.
Etwa 44 %
des Wärmebedarf werden durch Heizöl und andere Energieträger wie Kohlen,
Holz, Erdwärme und Sonne gedeckt. Der Anteil der erneuerbaren
Energieträger wird auf rund 5 % geschätzt.
3.
Der
mittlere spezifische Endenergiebedarf der Gebäude liegt bei rund 104
kWh/m² Bruttogeschossfläche/Jahr Bruttogeschossfläche. Mehrere Objekte
haben einen spezifischen Verbrauch von über 150 kWh/m²/Jahr; sie sind
über das gesamte Ortsgebiet verteilt.
4.
Als
Großverbraucher ausgewiesene Einzelobjekte konzentrieren sich in den
Gewerbegebieten im Norden und im Süden von Bürgstadt; einzelne Objekte
liegen auch östlich des Ortskerns.
5.
Die
durchschnittliche Energieverbrauchsdichte liegt bei 21,3 kWh/m²
Blockfläche (Nettobauland) pro Jahr. Die größte Verbrauchsdichte mit
über 45 kWh/m² Grundstücksfläche pro Jahr befinden sich im Ortskern und
im südlichen Gewerbegebiet.
6.
Der
spezifische Endenergiebedarf der Gebäude wird bis zum Jahr 2030 durch
Erneuerung und Optimierung der Heizungsanlagen sowie aufgrund von
Wärmeschutzmaßnahmen um rund 30 % abnehmen.
7.
Es gibt
erhebliche Potenziale zur Umsetzung einer wirtschaftlichen und
umweltverträglichen Wärmeversorgung. Diese ergeben sich aus der
Kombination aus
·
dem Ersatz
von Heizöl durch Erdgas (flächendeckend),
·
die
Nutzung von erneuerbaren Energiequellen (Biomasse; Geothermie;
Solarthermie) in den Teilbereichen mit relativ geringer Dichte und
·
den Ausbau
der Kraft-Wärme-Kopplung in den Teilbereichen mit einer hohen
Energiebedarfsdichte.
8.
Das
Energieeinsparpotenzial bis zum Jahr 2030 durch bauliche
Wärmeschutzmaßnahmen und Optimierung der Heizungsanlage beträgt
insgesamt rund 14,3 MWh/Jahr.
9.
Das
Nahwärmepotenzial beträgt insgesamt rund 15,4 MWh/Jahr (10 MW). Die
Nahwärmeversorgung ermöglicht den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und
verbessert die Nutzungsbedingungen erneuerbarer Energiequellen (Geothermie;
Biomasse; Solarthermie).
10.
Die
Bereiche, in denen für die Nutzung der Geothermie günstige Verhältnisse
vorliegen, haben einen jährlichen Wärmebedarf von 4.622 MWh.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 08.12.2009
Zugestimmt wurde einem Antrag von Mehmet
Zengel, Bürgstadt auf Überdachung von vorhandenen Stellplätzen,
Miltenberger Straße 22.
Forsttechniker Paul Platz gab Informationen zum Forstwirtschaftsjahr
2009. Es wurde folgender Holzeinschlag vorgenommen:
Endnutzung 715 fm 18,5
ha
Vornutzung
- Altdurchforstung 1.923 fm 26,0 ha
- Jungdurchforstung 1.296 fm 25,4 ha
- Jungbestandspflege 187 fm 18,7 ha
Gesamteinschlag 4.121 fm 88,6
ha
Es wird in diesem Jahr genau das Holz eingeschlagen, dass auch geplant
war. Nur 217 fm Käferholz fielen an, was auf das teilweise schlechte
Wetter, aber auch auf die saubere Waldwirtschaft zurückzuführen ist.
Der Einschlag verteilt sich auf folgende Baumarten:
|
Fichte
|
801 fm |
|
Douglasie |
13 fm |
|
Kiefer |
2.026 fm |
|
Lärche
|
29 fm |
|
Eiche |
48 fm |
|
Buche
|
792 fm |
|
Sonstige |
21 fm |
An Einnahmen aus dem
Holzverkauf sind 152.764 € zu erwarten, so dass man im
Forstwirtschaftsjahr 2009 mit einer schwarzen Null davon kommt.
Läuterungs- und Pflegemaßnahmen wurden auf 13,3 ha durchgeführt.
Gepflanzt werden:
3.500 St. Bergahorn
4.800 St. Rotbuchen
300 St. Waldkirsche
500 St. Douglasien
Kosten für die Beschaffung und für die Pflanzung entstanden in Höhe von
10.607,-- €.
Wegebaumaßnahmen und Freischneidearbeiten wurden auf insgesamt 12 km
Wegen relativ günstig zu einem Preis von 23.861,09 € durchgeführt.
Für das Jahr 2010 ist ein Gesamteinschlag von 4.645 fm auf 95 ha
vorgesehen, der sich wiederum auf verschiedene Holzarten verteilt, wobei
wiederum die Kiefer mit 2.650 fm herausragt.
Weitere Läuterungs-, Pflege- und Wegebaumaßnahmen sind vorgesehen.
Forstdirektor Ort stellte fest, dass in den letzten Jahren auf dem
Holzmarkt eine Achterbahnfahrt erfolgt ist. Während in den Jahren
2005/2006 die Holzpreise stark nach oben führten, sind diese 2007 und
bei der Wirtschaftskrise 2008 zusammengebrochen. Auch er wies auf die
latente Gefahr durch die Borkenkäfer, aber auch durch
Eichenprozessionsspinner und Maikäfer hin.
Die Ertragslage im Gemeindewald Bürgstadt hielt er für gut, da man sehr
viel auf Naturverjüngung setzt und sich somit die Kosten für die und das
Pflanzen spart. Er lobte die Arbeit von Herrn Platz und seiner
Mannschaft.
Herr Ort kam auf den Klimawandel zu sprechen, der mit Sicherheit
Auswirkungen auf den Wald haben wird. Aber hier gehen die Meinungen der
Fachleute auseinander, wie reagiert werden soll.
Bgm. Stolz bedankte sich bei Herrn Platz für die Umsicht, mit der dieser
den Betriebswald führt und bei Herrn Forstdirektor Ort für die gute
Betriebsleitung.
Am 23.11.2009 fand das 1. Familientreffen im Jugendraum der
Mittelmühle auf Wunsch von Eltern und auf Initiative der Senioren- und
Familienbeauftragten Alexandra Hörnig statt.
Positiv bewertet wurden der beabsichtigte Bau einer Kinderkrippe, der
geplante Sonnenschutz am Kinderbecken im Erftalbad, die Matschanlage auf
dem Spielplatz am Main (die durch einen Matschtisch ergänzt werden
sollte).
Auch die Toilettenanlage mit Wickelraum an der Josef-Ullrich-Straße fand
große Zustimmung, ebenso die Planung eines Walderlebnispfades.
Kritisiert wurde u.a. der Bolzplatz am Trieb, und der Spielplatz in der
Odenwaldstraße.
Als Fazit konnte festgestellt werden, dass die Zufriedenheit bei den
Bürgstadter Familien durchaus gegeben ist und dass weiterhin
Erfahrungsaustausche auf dieser Ebene stattfinden sollen.
Zum Schluss der Sitzung wies Bürgermeister Stolz auf ein arbeitsreiches
Jahr 2009, das dank des guten Klimas im Gemeinderat gemeistert werden
konnte. Er dankte an dieser Stelle auch den Mitarbeitern in allen
gemeindlichen Einrichtungen. Seine Wünsche zum bevorstehenden
Weihnachtsfest und Jahresabschluss wurden von den Vorsitzenden aller
Fraktionen erwidert.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 17.11.2009
Aus der letzten
nichtöffentlichen Sitzung wurde bekanntgegeben, dass in puncto weiterer
DSL-Ausbau in Bürgstadt dem Ausbau des Kabelverzweigers A13 (Hettersau)
zugestimmt wurde. Die Verwaltung wird beauftragt, die Auftragsvergabe
unter Berücksichtigung der Breitbandrichtlinien vorzubereiten.
Einem privatem Bauantrag auf Errichtung eines Nebengebäudes wurde
stattgegeben.
Unter Informationen und Anfragen gab Bgm. Stolz bekannt, dass die
Bürgstadter Winzer bei der fränkischen Wein- und Sektprämierung 2009
wieder sehr erfolgreich waren.
Ein Gemeinderat bemängelte den schlechten Wegezustand des
Rotweinwanderweges, wobei er betont, dass es schon einige Wochen her
ist, dass er das letzte Mal vor Ort war. Hier sollten die
ausgeschwemmten und ausgefahrenen Bereiche wieder hergestellt werden.
Bgm. Stolz appellierte zum wiederholten Mal auch an die Vernunft bei den
Winzern und Landwirten, nach Möglichkeit nicht bei schlechtester
Witterung mit schwerstem Gerät die Wege zu nutzen.
Ein Gemeinderat informierte, dass im unteren Bereich der Kleinen
Maingasse Richtung Josef-Ullrich-Straße sehr dunkle Bereiche sind. Er
fragte nach, ob hier durch den Einbau einer weiteren Beleuchtungseinheit
in die bestehende Stele auch dieser Bereich mit ausgeleuchtet werden
könnte.
Ein Gemeinderat stellte fest, dass der Brunnen durch Bodenstrahler von
unten beleuchtet wird, die Lichtwirkung aber nicht für den oberen
Bereich des Brunnens ausreicht. Er fragte nach, ob es hier eine
Möglichkeit evtl. über Beleuchtungsmittel an den Stelen gibt, auch
diesen zu beleuchten. Bgm. Stolz versprach Klärung, wies aber gleich
daraufhin, dass es aufgrund der Blendgefahr für den Straßenraum zu
Problemen kommen könnte.
Ein Gemeinderat fragte nach, inwieweit jetzt nach Abschluss der
Straßenbaumaßnahme an eine Sanierung der Außenfassade am historischen
Rathaus gedacht ist. Bgm. Stolz informierte, dass hier schon mit dem Amt
für Denkmalpflege Gespräche geführt wurden, dass grundsätzlich ein neuer
Anstrich bzw. Ausbesserungsarbeiten möglich wären. Derzeit laufen
Gespräche mit ausgewählten Restauratoren.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 03.11.2009
Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag
des Marktes Bürgstadt für den Neubau eines Bauhofgebäudes mit Garagen,
Sozialräumen und Freilager, Mühlweg 31 zu.
Eine Familie beantragte eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h
für die Erfstraße, da dort teilweise gerast wird und so insbesondere
die Kinder stark gefährdet werden.
Nachdem für die Gemeinde ein neues Geschwindigkeitsmessgerät beschafft
wurde, soll dieses zuerst in der Erfstraße und dann an weiteren Punkten
aufgestellt werden.
Aufgrund der Auswertungen wird dann mit den Verkehrsbehörden ein
Gesamtkonzept erstellt.
Um die Haupt- und Grundschulen erhalten zu können, sollen nach
Vorstellungen der Bayerischen Staatsregierung Mittelschulen gebildet
werden. Hierzu müssen die beteiligten Städte und Gemeinden sich in
eigenverantworteten Schulverbänden zusammenarbeiten.
Um den übergeordneten Stellen bei der Erarbeitung der entsprechenden
Raumprogramme die Zusammenarbeit signalisieren zu können, beschloss der
Gemeinderat, die künftige Zusammenarbeit der Bürgstadter und
Miltenberger Volksschulen, das bei weiterer Selbstständigkeit
·
im Bereich der Grundschulen
die Bildung von Ganztagesklassen an der Grundschule Miltenberg
·
im Bereich der Hauptschulen
die Anerkennung als „Mittelschule“ und Ganztagesklassen an der
Hauptschule Bürgstadt und Mittlere-Reife-Klassen (M-Zweig/an der
Hauptschule Miltenberg)
anzustreben.
Es wurde informiert, dass für den DSL-Ausbau Bürgstadt die Erd-
und Kabelarbeiten bis Ende November 2009 abgeschlossen werden.
Die Technik soll spätestens Ende des 1. Quartals 2010 funktionsfähig
sein, sodass ab dann Bürgstadt über die schnelleren Breitbandanschlüsse
zwischen 14.000 und 16.000 kBit/s verfügen wird.
Vor der Umstellung wird jeder Haushalt von der Telekom angeschrieben und
über die einzelnen künftigen Nutzungsmöglichkeiten informiert. Hierzu
wird dann auch genau mitgeteilt, was vom einzelnen Nutzer zu veranlassen
ist, um in den Genuss der neuen Technik zu kommen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 06.10.2009
Der Gemeinderat stimmte folgenden
Bauanträgen zu:
a)
Bauvoranfrage Stephan
Schlegel, Bürgstadt auf Wohnhauserweiterung, Kolpingstraße 15
b)
Antrag Sandra Dias Dos Santos
Bürgstadt auf Erteilung einer Abweichung von den Bestimmungen des
Bebauungsplanes „Festplatz“ für die Errichtung einer Garage
c)
Antrag Karin Schieszl,
Bürgstadt auf Erteilung einer Befreiung von den Bestimmungen des
Bebauungsplanes „Rother Rain-Bischof“ für den Anbau eines Wintergartens,
St.-Urbanus-Straße 37A
Weitere Punkte standen nicht auf der Tagesordnung der öffentlichen
Sitzung.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 22.09.2009
Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag von
Kerstin und Jens Merz, Bürgstadt für einen Wohnhausneubau mit
Garage, Sandweg 19 zu.
Nachdem am 23.06.2009 die Satzung für Sondernutzungen an öffentlichen
Straßen beschlossen wurde, hat der Gemeinderat die dazugehörige
Gebührensatzung erlassen.
Danach soll nur für gaststättenrechtliche Sondernutzungen eine Gebühr
erhoben worden. Diese wird auf 3,- €/pro Monat und qm festgesetzt.
Die Satzung wird vor dem Inkrafttreten im Amtsblatt der VG
veröffentlicht.
Der Gemeinderat nahm den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2008,
bei dem die größten Abweichungen vom Haushaltsansatz zum Ist erklärt
wurden, zur Kenntnis.
Die Jahresrechnung ist ausgeglichen. Dabei ist berücksichtigt, dass sich
ein Überschuss von 751.935 € ergeben hat, der in voller Höhe in die
Rechnung des Haushaltsjahres 2009 überführt wurde. Das sind 151.935 €
mehr, als im Haushaltsplan veranschlagt. Dieses gute Ergebnis ist
insbesondere auf die Mehreinnahmen der Gewerbesteuer und der
Einkommensteueranteile zurückzuführen.
Auf Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr stimmte der Gemeinderat der
Neubeschaffung einer Tragkraftspitze zu, da die Neubeschaffung
wirtschaftlicher ist, als eine aufwendige Reparatur.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 08.09.2009
Aus der nicht öffentlichen
Gemeinderatssitzung vom 09.07.2009 wurde informiert, dass das
Wein-Kultur-Haus an Frau Bettina Eisert aus Aschaffenburg verpachtet
wurde.
Zugestimmt wurde folgenden Bauanträgen:
·
Tatjana und Alex Kaiser,
Klingenberg für einen Wohnhausneubau als Doppelhaushälfte mit Garage,
Kolpingstraße 22 A
·
Bauantrag Weingut Erhard und
Maximilian Helmstetter, Bürgstadt für die Einfriedung und Hangsicherung
mit Sandsteinquadern, Bainweg
Der Gemeinderat nahm die Planungen der Gemeinde Neunkirchen für
die Errichtung des „Solarparks Richelbach“ zur Kenntnis und
beschloss, keine Bedenken und Anregungen vorzutragen.
Folgende Maßnahmen werden für die Jahresanträge 2010 im Rahmen
der Städtebauförderung der Regierung von Unterfranken gemeldet:
EFRE – Programm
|
|
|
2010 |
2011 |
2012 |
2013 |
|
1. |
Erstellung eines
Wegeleitsystems |
|
180.000 |
|
|
|
2. |
Neuordnung des
Mainvorlandes
-
Planungswettbewerb
-
Durchführung |
100.000
|
200.000 |
200.000 |
|
|
3. |
Anschluss des
Kindergartens an Geothermie |
|
|
100.000 |
|
Städtebauförderungsprogramm
|
|
|
2010 |
2011 |
2012 |
2013 |
|
1. |
Kommunales
Förderprogramm |
100.000 |
100.000 |
100.000 |
100.000 |
|
2. |
Bauberatungen im
Rahmen des Kommunalen Förderprogramms |
8.000
|
8.000 |
8.000 |
8.000 |
|
3. |
Bezuschussung
von größeren Maßnahmen
(unkonkret) |
50.000 |
50.000 |
50.000 |
50.000 |
Nachdem die
Städtebauförderungsmittel nach dem Bund-Länder-Programm auslaufen,
beantragt der Markt Bürgstadt die Aufnahme in das Bayerische
Förderprogramm, da hier der Markt Bürgstadt weiterhin private
Sanierungen unterstützen kann.
Von Frau Anette Bilbert wurde der Bau einer Wassertretanlage
angemahnt. Sie verwies auf die neue Anlage in Freudenberg, die sich
großer Beliebtheit erfreut. Im Bezug auf den Fremdenverkehr und den
gemeindlichen Aspekt sollte in Bürgstadt eine solche Anlage errichtet
werden.
Nachdem im Jahr 2010 die Neuplanung des Mainvorlandes in Angriff
genommen wird, die über das ERRE-Programm bezuschusst wird, beschloss
der Gemeinderat, dass die Errichtung der Wassertretanlage bei der
Neuplanung verwirklicht werden soll.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 28.07.2009
Der Gemeinderat stimmte einer besonderen
Vereinbarung mit der Stadt Miltenberg und der Gemeinde Eichenbühl über
die Bildung einer Bewirtschaftungsgemeinschaft für die Kommunalwälder
zu.
Durch diese Vereinbarung ist gewährleistet, dass sich das Forstpersonal
im Bedarfsfall (Sturm- oder Käuferkalamität, Unfall, längere Krankheit)
gegenseitig vertreten kann.
Des Weiteren wurde das vorliegende Einzelhandelsgutachten
genehmigt. Dieses wurde im Rahmen der Städtebauförderung vom Büro für
Städtebau Dr. Holl, Würzburg und die Gesellschaft für Markt- und
Absatzforschung mbH, München (GMA) für den Markt Bürgstadt erstellt.
Ziel dieser Untersuchung war es, die Entwicklung des Einzelhandels- und
Dienstleistungsstandortes Markt Bürgstadt darzustellen, zu bewerten und
Empfehlungen für eine wirtschaftliche und städtebaulich verträgliche
Weiterentwicklung bereitzustellen. Neben der Formulierung von
Empfehlungen zur weiteren Profilierung des Einzelhandelsplatzes sind
auch neue Standorte hinsichtlich ihrer Wirkungen für die Entwicklung des
Einzelhandels zu beurteilen.
Es kann folgendes Ergebnis zusammengefasst werden:
Die Einzelhandelsentwicklung im Markt Bürgstadt sollte zukünftig
vorwiegend auf eine qualitative Weiterentwicklung des
Einzelhandelsstandortes bzw. speziell des Bürgstadter Ortskerns
ausgerichtet sein. Ein quantitatives Flächenwachstum trägt hingegen
nicht per se zu einer Stärkung des Handelsplatzes Bürgstadt bei.
Zur Weiterentwicklung des Bürgstadter Ortskerns empfiehlt sich die
Festlegung des Ortskerns als vorrangigen Standort zur Ansiedlung
zentrenrelevanter Sortimente. Des Weiteren sind die qualitative
Weiterentwicklung und ggf. die Konzentration der bestehenden Strukturen
im Sinne eines aktiven Flächenmanagements anzustreben. Darüberhinaus
sollten im Ortskern tourismusrelevante Betriebe angesiedelt und die
Kunden- und Serviceorientierung der bestehenden Betriebe gestärkt
werden.
Neben diesen Aspekten sollte gezielt auch auf die Familien- bzw.
Kinderfreundlichkeit des Einzelhandelsstandortes hingewirkt werden.
Mit der Hilfe dieser aufgezeigten Maßnahmen und Entwicklungen kann die
Attraktivität des Gesamtstandortes Bürgstadt und speziell des Ortskerns
nachhaltig gestärkt werden.
Aufgrund einer Bedarfserhebung der Kindertagesbetreuung zeichnete
sich ein Bedarf für die Einrichtung einer Kinderkrippe ab.
Der Gemeinderat beschloss, hier tätig zu werden, bevor die Errichtung
einer Kinderkrippe zum 01.08.2013 zur Pflicht wird.
Ein Bedarf für eine Ferienbetreuung ist aufgrund
verschiedenartigster Wünsche der Eltern nicht planbar. Deshalb ist ein
Handlungsbedarf nicht gegeben.
Folgende Nachträge der Firma Löhe für die Außenfassade des
Wein-Kultur-Hauses wurden genehmigt:
Ø
Fassadenbekleidung zu brutto 11.297,35 EUR
Ø
Fassadenrinnen zu brutto 1.351,78 EUR
Ø
Fundamentblöcke zu brutto 3.701,38 EUR.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 07.07.2009
Der Bürgermeister informierte den
Gemeinderat über die Auswertung der Bedarfserhebung für die
Kinderbetreuung, bei der die Eltern der Kinder von 0 – 6 und 7 – 14
Jahren befragt wurden.
Man kann im Großen und Ganzen feststellen, dass der weitaus größte Teil
der Eltern der Eltern mit dem vorhandenen Betreuungsangebot zufrieden
ist.
Allerdings kann man auch sehen, dass Bedarf für eine Kinderkrippe
besteht. Auch für die Ferienbetreuung wurde Bedarf gemeldet, der aber
aufgrund verschiedenartigster Wünsche nicht planbar ist. Deshalb ist ein
Handlungsbedarf nicht erkennbar.
Da am 01.08.2013 die Einführung der Kindergruppen Pflicht wird, soll
geprüft werden, wie zusätzliche Räume untergebracht werden können.
In der nächsten Sitzung soll über dieses Thema noch einmal gesprochen
werden.
Für den Betrieb des neuen Grüngutsammelplatzes hat das
Landratsamt Miltenberg die immissionsschutzrechtliche Genehmigung
ausgesprochen.
Mit dieser Genehmigung sind Auflagen verbunden, nach denen u.a. der
Platz mit einem mindestens 2 m hohen Zaun gegen unbefugtes Betreten und
die Zufahrt mit einem abschließbaren Tor zu sichern ist.
Während der Öffnungszeiten ist eine
Überwachung der Anlage durch sachkundiges Personal sicherzustellen, das
auch Sichtkontrollen durchführt.
Im Plenum war man der Meinung, dass eine Einzäunung nicht den
gewünschten Erfolg bringt. Außerdem ist durch die Sanierung der Zufahrt
der ordnungsgemäße Ablauf besser geworden.
Durch die Öffnung nur zu bestimmten Zeiten geht die Bürgernähe verloren,
weitere Kosten kommen auf die Gemeinde zu und im gesamten Landkreis gibt
es Plätze, die rund um die Uhr geöffnet sind. Außerdem ist zu
befürchten, dass das Grüngut in der Flur abgeladen wird.
Mit dem Landratsamt sind entsprechende Gespräche zu führen.
Folgende Gewerke wurden für die Errichtung des Wein-Kultur-Hauses
vergeben:
Tischlerarbeiten für die
Inneneinrichtung
an die Firma Hofmann, Kreuzwertheim zum Bruttopreis von 110.592,06 €
Kühlzelle
an die Firma Kälte-Gau, Großwallstadt zum Bruttoangebotspreis von
11.174,10 €
Kücheneinrichtung und Geräte im Thekenbereich
an die Firma Götz, Kitzingen zum Bruttopreis von 102.972,13 €
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 23.06.2009
Zugestimmt hat der Gemeinderat dem
Bauantrag von Michaela Hofmann, Miltenberg für einen Wohnhausneubau
mit Carport, Marienbader Straße 7.
Die CSU-Fraktion beantragte, die mittels Nägeln gekennzeichneten
Park-/Stellplätze entlang der Freudenberger Straße um 40 cm von der
Straße weg auf die Gehwege zu versetzen.
Begründet wird dieser Antrag mit dem besseren Verkehrsfluss, denn 2
größere PKW´s könnten sich bei einer Restbreite der Straße von 4 m nicht
begegnen. Dieser Verkehrsfluss ist jedoch eine der Grundlagen dafür,
dass die Attraktivität des Ortskerns genutzt, die bestehenden Betriebe
weiter erfolgreich existieren und sich neue Geschäfte ansiedeln können.
Nachdem Bgm. Stolz feststellte, dass dann nach Auskunft der Regierung
die Grundlagen der Bezuschussung aus dem
Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm nicht mehr erfüllt und der
Zuschuss von 646.800 € wegfallen würde, zog die CSU-Fraktion den Antrag
zunächst zurück. Allerdings muss die Situation weiterhin beobachtet und
dem Städteplaner und der Vertreterin der Regierung aufgezeigt werden.
Um auf dem öffentlichen Verkehrsgrund- und hier insbesondere dem
Gehwegbereich – Sondernutzungen wie z.B. Freisitze für Gaststätten
zulassen zu können, verabschiedete der Gemeinderat eine Satzung für
Sondernutzungen an öffentlichen Straßen (Sondernutzungssatzung),
die demnächst im Amtsblatt der VG Erftal veröffentlicht wird.
Dem Antrag von Antonio di Primio auf Sondernutzung der
Gehwegefläche vor dem Anwesen Hauptstraße 14 zur Errichtung einer
Freischankfläche wurde zugestimmt.
Bgm. Stolz informierte das Plenum, dass die Umlage des Marktes
Bürgstadt an den Abwasserzweckverband Main-Mud nach der Abrechnung
2008 202.306,20 € betrug. Das sind 41.222.90 € weniger, als die
Vorauszahlungen. Dieser Unterschiedsbetrag wurde dann als
außerordentliche Tilgung verwendet, sodass im Jahr 2008 beim AZV
insgesamt 85.706,51 € Tilgungen geleistet wurden.
Folgende Vergaben wurden beschlossen:
Die Tischlerarbeiten im Weinkulturhaus an die Fa. Schneider,
Miltenberg zum Angebotspreis von 68.417,86 EUR.
Die Arbeiten für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der
Martinsgasse mit Altem Kirchhof und der Josef-Ullrich-Straße an die
Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt zum Angebotspreis von 242.707,26
EUR.
Asphaltierungsarbeiten für die Sanierung des Fuß- und Radweges
unterhalb des Unteren Steffleinsgrabens an die Firma Grümbel, Gössenheim
zu Brutto 14.807,96 EUR Brutto.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 09.06.2009
Der Gemeinderat stimmte folgenden Bauanträgen zu:
- Uwe Walter, Bürgstadt für Wohnraumerweiterung, Pfarrer-Hartig-Straße
5a
- Lucia Gehrlich und Markus Meisenzahl, Bürgstadt für Wohnhausumbau und
Dachstuhlerneuerung, Krummgasse 7
- RETA GbR, Bürgstadt für den Neubau eines Spänesilos und eines
Spänefilterhauses, Freudenberger Straße 56-58 bzw. Danziger Straße 5
Bei der öffentlichen Auslage für die Aufstellung des Bebauungsplanes
"Industriegebiet Bürgstadt-Nord" - BA II gingen nur Anregungen des
Landratsamtes Miltenberg ein.
Es wurde beschlossen, dass die angeregten Korrekturen in den
Bebauungsplan eingearbeitet werden und die angemahnte Anpassung der
Überschwemmungsgebietsgrenze zu gegebener Zeit beantragt wird.
Außerdem erfolgte der Aufstellungsbeschluss.
Die Beschaffung und Montage von Fahrradanlehnbügeln im Ortskern erfolgte
an die Firma Heimberger, Miltenberg zum Bruttopreis von 268,94 EUR pro
Bügel.
Für den Neubau eines Servicegebäudes an der Josef-Ullrich-Straße wurden
folgende Gewerke vergeben:
- Erd-, Entwässerungs-, Maurer- und Betonarbeiten an die Fa. BeMo,
Neunkirchen zum Bruttopreis von 52.146,75 EUR
- Zimmererarbeiten an die Fa. Wert-Heim, Wertheim zum Bruttopreis von
8.095,57 EUR
- Stahlbauarbeiten an die Fa. Hauck GmbH, Bürgstadt zum Bruttopreis von
8.498,39 EUR
- Flachdachabdichtung mit Dachbegrünung an die Fa. Klemens Ott,
Miltenberg zum Bruttopreis von 14.188,60 EUR
- Schlosserarbeiten an die Fa. Alu-Trend, Weilbach zum Bruttopreis von
12.794,17 EUR
- Natursteinarbeiten an die Fa. Zeller, Umpfenbach zum Bruttopreis von
15.714,55 EUR
- Fliesen- und Estricharbeiten an die Fa. Günther, Eschau zum
Bruttopreis von 8.804,71 EUR
- Trockenbau-, Maler- und Verputzerarbeiten an die Fa. Voit, Miltenberg
zum Bruttopreis von 6.873,80 EUR
- Heizungs- und Sanitärarbeiten an die Fa. CW Haustechnik, Bürgstadt zum
Bruttopreis von 44.511,68 EUR
- Sanitärtrennwände an die Fa. Dreher, Wörth zum Bruttopreis von
2.520,42 EUR
- Elektro- und Blitzschutzarbeiten an die Fa. Oswald & Menges,
Miltenberg zum Bruttopreis von 20.082,94 EUR
Nachdem die Gemeinden Großheubach und Kleinheubach aus dem geplanten
gemeinsamen Radwegekonzept ausgestiegen sind, wird sich die
Zielrichtung, das Auftragsvolumen und die Kostenverteilung ändern.
Für die weitere Vorgehensweise sollen Gespräche mit der Stadt Miltenberg
geführt werden, bei denen der Sinn einer weiteren Zusammenarbeit
besprochen werden soll.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 19.05.2009
Der Gemeinderat stimmte folgenden
Bauanträgen zu:
-
Udo Herrmann, Bürgstadt auf Anbau eines
überdachten Abstellplatzes und Errichten einer Werbeanlage, Am
Weihersbrunnen 1
-
Fam. Kirchgessner, Bürgstadt auf Anbau eines
Wintergartens, Odenwaldstraße 7a
-
Thomas Hench, Miltenberg auf Umbau des
Dachgeschosses und Errichtung einer Freischankfläche, Hauptstraße
Die Tiefbauarbeiten für die Errichtung der Infobucht werden an
die Fa. Stix, Stockstadt zum Bruttoangebotspreis von 40.897,48 €
vergeben.
Für das Weinkulturhaus wurden folgende Firmen beauftragt:
-
Fliesenarbeiten Fa. Günther, Eschau zum
Bruttoangebotspreis von 31.372,97 €,
-
Kleingüteraufzug Fa. Thyssen Krupp,
Frankfurt zum Bruttoangebotspreis von 9.356,97 €,
-
Behinderten- und Lastenaufzug an die Fa.
Liftserv. Lage-Kachtenhausen zum Bruttoangebotspreis von 29.282,43 €.
In Folge einer Verkehrsschau wurden folgende Maßnahmen
beschlossen:
Die Parkplätze vor der Raiffeisen-Volksbank werden um ca. 30 cm.
Richtung Gebäude versetzt, ebenso die Parkplätze in der Freudenberger
Straße.
Um die Situation an der Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet verbessern zu
können, sollen Gespräche mit Mc Donalds, der Stadt Miltenberg und dem
Staatlichen Bauamt geführt werden.
Weitere Änderungen sind nicht veranlasst.
Für den Ausbau des DSL Netzes wurde folgenden Standorten von
Kabelverzweigerkästen auf öffentlichem Grund zugestimmt:
-
Am Buschenweg 1
-
Brückenstr. 19
-
Egerlandstr. 15
-
Große Maingasse 1
-
Hauptstr. 41
-
Kolpingstr. 15
-
Jahnstr. 3
-
Martinsgasse 9
-
Mozartstr. 12
-
Mühlweg 23
-
Oberer Steffleinsgraben 0
-
St.-Urbanus-Str. 38
-
Trieb 22
-
Zum Kettenacker 2
-
Hauptstr. 30 (Privatgrund Fam. Bachmann)
Die Betriebsleitung im Gemeindewald Bürgstadt durch das
Amt für Landwirtschaft und Forsten Karlstadt -Bereich Forsten-,
Außenstelle Miltenberg wird ab 01.07.2009 fortgeführt. Mit der Erhöhung
des Entgeltes auf 2.823,37 € bestand Einverständnis.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 05.05.2009
Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag von
Gisela und Günter Albert, Bürgstadt auf einen Wohnungsumbau im
Untergeschoss und den Wintergartenanbau, Roseggerstraße 7 zu und
erklärte, dass auf die Durchführung des Genehmigungsverfahrens
verzichtet wird.
Für das Wein-Kultur-Haus wurden folgende Gewerke vergeben:
a)
Schlosserarbeiten
an die Firma Breitenbach GmbH, Miltenberg
zum Bruttoangebotspreis von 41.261,47 €
b)
Außenwandverkleidung
an die Firma Schneider, Miltenberg
zum Bruttoangebotspreis von 46.690,84 €
c)
Parkettverlegung
an die Firma Bembe, Bad Mergentheim
zum Bruttoangebotspreis von 20.419,21 €
d)
Raumlufttechnische
Anlagen an die Firma Ruf, Kleinheubach
zum Bruttoangebotspreis von 33.093,85 €.
Genehmigt wurde auch ein Nachtrag der Firma
MMS, Rudolstadt für die Spachtelung der Stahlstützen in Höhe von
ca. 2.600 €.
Der vorgelegte Haushalt 2009 wurde vom Gemeinderat Bürgstadt
einstimmig genehmigt.
Er schließt in den Einnahmen und Ausgaben wie folgt ab:
Verwaltungshaushalt 7.357.300 €
Vermögenshaushalt 4.189.300
€
Gesamthaushalt
11.546.600 €
Dies ist eine
Mehrung von 1.878.605 € gegenüber 2008 und hängt mit den großen
Investitionen Weinkulturhaus, DSL und Sanierung der Josef-Ullrich-Straße
zusammen.
Der Haushalt kann nur mit einer Kreditaufnahme von 994.600 €
ausgeglichen werden, sodass sich der Schuldenstand am Ende des Jahres
wieder auf 4.690.000 € erhöht, wenn diese Kreditaufnahme ganz
ausgeschöpft werden muss. Außerdem steht ein Überschuss von 600.000 €
aus der Jahresrechnung 2008 zur Verfügung.
Der Verwaltungshaushalt, und hier insbesondere die
Gewerbesteuereinnahmen (2.550.000 €) und die Einkommensteueranteile
(1.700.000 €), sind sehr vorsichtig angesetzt, sodass hier mit einer
Entspannung der Haushaltssituation gerechnet werden kann.
Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt beträgt
700.340 € und übersteigt die gesetzlich geforderte Mindestzuführung in
Höhe der Tilgungen von 483.500 € um 216.840 €.
Im Vermögenshaushalt sind folgende Ausgaben veranschlagt:
|
n
Beschaffungen für die FFW |
10.000 € |
|
n
Schulausstattungen und Küche |
103.000 € |
|
n
Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung |
5.000 € |
|
n
Sanierung der Kreuzigungsgruppe |
5.000 € |
|
n
Beschaffung von Spielgeräten |
15.000 € |
|
n
Planungskosten für die LGS |
2.800 € |
|
n
Sanierung der Radwege |
20.000 € |
|
n
Kommunales Förderprogramm |
100.000 € |
|
n
Erstellung des Energiekonzeptes |
22.000 € |
|
n
Ablösung bei BLE für die Ortsdurchfahrt |
100.000 € |
|
n
Sanierung der Josef-Ullrich-Straße |
740.000 € |
|
n
Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Gelblicht |
30.000 € |
|
n
Investitionszuweisungen an AZV |
18.000 € |
|
n
Ablösung bei BLE für Kanal im OD |
100.000 € |
|
n
Ablösung bei Bayerngrund, Oberer Steffleinsgraben |
110.000 € |
|
n
Errichtung des Weinkulturhauses |
1.800.000 € |
|
n
Bauhofumbau |
90.000 € |
|
n
Wegebau |
15.000 € |
|
n
Servicegebäude an Josef-Ullrich-Straße |
245.000 € |
|
n
Errichtung einer Parkbucht |
15.000 € |
|
n
DSL |
150.000 € |
|
n
Blitzschutzanlagen an öffentlichen Gebäuden |
10.000 € |
|
n
Tilgungen |
483.500 € |
Die
Kanalsanierung und die Straßenbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt und in
der Martinsgasse werden außerhalb des Haushaltes finanziert.
Den
Ausgaben stehen im Vermögenshaushalt folgende Einnahmen
gegenüber:
|
n
Zuschuss zum Kommunalen Förderprogramm |
60.000 € |
|
n
Zuschuss zum Energiekonzept |
13.000 € |
|
n
Zuschuss für Josef-Ullrich-Straße |
444.000 € |
|
n
Kanalherstellungsbeiträge |
20.000 € |
|
n
Zuschüsse für Weinkulturhaus |
980.000 € |
|
n
Zuschüsse für Servicegebäude |
146.000 € |
|
n
Zuschuss für DSL |
100.000 € |
|
n
Investitionspauschale |
30.000 € |
|
n
Überschuss aus 2008 |
600.000 € |
|
n
Zuführung vom Verwaltungshaushalt |
700.340 € |
|
n
Kreditaufnahme |
994.660 € |
Zugestimmt wurde
auch der Haushaltssatzung, dem Stellenplan und dem Finanzplan für die
Jahre 2010 bis 2012.
Es ist geplant,
zusammen mit der Stadt Miltenberg und den Gemeinden Großheubach und
Kleinheubach ein Radwegekonzept zu erstellen, um die
überörtlichen mit den örtlichen Radwegen besser verbinden zu können.
Diese sollen im Hinblick auf eine touristische Vermarktung
infrastrukturell zusammengeführt werden.
Die Planung soll
erfolgen mit Unterstützung des Landratsamtes. Ein ausgesuchtes Fachbüro
wird ein Konzept aufstellen und umsetzen. Eine Bezuschussung der
Planungsarbeiten und der Umsetzung mit 50 % soll versucht werden.
Die Erstellung des Konzepts soll 45.000 € nicht übersteigen.
Die Aufteilung
der Planungskosten geschieht im Verhältnis:
50 % Miltenberg
20 % Großheubach
17 % Bürgstadt
13 % Kleinheubach.
Der Gemeinderat stimmte dieser Vorgehensweise zu.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 21.04.2009
Der Gemeinderat stimmte dem vorgelegten
Entwurf des Haushaltsplanes des Abwasserzweckverbandes Main-Mud
zu. Der Haushalt schließt mit 2.438.950 € ab und liegt um rund 570.000 €
unter dem Ansatz des Vorjahres. Eine Kreditaufnahme erfolgt nicht.
Abgelehnt wurde ein Antrag der Eheleute Ruth und Walter Helmstetter,
Bürgstadt, der die Beibehaltung der bisherigen Straßenbeleuchtung in
der Martinsgasse zum Inhalt hatte. Eine Übernahme der Kosten wird
seitens der Antragsteller abgelehnt, da nach ihrer Meinung die
derzeitige Beleuchtung ausreichend ist.
Der Gemeinderat hielt an dem Beleuchtungskonzept des Büros Brandi für
die Martinsgasse fest, das mit der Beleuchtung in der Haupt- und
Freudenberger Straße eine Einheit bilden soll.
Folgende Vergaben erfolgten:
1.
Straßenbau für die
Josef-Ullrich-Straße
an die Firma Stratebau, Schwarzach zum
Bruttoangebotspreis von 429.623,30 €
2.
Trockenbauarbeiten im
Wein-Kultur-Haus
an die Firma Stefan Eck GmbH, Amorbach zum
Bruttopreis von 104.129,34 €
3.
Estrich- und Spachtel-Estricharbeiten
a)
Die Estricharbeiten wurden an die Firma
Ruhland aus Wertheim-Mondfeld mit 27.336,68 € vergeben.
b)
Die Vergabe der Spachtel-Estricharbeiten
erfolgt an die Firma Trageser aus Rottendorf mit einer Bruttosumme von
38.729,86 €.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 31.03.2009
Der
Gemeinderat stimmte folgenden Anträgen zu:
-
Bauantrag
von Christine Farrenkopf und Heiko Giegerich, Miltenberg-Wenschdorf für
einen Wohnhausneubau mit Garage, Johann-Sebastian-Bach-Straße
-
Bauantrag
Christian Sturm, Bürgstadt für die Erweiterung des Weingutes,
Freudenberger Straße 91
-
Bauantrag
Erhard und Maximilian Helmstetter, Bürgstadt für den Neubau eines
Weingutes mit Gästehaus, Bainweg
-
Bauanfrage
Otto Reichert, Bürgstadt für einen Wohnhausneubau, Lauersend 26
Dem Antrag Manfred Bucher auf Erteilung einer isolierten
Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Krieggärten“ für
die Errichtung eines Carports außerhalb der Baugrenze wurde aus
nachbarschützenden Gründen nicht zugestimmt.
Für das Weinkulturhaus wurden folgende Gewerke vergeben:
a)
Putz- und
Malerarbeiten
an die Firma Wachtel, Bürgstadt zum
Bruttopreis von 27.620,79 €
b)
Verglasungs- und
Metallbauarbeiten
an die Firma Breitenbach, Miltenberg mit einem
Bruttopreis von 224.923,09 €
Beim Bau des Weinkulturhauses wurden verschiedene Nachträge der
Firma Löhe in Höhe von 18.950,02 € genehmigt. Daraus resultieren aber
Einsparungen von 20.807,07 €, sodass sich unterm Strich Minderausgaben
von 1.856,87 € ergeben.
Bei dem Tagesordnungspunkt „Änderung der Friedhofsatzung“ ging es
darum, ob grundsätzlich Grababdeckungen jeglicher Art im Friedhof
möglich sind oder ob weiterhin im Einzelfall Ausnahmen erteilt werden.
Der Gemeinderat entschied sich mehrheitlich gegen eine Satzungsänderung.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 17.03.2009
Die Abrechnung über die Subventionsbeträge
für den Stadtbusverkehr in den Jahren 2007 und 2008 wurde bekannt
gegeben.
Es errechnen sich folgende Defizite:
2007 14.551,64 €
2008 12.739,38 €.
Daran beteiligt sich der Markt Bürgstadt nach einem vorhandenen Vertrag
mit 1.376,27 € und 1.139,90 €.
Der Gemeinderat befasste sich mit einer Anfrage der Stadt Miltenberg auf
gemeinsame Anlegung eines Skater-Platzes im Bereich der neuen
Mainbrücke.
Es wurde grundsätzlich die Bereitschaft erklärt, mit der Stadt
Miltenberg über die Errichtung eines Skater-Platzes Gespräche zu führen,
wobei ein Konzept für die Verplanung des Geländes zugrunde gelegt werden
soll.
Für die Bezuschussung energetischer Maßnahmen nach dem
Konjunkturpaket II werden vom Markt Bürgstadt folgende gemeindlichen
Gebäude gemeldet:
1. Bau III der Schule mit ca. 360.000 EUR
2. Solarkollektoren für die Sporthalle mit ca. 96.000 EUR
3. Gesamte Schule mit ca. 990.000 EUR
4. Kindergarten mit ca. 139.000 EUR
5. Rathaus mit ca. 136.000 EUR
Die Jahresrechnung für das Jahr 2007 wurde vom
Rechnungsprüfungsausschuss stichprobenartig geprüft. Der Gemeinderat
stellte die Jahresrechnung fest und erteilte Entlastung.
Folgende Gewerke für das Weinkulturhaus wurden vergeben:
a)
Zimmerer- und
Holzbauarbeiten
Fa. Stumpf, Neunkirchen zum Bruttopreis von
59.824,99 €
b)
Dachdeckungs- und
Dachabdichtungsarbeiten
Fa. Klemens Ott, Miltenberg zum Bruttopreis
von 27.034,38 €
c)
Klempnerarbeiten
Fa. Herbert Schmitt, Bürgstadt zum Bruttopreis
von 17.747,07 €
d)
Gerüstbau
Fa. Gerlach, Mespelbrunn zum Bruttopreis von
7.961,04 €
Wegen der Rissebildung an der Außenfassade an der Martinskapelle
war eine Untersuchung in Auftrag gegeben worden.
Diese stellte fest, dass zunächst Gipsmarken angebracht und in
monatlichen Abständen kontrolliert werden sollen. Nachdem die Risse
bereits seit längerer Zeit zu sehen waren, soll zunächst festgestellt
werden, ob die Rissbildung weitergeht.
Bei den Maßnahmen in der Martinsgasse sollen evtl. die Fundamente
untersucht werden.
Die Maßnahmen sind jedoch mit der Katholischen Kirchenverwaltung als
Eigentümer der Martinskapelle abzusprechen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 03.03.2009
Der
Gemeinderat stimmte folgenden Bauanträgen zu:
-
Patrick Geis, Bürgstadt für einen
Wohnhausneubau, Heinrich-Heine-Straße 3
-
Tanja und Frank Schöfer, Bürgstadt für den
Neubau einer Dachgaupe, St.-Urbanus-Straße 6
-
Evelyn Bachmann, Bürgstadt für die Sanierung
und die Erweiterung Gasthof „Zum Adler“, Hauptstraße 30.
Nach dem Zukunftsinvestitionsgesetz werden vor allem energetische
Maßnahmen der Kommunen aus dem Konjunkturpaket II
bezuschusst.
Es wurde beschlossen, erforderliche Maßnahmen und die Kosten für die
gemeindlichen Einrichtungen Volksschule, Kindergarten und Rathaus durch
das Architekturbüro Johann & Eck, Bürgstadt ermitteln zu lassen, um in
der nächsten Sitzung darüber entscheiden zu können, was gemeldet werden
soll.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 10.02.2009
Einer privaten Bauanfrage für den Neubau einer Lager- und
Geräteunterstellhalle wurde zugestimmt.
Es wurden die Stellungnahmen aus der vorgezogenen Bürger- und
Behördenbeteiligung zur Aufstellung des Bebauungsplanes "Industriegebiet
Bürgstadt-Nord II" behandelt.
Die teilweise angebrachten Bedenken der Behörden wurden großteils
anerkannt und werden in den Bebauungsplan eingearbeitet, bevor dieser
wieder an die jeweiligen Träger versandt werden.
Die Regierung von Unterfranken hat der Gemeinde bescheidmäßig die
Fördermittel für den Ausbau der Martinsgasse und des Alten Kirchhofes in
Höhe von 678.000 EUR bei einer förderfähigen Summe von 1.130.000 EUR
bewilligt.
Der Antrag der SPD-Fraktion auf die sofortige Einführung der kommunalen
Verkehrsüberwachung wurde abgelehnt. Über eine mögliche Einführung soll
erst wieder dann beraten werden, wenn die Möblierung in der Hauptstraße
angebracht wurde und sich auch danach das Parkverhalten nicht ändert.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 27.01.2009
Folgenden Anträgen wurde
zugestimmt:
-
Bauantrag Manfred Bucher, Bürgstadt auf
Errichtung eines Carports, Kolpingstraße 19
-
Antrag nach dem Denkmalschutzgesetz von
Bekir und Naile Dogan für Sanierungsmaßnahmen am Einzeldenkmal,
Freudenberger Straße 55
Für das Projekt „Notinsel“ wurden die Jugendbeauftragten im
Gemeinderat Andreas Theis und Ralf Gunkelmann als Paten ernannt.
Der Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Josef-Ullrich-Straße
von der Kleinen Maingasse bis zum Brückengraben wurde zugestimmt. Diese
Maßnahme wird im Rahmen des Ausbaus der Josef-Ullrich-Straße im Rahmen
des Europäischen Förderprogrammes EFRE bezuschusst.
Dem Antrag der UWG-Fraktion auf Begutachtung der Schäden an der
Martinskapelle im Rahmen des Ausbaus der Martinsgasse wurde nach
Rücksprache mit der Kirchenverwaltung zugestimmt.
Der Antrag für die Erstellung eines Bodengutachtens wurde an das
Institut Brehm, Großostheim zu brutto 2.493,05 € vergeben.
Nach Übersendung des Zuwendungsantrages für die Baumaßnahme
„Josef-Ullrich-Straße“ sollten nach Meinung der Regierung einige
Umplanungen erfolgen, um dem Maßstab der Europäischen Förderrichtlinien
gerecht zu werden.
Das Büro hat die Planungen aufgrund des Gespräches bei der Regierung
überarbeitet und dem Gemeinderat vorgestellt:
-
Beim Busparkplatz werden einige Ruhebänke
eingeplant.
-
Das Ende der Ausbaustrecke Richtung
Freudenberg wurde mit einem Wendehammer versehen, um den Kastanienbaum
erhalten zu können.
-
Das Servicegebäude erhält ein schwebendes
Flachdach, das noch einen Teil des Platzes abdeckt. Die Gehsteige, die
Parkflächen und der Platz vor dem Servicegebäude werden in Fortführung
der Großen Maingasse mit Tegulapflaster belegt und durch Bänderungen aus
grauem Granitpflaster aufgelockert.
Dieser Planung wurde zugestimmt.
Der Gemeinderat stimmte den Kooperationsverträgen zum Ausbau der
DSL-Infrastruktur mit der Deutschen Telekom AG zum Preis von 300.000
€ zu.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 13.01.2009
Der Städteplaner Dr. Holl stellte sich
zunächst den neuen Gemeinderäten vor und berichtete von seinen
Aktivitäten in Bürgstadt für die Ortsentwicklung, bei der Bauberatung
von Privatleuten und bei dem Bau des Weinkulturhauses, das eine
Mehrfachnutzung erfahren soll.
Dabei ist es erforderlich, dass das Obergeschoss vom Erdgeschoss im
Bezug auf den Lärm abgeschottet werden muss. Statt der bisher geplanten
starren Glaswände bietet sich eine flexible Schiebewand an, die durch
ein Schienensystem variabel einsetzbar ist. Dadurch kommt das
Obergeschoss besser zur Geltung und zeichnet sich mit der Galerie als
elegantere Lösung ab. Diesem Vorgehen wurde vom Gemeinderat zugestimmt.
Aus Reihen des Gemeinderates wurde auch die Schließung der Decke vom
Obergeschoss zum Dachgeschoss gefordert, da dann kein Lärm mehr
eindringen kann. Dr. Holl hielt dem entgegen, dass dann der
Beleuchtungseffekt nicht mehr vorhanden wäre. Da der Dachraum mit
lärmdämmenden Materialien ausgestattet wird, wird außerdem der Lärm vom
Erdgeschoss nicht wahrgenommen.
Im Bezug auf die Lärm- und Heizungssituation wurde das Büro Dr. Holl
aufgefordert, entsprechende Berechnungen vorzulegen.
Bemängelt wurde auch die Größe der Küche. Da dort das Geld verdient
werden muss, ist diese zu vergrößern, um für eine ordnungsgemäße
Bewirtung gerüstet zu sein.
Dr. Holl verwies auf die Sondersitzung des Gemeinderates zum Thema
„Inneneinrichtung“, wo mit dem Architekt Weber dieses Thema, wie auch
ein anderer Standort der Gästeinfo diskutiert werden kann.
Während der Bauantrag Manfred Bucher auf Errichtung eines
Carports in der Kolpingstraße zurückgestellt wurde, da zuerst eine
Ortsbesichtigung durch den Bau- und Umweltausschuss erfolgen soll, wurde
dem Bauantrag Mandy Thoms und Stefan Zöller auf Neubau eines
Einfamilienwohnhauses mit Carport, Am Landgraben 1 zugestimmt.
Der Gemeinderat stimmte auch der geplanten Sanierung des Anwesens
Freudenberger Straße 46 (Einzeldenkmal) zu und erteilte hierzu gemäß §
15 DSchG das Einvernehmen.
Der Bürgermeister informierte auch über die Tätigkeit der Stiftung
Altenhilfe im Landkreis Miltenberg im Jahr 2008. Es wurden wieder
Zuwendungen an die stationären Einrichtungen und ambulanten Dienste
104.715,21 € ausgeschüttet. Auch für 2009 wurde wieder beschlossen,
105.000 € dafür zur Verfügung zu stellen.
Diese Ausgaben erfolgen vor allen Dingen für die Finanzierung von
Maßnahmen und Gegen-ständen in den Bereichen
-
Erhöhung der Lebensqualität
-
Gesundheitsförderung
-
Freizeitgestaltung
-
Erleichterung der Pflege für alten Menschen
-
Zusätzliche Annehmlichkeiten
-
Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter
zum Zwecke der Qualitätssteigerung
-
Begleitung und Schulung pflegender
Angehöriger.
Folgende Aufträge, zu deren Vergabe die Verwaltung beauftragt wurde,
wurden nachträglich genehmigt.
-
Kamerabefahrung der Ortskanäle an die Firma
Butz, Hassmersheim zum Bruttoangebotspreis von
74.048,05
€.
-
Weinkulturhaus
- Stahlbau an die Fa MMS Anlagebau, Rudolfstadt zum Bruttopreis von 80.437,24
€
- Heizung an die Fa Hugo Großheubach zum Bruttoangebotspreis von 89.389,21
€
- Elektro an die Fa. Zöller, Großheubach zum Bruttoangebotspreis von
169.890,76 €
- Sanitär an die Fa. H & B, Bürgstadt zum Bruttoangebotspreis von
52.903,37 €
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 09.12.2008
Der Gemeinderat befasste sich im öffentlichen Teil der Sitzung
insbesondere mit familienpolitischen Angelegenheiten.
Hierzu
begrüßte Bgm. Stolz die
Mitarbeiterin vom Landratsamt Miltenberg Frau Claudia Joos und gab ihr
auch gleich die Möglichkeit das Projekt „Notinsel“ dem Gemeinderat
vorzustellen.
Sie informierte, dass dieses Projekt zur präventiven Vorbeugung gegen
Gewalt und Übergriffe an Kindern errichtet wurde und in Zusammenarbeit
zur Stiftung „Hänsel und Gretel“ steht. Die Notinsel kann auch von
Kindern in Anspruch genommen werden, die in ihrer derzeitigen Situation
irgend eine Hilfe benötigen. Partner für die Gemeinde bei diesem Projekt
ist das Landratsamt Miltenberg.
Für die Umsetzung vor Ort ist an eine Zusammenarbeit zwischen der
Gemeinde und den örtlichen Geschäften gedacht. Die Geschäfte und Läden
dienen hierbei als Anlaufstellen für betroffene Kinder, die vor einer
Problemsituation stehen. Die Geschäfte sollen hierbei keine
psychologische Beratung leisten, sondern nur die Hilfskette starten und
entsprechende Auskünfte geben bzw. Stellen informieren.
Welche Geschäfte hierbei als Partner auftreten, sieht man an
entsprechenden Aufklebern, die von außen gut sichtbar angebracht sind.
Diese Aufkleber sind bei allen Notinseln gleich, so dass auch der
Wiedererkennungswert gegeben ist.
Für die Gemeinde ist dieses Projekt kostenlos, da es von der Sparkasse,
der Raiffeisen-Volksbank und der Firma WIKA finanziert wird. Was jedoch
zu bewerkstelligen wäre, ist das Finden von geeigneten Geschäften, die
bereit sind als Notinsel aufzutreten. Hierfür sollte die Gemeinde einen
Projektpaten vor Ort suchen, der aus Reihen der Gemeinderäte, aber auch
von außerhalb kommen kann.
Bgm. Stolz ergänzte, dass die Schaffung der Notinsel nicht nur den
einheimischen Kindern dient, sondern natürlich auch den
nicht-ortsansässigen und nicht-ortskundigen Kindern. Seiner Meinung
nach, gibt es keinen Grund dem Projekt nicht näherzutreten und es zu
unterstützen.
Der Einrichtung des Projektes „Notinsel“ in Bürgstadt wird grundsätzlich
zugestimmt. Ein entsprechender Projektpate wird in der nächsten
Gemeinderatssitzung vorgeschlagen.
Ein weiterer Punkt stellte der Bericht der Senioren- und
Familienbeauftragten GR Alexandra Hörnig dar.
Einleitend bedankte sich GR Hörnig bei allen Ehrenamtlichen, die sich um
das Wohlbefinden der Senioren in Bürgstadt kümmern.
Ansonsten konnte sie bei den Senioren nicht allzu viele Wünsche
feststellen. Lediglich der Wunsch nach einem gemütlichen Kaffee wurde
vermehrt geäußert, welcher sich aber möglicherweise mit dem Bau des
Weinkulturhauses realisieren lässt.
GR Hörnig berichtete, dass sich junge Familien in Bürgstadt insgesamt
sehr wohl fühlen. Insbesondere das sehr gute und breite Freizeitangebot
der Bürgstadter Vereine mit der guten Kinder- und Jugendarbeit wurde
hervorgehoben.
Ebenfalls Zustimmung findet der neu eingeführte Windelsack, wodurch
Familien mit Babys finanziell entlastet werden.
In Bezug auf die Kleinkindbetreuung wünschten sich einige Eltern einen
Betreuungsdienst für Kinder im Alter von 1 Jahr bis 2,5 Jahren,
möglicherweise in Form einer Kindertagesstätte.
Ebenfalls sehr gelobt wurde der gemeindliche Kindergarten mit dem
möglichen Eintrittsalter von 2,5 Jahren, den flexiblen
Betreuungsmöglichkeiten, dem warmen Mittagessen, der Kooperation mit der
Grundschule und die sich hieraus entwickelnde gute Vorbereitung der
Kinder auf die Schule.
Ein gehegter Wunsch war, ob möglicherweise eine Gebührenentlastung in
Form einer Ermäßigung für das 2. Kind eingeführt werden kann.
Zufriedenheit herrscht auch bei der Anzahl und Ausstattung der
Kinderspielplätze. Einzig die Möglichkeit nach kreativem Spielen wurde
vermisst. So fehlt eine Matschgrube, Pumpe mit Wasserlauf und ähnliches.
Hier sind aber seitens der Gemeinde schon Überlegungen am Laufen.
Beim schulischen Angebot zeigten sich die Betroffenen insbesondere mit
dem Angebot der Ganztagesschule und der Hausaufgaben- und
Nachmittagsbetreuung einverstanden.
Problematisch gestaltet sich bei einigen Eltern die Ferienbetreuung der
schulpflichtigen Kinder, so dass hier der Wunsch nach solch einer
Einrichtung besteht.
Als gefährlich sehen einige Eltern das Parkverhalten im Schulbereich zum
Schulende. Hier wird teilweise beim Abholen auf dem Gehweg geparkt, so
dass die Autos für die Schüler beim Wechseln der Straßenseite eine
starke Sichtbehinderung darstellen.
Im Bereich der Freizeitaktivitäten für die Kinder wurde zum einen die
Wiedereinführung der vergünstigten Eintrittskarten für das Erftalbad
gelobt.
Der Bolzplatz am Rollschuhplatz wurde hingegen zur Nachbesserung
angemahnt, da dieser an einigen Stellen häufig sehr nass ist und zum
anderen teilweise Steine herausschauen.
Weiterhin informierte GR Hörnig, dass in Bürgstadt weiterhin der Wunsch
nach einem Eigenheim sehr hoch ist, was jedoch oftmals an den sehr hohen
Bauplatzpreisen scheitert.
Auch der Wunsch nach Einführung eines Begrüßungsgeldes für Neugeborene
als familienpolitische Geste wurde geäußert.
Zusammenfassend beurteilte GR Hörnig nochmals, dass sich die jungen
Familien in Bürgstadt insgesamt sehr wohl fühlen.
Sie regte an, dass künftig zu jährlichen Familienversammlungen geladen
werden könnte, in denen einzelne Probleme vorgetragen und diskutiert
werden.
Als weitere Entscheidung stand der Antrag von Frau Katja Breunig auf
Einrichtung eines Schülerferienhortes an.
Vor einer endgültigen Entscheidung über den Antrag wird die Verwaltung
beauftragt, mit anderen Gemeinden, die den Schülerferienhort bereits
eingeführt haben, Erfahrungen auszutauschen, die Zuschussfrage zu klären
und zu Beginn des Jahres 2009 eine Bedarfserhebung zum Bedarf nach einem
Schülerferienhort und einer Kindertagesstätte durchzuführen.
Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung wurde bekannt gegeben, dass im
Bereich entlang der Erf an der Mittelmühle und an der Erfspitze
Hundetoiletten aufgestellt werden.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 25.11.2008
Der
Gemeinderat stimmte folgenden Bauanträgen zu:
-
Evelyn Bachmann, Bürgstadt auf Sanierung und
der Erweiterung des Gasthofes „Zum Adler“, Hauptstraße 30 – Umplanung
-
Dr. Brigitte Herdt und Dr. Eckhardt Herdt,
Kleinwallstadt auf Unterkellerung der Terrasse zur Errichtung eines
Swimmingspools im Kellerbereich, Michael-Breunig-Straße 22 – Tektur.
Keine Zustimmung fand dagegen das Bauvorhaben von Joachim und Silvia
Leichtenschlag auf Errichtung einer Kfz-Unterstellhalle, Stromstraße 7.
Anlässlich eines Termins, bei dem die verschiedenen Pflasterarten
aufgezeigt wurden, die für die Martinsgasse verwendet werden
sollten, wurden Änderungen besprochen.
Der Gemeinderat legte sich wie folgt fest:
1.
Das bestehende Pflaster wird aufgenommen und
wieder eingebaut, sodass der Platz einheitlich gestaltet ist.
2.
Der Platz nördlich der Martinskapelle wird,
wie bereits beschlossen, mit Kopfsteinpflaster versehen, allerdings nur
bis zur Nordseite des Anwesens Hausnummer 28.
3.
Der Gehweg auf der westlichen Seite der
Martinsgasse wird von der Einmündung in die Hauptstraße bis zum Anwesen
Hausnummer 38 in voller Länge in kleinem Granitpflaster gepflastert.
4.
Die Fortsetzung der Kopfsteinpflaster
nördlich der Martinskapelle wird wie bereits geplant mit kleinem
Pflaster versehen.
Die Wasserrinne im Bereich Martinskapelle muss aus technischen Gründen
auf der Ostseite der Martinsgasse bleiben und dient auch als Abgrenzung
zwischen den beiden Pflasterarten.
5.
Die Pflasterflächen enden bei Hausnummer 38
(Schreibfehler).
6.
Die Bank bleibt in der bisherigen runden
Form.
7.
Die Parkplätze der Gärtnerei werden mit
Kleinsteinpflaster versehen.
8.
Die Bodenstrahler auf der Südseite der
Martinskapelle sind auf dem Grundstück um die Martinskapelle einzubauen.
9.
Beim Ausbau des Pflasters um die Kapelle
sind die aufsteigende Feuchtigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls
geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Einem Antrag der Gärtnerei Kling, der von dem Bestattungsinstitut
Hofmann und der Metzgerei Balles unterstützt wurde, die Bauarbeiten in
der Martinsgasse nicht vor dem 31. Mai 2009 zu beginnen, wurde
stattgegeben. Begründet wird der Antrag damit, dass die Hauptumsätze der
Gärtnerei im Frühjahr abgewickelt werden.
Der Gemeinderat beschloss, mit den Straßenbauarbeiten zunächst hinter
der Martinskapelle bis zur Danziger Straße zu beginnen, sodass hier Zeit
gewonnen werden kann.
Folgende Aufträge wurden vergeben:
-
Kanalbaurbeiten zur Erfstraße
an die Firma Mayer-Bau, Freudenberg zum Bruttopreis von 98.061,18 €
-
Nachtrag für die Bohrungen (Geothermie)
im Weinkulturhaus an die Firma Handke zum Bruttopreis von 7.259,- €
-
Ausstattung in der
Ortsdurchfahrt an die Firma Heimberger, Miltenberg zum Bruttopreis von
27.479,48 €.
Für 2009 wurden folgende Sitzungstermine festgelegt:
|
13.01.2009 |
|
30.06.2009 |
|
27.01.2009 |
|
14.07.2009 |
|
10.02.2009 |
|
28.07.2009 |
|
03.03.2009 |
|
08.09.2009 |
|
24.03.2009 |
|
22.09.2009 |
|
07.04.2009 |
|
06.10.2009 |
|
21.04.2009 |
|
20.10.2009 |
|
05.05.2009 |
|
03.11.2009 |
|
19.05.2009 |
|
17.11.2009 |
|
09.06.2009 |
|
08.12.2009 |
Bei der Wein- und
Sektprämierung 2008 gingen folgende Auszeichnen an die Bürgstadter
Winzer:
9 Goldmedaillen
17 Silbermedaillen
9 Bronzemedaillen
Außerdem erhielt das Weingut Sturm den Landkreis-Ehrenpreis für
2007er Bürgstadter Centgrafenberg Silvaner, Spätlese, Prädikatswein.
Bürgermeister Stolz gratulierte den Winzern zu diesen Erfolgen und
stellte fest, dass dieser Medaillensegen nicht nur Werbung für die
Winzer, sondern auch für Bürgstadt sei.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 11.11.2008
Hauptberatungspunkt in der Gemeinderatssitzung war die
DSL-Situation in Bürgstadt.
Hierzu begrüßte Bgm. Stolz
Herrn Alexander Vogler, der für den Bereich „DSL für Kommunen“ bei der
Telekom als technischer Leiter zuständig ist und das Telekom-Angebot
detailliert vorstellte.
Zu Beginn seiner Ausführungen erklärte er die Reichweitenproblematik
beim herkömmlich für die Telefonie verwendeten Kupferkabel. Dieses habe
je nach Querschnitt eine relativ hohe Dämpfung, so dass mit steigender
Entfernung zum Versorgungsknoten auch die Bandbreite deutlich abnimmt.
Zur Änderung dieser Problematik und Ausbau des DSL-Netzes gibt es
letztlich 4 Alternativen:
-
Mobilfunk:
DSL über das Mobilfunknetz funktioniert mit der UMTS-Technik zwar recht
gut bis 7 MBit/s, nimmt aber mit steigenden Serverzahlen stetig ab.
-
Funklösung:
Es können 1-3 MBit/s erreicht werden, wird in Bereichen in denen kein
Glasfaser in der Nähe liegt verwendet, wird aber in Gemeinden der
Größenordnung von Bürgstadt nicht eingesetzt, da für einen
entsprechenden Empfang in der gesamten Gemeinde viele Funkmasten
benötigt werden, die ebenfalls hohe Kosten verursachen.
-
Kabel Deutschland:
Kabelnetz ist für DSL-Versorgung geeignet, sobald es von Kabel
Deutschland Rückkanalfähig gemacht wird – bei vielen Nutzern am Kabel
nimmt die Leistung ab; Zur Kabel-Technik ist der Konkurrenz der Weg
verschlossen.
-
Glasfaserkabel (Telekom):
Zukunftsfähige DSL-Verbindung mit technisch möglicher Übertragungsrate
von bis zu 100MBit/s, unabhängig von der Anzahl der Nutzer bleibt die
Übertragungsrate nahezu gleich.
Hierzu erläuterte Herr Vogler, dass man die KvZ in Bürgstadt mit
Glasfaserkabel anbinden muss, indem der erste KvZ von dem Knotenpunkt in
Miltenberg/Nord versorgt wird. Insgesamt werden bei einem Vollausbau in
Bürgstadt 21 KvZ mit Glasfaserkabel miteinander verbunden. Von den KvZ
geht es dann mit dem herkömmlichen Kupferkabel in die Haushalte. Die
jetzt eingebaute Technik würde sich dann jederzeit mit der neuen
VDSL-Technik ausbauen lassen, die dann eine Übertragungsrate von 50
MBit/s liefern würde. Dieser Ausbau ist derzeit jedoch noch von der
Regulierungsbehörde auf 51 Städte in Deutschland beschränkt. Der
allerletzte Schritt wäre dann etwa bis zum Jahr 2030 die Zuleitung mit
Glasfaserkabel in jeden Haushalt.Die Größe der neuen KvZ wird künftig
etwa dreimal so groß sein, wie die bisherigen KvZ.
Herr Vogler stellte dar, dass derzeit in Bürgstadt 1912 Haushalte mit
Kupferdraht erschlossen werden. Hiervon liefern 1.111 Anschlüsse eine
Bandbreite von mehr als 1.000 Kbit/s, wobei hiervon nur etwa 20 % eine
Übertragungsrate von 1.512 KBit/s und mehr erreichen. Die höchste
Übertragungsrate in Bürgstadt bringt derzeit in Einzelfällen 3.000 Kbit/s.
787 Anschlüsse liefern eine Bandbreite von weniger als 1.000 KBit/s, 13
Anschlüsse verfügen über kein DSL.
Herr Vogler betont, dass jeder Anbieter, der derzeit kabelgebundes DSL
mit einer höheren Bandbreite als 3.000 Kbit/s in Bürgstadt anbiete,
unseriöse Angebote mache.
Im Folgenden ging Herr Vogler noch detaillierter auf die Bürgstadter
Situation ein und stellte anhand von Übersichtsplänen den derzeitigen
Ausbau mit KvZ und die daraus resultierende Versorgungssituation dar.
Bei einem Ausbau und einer Aufrüstung aller KvZ mit Glasfaser könnte je
nach Entfernung des einzelnen Haushalts zum nächsten KvZ eine
Übertragungsrate von 12.000 – 16.000 Kbit/s garantiert werden.
Selbst eine Versorgung des Industriegebietes vom Ortsnetz aus könnte
noch zu einer dortigen Bandbreite von 6.000 Kbit/s führen.
Er betonte das sehr gut ausgebaute Leerrohrnetz in Bürgstadt, was dazu
führt, dass aufgrund der auszubauenden Größenordnung noch ein relativ
günstiges Angebot gemacht werden kann.
Er erläuterte, dass der Ausbau mit einem Eingriff in eine befestigte
Oberfläche etwa 60.000 EUR pro Kilometer beträgt, ein Ausbau in
unbefestigte Oberflächen 20.000 EUR pro Kilometer und das reine
Einziehen von Glasfaserkabel in vorhandene Leerrohre 5.000 EUR.
Die Aufrüstung eines KvZ kostet die Telekom rein an Materialkosten ca.
20.000 EUR zuzüglich etwa 30 % Kleinteile und Arbeitslohn.
Hiernach würde sich eine Deckungslücke von rund 550.000 EUR errechnen.
Aufgrund durchgeführter Wirtschaftlichkeitsrechnungen durch die Telekom
unter Berücksichtigung künftiger Wartungs- und Pflegearbeiten an der
Technik kann die Telekom diese Leistung bei einem Vollausbau Bürgstadts
für derzeit 381.000 EUR anbieten. Allerdings wird er die Tatsache, dass
Kabel Deutschland bereits in Bürgstadt anklopft nochmals seinem
Kalkulator mitteilen, so dass dieser vielleicht nochmals eine weitere
Wirtschaftlichkeitsberechnung macht.
Herr Vogler informierte den Gemeinderat über den Schwellenwert von
200.000 EUR Investitionsvolumen. Bei Überschreiten dieses
Vergabevolumens innerhalb eines Auftrages, müsste, um in den Genuss der
Förderung zu kommen, eine Einzelnotifizierung bei der EU beantragt
werden.
Nach Rücksprache der Telekom beim Wirtschaftsministerium wurde von dort
bestätigt, dass auch durch eine saubere und begründete Trennung einer
Maßnahme in zwei technische Ausbauprogramme (unter 200.000 EUR) die
Voraussetzungen der Förderrichtlinie erfüllt werden und man keine Gefahr
läuft die Zuschüsse zu gefährden.
Herr Vogler stellte klar heraus, dass die Telekom einen Ausbau bei
unserer Versorgungsstruktur und zu diesen Preisen nur dann umsetzt,
solange Kabel Deutschland noch nicht versorgt hat.
Sollte es zu einem Ausbau kommen, wäre die technische Realisierung
spätestens innerhalb von 12 Monaten umgesetzt.
Bgm. Stolz sieht eine Investition seitens der Gemeinde in das
Privatunternehmen Telekom auch als eine Investition für den Bürger.
Dennoch bleibt der fade Beigeschmack, dass sich eine Kommune an
Investitionen einer Privatfirma beteiligt.
Der Gemeinderat wird in einer der nächsten Sitzung eine endgültige
Entscheidung hinsichtlich des DSL-Ausbaus fällen.
Weiterhin wurden Erdwärmebohrungen (Geothermie) für das Weinkulturhaus
an die Firma Handke Brunnenbau GmbH, Dirnstein zu einem
Bruttoangebotspreis von 55.813,62 EUR vergeben.
Bgm. Stolz informierte außerdem, dass die Kanalgebühr auch für den
nächsten Kalkulationszeitraum von 2009-2011 konstant bei 2,05 EUR/cbm
Abwasser gehalten werden kann.
Abschließend wies er daraufhin, dass der in der Tagespresse
veröffentlichte Betrag von 400.000 EUR für den Abriss des
Weinkulturhauses nicht richtig sei. Dies ist die Vergabesumme an die
Firma Löhe sowohl für den Abriss als auch den kompletten Rohbau.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 28.10.2008
Zu Beginn der Sitzung beglückwünschte Bürgermeister Stolz Herrn Helmut
Bitterlich zur Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille, die er für
sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement und seine Verdienste an
Natur und Umwelt und überreichte ihm ein Weinpräsent. Herr Stolz
betonte, dass der Geehrte auch den Bürgern und Vereinen des Marktes
Bürgstadt und auch der Kommune selbst mit Rat und Tat zur Seite steht.
Zugestimmt wurde folgenden Bauanträgen:
- Evelyn Bachmann, Bürgstadt auf Sanierung und Erweiterung des Gasthofes
„Zum Adler“, Hauptstraße 30
- Markt Bürgstadt auf Errichtung von Parkplätzen und einer
Toilettenanlage mit Infostelle an der Josef-Ullrich-Straße.
Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung mit dem Landkreis zur Erfassung
von Garten- und Grünabfällen und zur Unterstützung des Landkreises bei
dieser Aufgabe zu. Mit dieser Vereinbarung werden Vorschriften
aktualisiert und neu verfasst, die vorher das Grüngutkonzept geregelt
hatte.
Der Abschluss der Straßenbauarbeiten in der Freudenberger Straße ist
absehbar, sodass die Ortsdurchfahrt wieder befahrbar ist.
In der Zwischenzeit wurden auch das Verkehrskonzept beschlossen und die
Parkflächen gekennzeichnet.
In einer kontroversen Diskussion entschloss sich der Gemeinderat
mehrheitlich dazu, vorerst keine Verkehrsüberwachung einzuführen. Es
wird auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer gesetzt und Rücksicht auf
die Geschäftsleute genommen, die wegen der laufenden Baumaßnahmen
genügend Einschränkungen hinnehmen mussten.
Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass bei entsprechendem
verkehrswidrigen Verhalten die Verkehrsüberwachung zu einem späteren
Zeitpunkt eingeführt wird.
Einem entsprechenden Antrag des CSU-Ortsverbandes auf Bewerbung um die
Ausrichtung des regionalen Apfelmarktes im Jahr 2013 wurde zugestimmt.
Auf Wunsch des Städteplaners Dr. Holl und Dr. Dümler vom Landesamt für
Denkmalpflege wurde beschlossen, dass der Platz vor der Martinskapelle
neben der eigentlichen Straßenführung in Kopfsteinpflaster ausgeführt
wird. Auf Wunsch des Gemeinderates soll jedoch der direkte Zugang mit
einem glatten Belag gestaltet werden.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 14.10.2008
Der Gemeinderat stimmte folgenden den vom Gutachterausschuss beim
Landratsamt Miltenberg übermittelten Bodenrichtwerten zu:
Wohnbauflächen
- Innerhalb von Bebauungsplänen 155 – 230 €
- Außerhalb von Bebauungsplänen 80 – 150 €
Gewerbeflächen 75 – 110 €
- Industriegebiet Bürgstadt-Nord 40 €
Gemischte Flächen 100 – 155 €
Rohbauland
- Wohnbauflächen 100 – 130 €
- Gewerbliche Flächen 30 – 75 €
Bauerwartungsland 25 – 75 €
Der Gemeinderat nahm den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2007, bei dem
die größten Abweichungen von Ansatz zum Ist erklärt wurden, zur
Kenntnis.
Die Jahresrechnung ist ausgeglichen. Dabei ist berücksichtigt, dass sich
ein Überschuss von 425.072 € ergeben hat, der als Rücklage in den
Haushalt 2008 überführt wurde.
Dieses gute Ergebnis ist insbesondere auf die Mehreinnahmen bei der
Gewerbesteuer und bei den Einkommensteueranteilen zurückzuführen.
Nach mehreren Beratungen und Einbeziehung des Gewerbevereins beschloss
der Gemeinderat die Einführung einer geschwindigkeitsbeschränkten Zone
30 und die Einrichtung einer Parkzeitzone.
Folgende Bereiche sind vorgesehen:
a) Geschwindigkeitsbeschränkte Zone 30
Im Altort wird eine geschwindigkeitsbeschränkte Zone 30 eingeführt. Der
Bereich wird wie folgt festgelegt:
Im Süden Alte Erfbrücke, Hauptstraße und neue Erfbrücke / Jahnstraße
Im Norden: Freudenberger Straße, Einmündung Danziger Straße und
Großer Brückengraben, Radweg
Im Osten: Streckfuß / Einmündung Jahnstraße, Trieb / Einmündung
Marienbader Straße
Im Westen: Josef-Ullrich-Straße.
In diesem Bereich gilt Rechts vor Links.
b) Einrichtung einer Parkzeitzone
Die Parkzeitzone beginnt
* in der Hauptstraße: Bereich Raiffeisen-Volksbank
* im Streckfuß: ab Anwesen Hausnummer 9
* in der Martinsgasse: Bereich Einmündung Marienbader Straße
und endet in der
* Freudenberger Straße: am Anwesen Hausnummer 31.
Des Weiteren wird die Martinsgasse nach dem Ausbau mit einbezogen.
Die Parkzeitzone wird zeitlich von
* Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr und
* samstags von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr
festgelegt.
Die Dauer der Parkzeit beträgt 1 Stunde.
c) Halten und Parken anlässlich der Parkzeitzone
Das Halten und Parken ist innerhalb der 30 km/h-Zone, aber außerhalb der
Parkzeitzone nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt.
Folgende Straßenstrecken sind betroffen:
* Freudenberger Straße: ab Einmündung Danziger Straße bis Anwesen
Hausnummer 31 (beidseitig)
* Trieb: ab Einmündung Marienbader Straße bis Einmündung
Streckfuß (einseitig)
* Mühlweg: von Einmündung Jahnstraße bis Einmündung Hauptstraße
Diese Regelung tritt mit Aufstellen der Beschilderung in Kraft.
Die Verwaltung wurde beauftragt, für die Beschaffung der
Verkehrsschilder entsprechende Kostenangebote einzuholen.
2. Bürgermeister Lausberger informierte, dass der Bayerische Rundfunk
laut Mitteilung vom 07. Oktober 2008 die Fernsehfüllsender „Bürgstadt“
und „Collenberg“ im Landkreis zum 04. November 2008 abschaltet.
Von der Abschaltung sind „Das Erste“ (ARD), das „Bayer. Fernsehen“ und
das „ZDF“ betroffen.
Diese beiden Fernsehfüllsender versorgen bisher Bürgstadt und Collenberg
und die nähere Umgebung mit den drei analogen TV-Programmen. Betroffen
sind nur Zuschauer, die ihre Fernsehprogramme über herkömmliche Dach-
oder Zimmerantennen beziehen.
Der Hintergrund ist folgender:
Am 25. November startet in verschiedenen Regionen Bayerns das digitale
Antennenfernsehen (DVB-T), unter anderem in Teilen Unterfrankens. Zu
diesem Termin wird der Sender Pfaffenberg digitalisiert und künftig 12
öffentlich-rechtliche TV-Programme senden. Der Sender Spessart wird
dagegen nicht mehr zur TV-Versorgung eingesetzt und abgeschaltet.
Diese Umstellung wirkt sich unmittelbar auch auf eine Reihe von
Fernsehfüllsendern aus, die bisher an diese Grundnetzsender angebunden
waren und zum 25. November abgeschaltet werden. Fernsehfüllsender
versorgen generell nur ein kleines Gebiet (z. B. eine Ortschaft). Und
zwar nur dort, wo kein Grundnetzsender (Sender mit höherer Sendeleistung
und Reichweite) direkt empfangbar ist.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 30.09.2008
Folgenden Bauanträgen wurde zugestimmt:
- Musikverein „Germania“ Bürgstadt für die Erweiterung des
Vereinsheimes, Erfstraße 33
- Münch Claus, Bürgstadt für eine Büroerweiterung, Eichenbühler Straße
77.
Zum wiederholten Male wurde über die Ausstattung und Möblierung in der
Haupt- und Freudenberger Straße beraten.
Der Gemeinderat legte sich auf die von dem Ortsplaner Dr. Holl
vorgeschlagenen Modelle und Ausführungen der Blumenkübel und Bänke fest,
da bei Beschaffungen aus Katalogen keine Einheitlichkeit und
Durchgängigkeit geschaffen werden kann. Außerdem ist der
Preisunterschied nur sehr gering. Die Verwaltung wurde beauftragt, die
Herstellung der Ausstattungsgegenstände auszuschreiben.
Die Ballfangzaun-Montagearbeiten für den Hartplatz an der Sporthalle
werden an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma Zaunbau Grasmann,
Höchst zum Bruttoangebotspreis in Höhe von 48.822,78 Euro vergeben.
Der Gemeinderat stimmte auch der Vergabe der Treppenanlage im
Glockenturm der Alten Kirche St. Margareta an die Firma Heimberger,
Miltenberg zum Bruttoangebotspreis von 13.399,40 € zu.
Im Jahr 2016 soll die Landesgartenschau in Unterfranken stattfinden. In
Zusammenarbeit mit dem Büro Böhringer i.F. schlägt das Landratsamt
Miltenberg vor, diese an den Untermain zu holen und alle Gemeinden und
Städte von Stadtprozelten bis Obernburg einzubinden.
Diese Idee wurde im Rahmen der Aufstellung des Regionalen
Entwicklungskonzeptes für die Bewerbung um das Förderprogramm Leader in
ELER entwickelt. Eine abgestimmte Aufwertung der Mainvorländer als
Naherholungs- und Verweilflächen mit besonderem Charme birgt große
Potentiale sowohl in Bezug auf den Tourismus als auch für die Bewohner
der Region.
Der Gemeinderat stimmte folgender Vorgehensweise zu:
1. Das Büro Böhringer i. F. wird beauftragt, ein Bewerbungskonzept für
die Landesgartenschau 2016 zu erstellen.
2. Die dafür entstehenden Kosten von 80.000 Euro (brutto) werden vom
Landkreis Miltenberg vorfinanziert.
3. Der Landkreis Miltenberg übernimmt 50 % dieser Kosten (= 40.000
Euro), 50 % der Kosten werden durch die beteiligten Kommunen nach einem
noch festzulegenden Verteilerschlüssel getragen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 16.09.2008
Zugestimmt wurde dem Bauantrag Klaus Jäger, Großkrotzenburg für einen
Wohnhausan- und -umbau, Spessartstraße 6.
Einverständnis bestand auch mit dem Abschluss einer Zweckvereinbarung
zwischen dem Landkreis Miltenberg und dem Markt Bürgstadt beim
gemeinsamen Projekt "Windelsack". Hier soll durch die Einführung eines
für die Familien kostenlosen Windelsackes für Kleinkinder und
Pflegefälle ab 2009 ein familienpolitisches Zeichen gesetzt werden. Die
Kosten für den Windelsack tragen Gemeinde und Landkreis gemeinsam; für
Pflegefälle trägt sie der Kreis alleine.
Der Gemeinderat akzeptierte die vorgelegten Planungen für den Ausbau der
Josef-Ullrich-Straße und der Martinsgasse mit dem Alten Kirchhof, die
nach Vorgaben der Gemeinderatssitzung vom 02.09.2008 erstellt wurden und
gab sie für den Bewilligungsantrag frei.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 02.09.2008
Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung 2 Bauanträgen
zu.
Weiterhin wurden von 2. Bgm. Bernhard Lausberger Planungsalternativen
für die Fahrbahn- und Platzgestaltung im Bereich der Martinsgasse und
Martinskapelle vorgestellt, die als Grundlage für den Bewilligungsantrag
dienen sollen.
Nach einiger Diskussion einigte man sich mit folgendem Konzept an die
Regierung heranzutreten:
Die Fahrbahn von der Hauptstraße kommend wird bis zum Ende des
Parkplatzes am Anwesen Gärtnerei Kling im herkömmlichen Granitpflaster
ausgeführt. Die Fahrbahn im Bereich der Martinskapelle wird bis auf Höhe
Anwesen Hausnummer 28 mit rotfarbenen Granitsteinen versehen.
Im Anschluss an den Platz wird im Fahrbahnbereich bis zu Hausnummer 38
der normale Granitstein und im auslaufenden Platzbereich kleines
Granitpflaster in herkömmlicher Farbgebung verwendet.
Der Gehweg wird beidseitig bis zur Einmündung Marienbader Straße in
kleinsteinigem Granitpflaster ausgebaut. Ab der Marienbader Straße wird
der Gehweg nur noch talseitig errichtet und hier bis zum Ende des
Anwesens Kling mit dem normalen Kleinpflaster. Ab hier werden nur noch
rötliche Kleinsteine aus Granit genutzt.
Um die Martinskapelle herum wird bis kurz hinter den Baum nördlich der
Kapelle das alte Kopfsteinpflaster wieder eingebaut werden. Im Anschluss
daran wird der kleine rote Granitstein verwendet werden.
Die Gehflächen von der Danziger Straße kommend zwischen dem Anwesen
Kling und der Martinskapelle sowie die Privatflächen sollen in kleinem
normalen Granitpflaster hergestellt werden. Mit der Familie Kling sind
entsprechende Gespräche zu führen.
Die Beleuchtung in der Martinsgasse sollte grundsätzlich an das Konzept
in der Hauptstraße und Freudenberger Straße angepasst werden. So könnte
auch hier mit Überspannung und einzelnen Stelen gearbeitet werden. Eine
objektbezogene Beleuchtung der Martinskapelle soll ebenfalls vorgenommen
werden. Details werden hier aber noch besprochen.
Als weiteren Punkt behandelte man den Planentwurf für den Kirchhof. Hier
war Hauptpunkt der Beratung aus welchem Material der neue Weg entstehen
soll. Schließlich fiel die Wahl auf Sandsteinplatten wobei noch nicht
klar ist, ob man den heimischen Sandstein einbaut oder einen härteren
Wesersandstein. Im übrigen soll nach Meinung des Gemeinderates der
Wegesverlauf und die Hofgestaltung so weit aufrecht erhalten bleiben.
Der Gemeinderat hatte sich auch nochmals mit der Gestaltung an der
Josef-Ullrich-Straße zu befassen. Hier wird auf Höhe der Unterführung
ein WC-Häuschen entstehen. Die Busparkplätze werden entgegen den
ursprünglichen Absichten nicht gegenüber dem Anwesen Elbert entstehen,
sondern im Bereich der Festhalle.
Ebenfalls zur Debatte stand die Möblierung mit Ausstattungsgegenständen
in der Hauptstraße. Aufgrund der Situation vor Ort und der abschüssigen
Fahrbahn kann man hier bei der Bank- und Blumenkübelwahl nicht auf
standardisierte Katalogprodukte zurückgreifen, sondern muss die schiefe
Bodenneigung durch Einzelanfertigung ausgleichen. Zudem sollen die Bänke
und Blumenkübel abnehmbar sein. Diese Vorgaben machen die einzelnen
Gegenstände recht teuer. Mit dem Auftrag an die Verwaltung und den
Städteplaner nochmals ein stimmiges Alternativkonzept vorzustellen,
wurde der Tagesordnungspunkt vertagt.
Ein weiterer richtungsweisender Punkt für Bürgstadt stand mit der
DSL-Versorgung auf der Tagesordnung. Hier liegt von der Telekom ein
Angebot vor, für rund 300.000 EUR netto im gesamten Ortsbereich von
Bürgstadt eine Vollversorgung von 16.000 kbit/s zu erhalten.
Die Firma Vodafone bietet für 50.000 EUR eine Versorgung im Ortsbereich
mit 3.600 kbit/s Übertragungsrate an.
Mögliche Zuschüsse in Höhe von 50.000 EUR zur Investition kann der Markt
Bürgstadt vom Freistaat Bayern nur dann erhalten, wenn die Forderungen
aus der Förderrichtlinie eingehalten werden. Diese verlangt eine
anbieter- und technikneutrale Ausschreibung der benötigten Versorgung.
Der Gemeinderat beschloss, diesen Weg zu gehen und zu gegebener Zeit die
Maßnahme auszuschreiben.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 22.07.2008
Zugestimmt wurde dem Bauantrag der Eheleute Monika und Klaus Grein auf
Errichtung eines Wohnhauses, Setzgasse 4a.
Anhand von Plänen zeigte Bürgermeister Stolz verschiedene
Gestaltungsmöglichkeiten für die Martinsgasse und insbesondere den Platz
um die Martinskapelle auf.
Es wurde Wert darauf gelegt, dass die Fahrbahn und hier insbesondere im
Bereich der Kapelle auf jedem Fall mit gesägtem Natursteinpflaster
erfolgen soll, um den Anwohnern die Lärmbelästigung zu ersparen.
Fraglich ist noch der Belag des Kapellenplatzes. Zum einen steht der
Wunsch des Städteplaners und der Regierung von Unterfranken im Raum, den
Platz mit Kopfsteinpflaster zu belassen bzw. zu versehen. Zum anderen
möchten Mitglieder des Gemeinderates, dass der Platz eventuell in rotem
Naturstein gepflastert wird.
Die Verwaltung wurde beauftragt, mit den entsprechenden Stellen die
weitere Planung zu besprechen und die Wünsche des Gemeinderates
vorzutragen, sodass in diesem Jahr noch der Zuwendungsantrag gestellt
werden kann.
Auch für den Ausbau der Josef-Ullrich-Straße mit Parkplätzen liegen zwei
Alternativen vor.
Die Planung Dr. Holl sieht mehrere Parkboxen mit jeweils 4 bzw. 6
Parkplätzen vor.
Nach der Planung Johann & Eck sind die Parkplätze senkrecht zur
Josef-Ullrich-Straße angeordnet. Auch bei der Anordnung der
Busparkplätze gab es zwei Varianten, und zwar eine im Bereich am
Festplatz, die andere unterhalb des Anwesens Elbert.
Der Gemeinderat entschied sich bei der Anordnung der Parkplätze für die
Alternative Johann & Eck und für den Standort der Busparkplätze für den
Platz unterhalb Anwesen Elbert, da dies die direkte Verbindung zum
Ortskern und zur Schiffsanlegestelle darstellt.
Des Weiteren soll untersucht werden, ob ein Toilettenhäuschen, Mutter-
und Kind-Parkplätze untergebracht werden können. Auch ist zu beachten,
dass der Kreuzungsbereich Große Maingasse/Josef-Ullrich-Straße mit einer
Schleppkurve versehen wird.
Für den Jahresantrag 2009 im Rahmen der Städtebauförderung werden
folgende Maßnahmen gemeldet:
* Kommunales Förderprogramm 75.000 €
* Bauberatung im Rahmen des Kommunalen Förderprogrammes 7.500 €
* Innerörtliches Beschilderungskonzept 76.000 €
Für den Jahresantrag 2009 aus dem EFRE-Strukturprogramm werden folgende
Maßnahmen gemeldet:
* Weinkulturhaus 1.100.000 €
* Ausbau Josef-Ullrich-Straße mit Parkplätzen 450.000 €
* Gemeindliche Bezuschussung von Energiesparmaßnahmen
an privaten Anwesen 85.000 €
Im Bereich der neuen Mainbrücke soll eine Parkbucht mit einer
entsprechenden Informationstafel gebaut werden. Es handelt sich um ein
gemeinsames Projekt der Stadt Miltenberg und des Marktes Bürgstadt, die
sich auch die Kosten teilen.
Dem vorgestellten Konzept der Informationstafel wurde zugestimmt. Auf
diese Tafel sollen die Ortspläne, Informationen über den jeweiligen Ort
und Hinweise zu Veranstaltungen, Häckerwirtschaften angebracht werden.
Der Auftrag für die Sanierung des Hartplatzes an der Volksschule wurde
an die Firma Drexler, Arrach zum Angebotspreis von 77.647,50 € vergeben.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 08.07.2008
Im einzigen Tagesordnungspunkt der
öffentlichen Sitzung wurde der Gemeinderat über das Vorhaben von Tobias
Helmstetter, Bürgstadt informiert, der statt eines vorgesehenen
Stellplatzes eine Garage errichten will.
Das Bauvorhaben ist genehmigungsfrei.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 24.06.2008
Unter Auflagen wurde dem Antrag von Hubertus Herth für den Neubau einer
Garage, Am Vogelsberg 6 zugestimmt.
Die Fachkraft für Arbeitssicherheit hat die Spielplätze des Marktes
Bürgstadt begutachtet. Zusammenfassend teilt Herr Karg mit, dass an den
einzelnen Spielplätzen nur geringfügige Dinge beanstandet werden
mussten, die jederzeit vom Bauhofpersonal behoben werden können.
Alle Spielgeräte werden wöchentlich einer Sichtkontrolle,
vierteljährlich einer Funktionskontrolle und jährlich durch die
Fachkraft für Arbeitssicherheit einer Generalinspektion unterzogen.
Dem Antrag von Arnulf Brand auf Einbau eines Aufzugs im Weinkulturhaus
wurde nicht stattgegeben, da ein Plattformlift eingebaut wird, der die
Zugänglichkeit eines Rollstuhlfahrers, eines Gehbehinderten und eines
Kinderwagens gewährleistet und sowohl beim Einbau und bei der
Unterhaltung günstiger ist.
Der Einbau eines Wickelklapptisches im Behinderten-WC wird in die
Planung aufgenommen.
Insbesondere den neuen Gemeinderäten wurden die im Vermögenshaushalt
2008 veranschlagten Investitionsmaßnahmen bekannt gegeben und näher
erläutert.
Der Auftrag für die Asphaltierung des gemeindlichen Anteils an der
Steinernen Gasse wurde an die Firma Stix, Stockstadt zum Angebotspreis
von brutto 10.095,18 € vergeben.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 10.06.2008
Für folgende Bauanträge wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt:
- Bauanfrage Brigitte Bundschuh, Stuttgart für den Neubau von 2
Doppelhaushälften, Rosegger Straße 2
- Bauantrag Martin, Gabriele und Clarissa Helmstetter, Bürgstadt für den
Einbau von 2 Dachgaupen und Errichtung eines Satteldaches auf der
Garage, Zum Heimbuch 18
- Bauantrag Stephan Wolfert, Bürgstadt auf nachträglichen Einbau einer
Schleppdachgaupe am Anwesen Kolpingstraße 6a.
Im Hinblick auf die Städtebauförderung und die Stärkung des
Einzelhandels im Altortbereich wurde eine Änderung des Bebauungsplanes
„Gewerbegebiet Süd“ dahingehend beschlossen, dass eine weitere
Ansiedlung von Betrieben mit innenstadtrelevanten Sortimenten
ausgeschlossen ist. Zur Umsetzung dieses Aufstellungsbeschlusses wurde
gleichzeitig eine Veränderungssperre erlassen.
Dem Einbau einer Querwasserrinne am Ende der Ausbaustrecke im Streckfuß
wurde zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 10.000 €.
Nach der Sanierung der Ortsdurchfahrt sollen nach der vorliegenden
Ausführungsplanung im Bereich der Straße 43 Parkplätze angeordnet
werden, die durch Nagelzeichen gekennzeichnet werden. Das Parken ist nur
in den gekennzeichneten Flächen erlaubt.
Vor dem Weinhaus Stern sind 3 Parkplätze eingeplant, die aber von den
Besitzern wegen der Gastronomie (Lärmentwicklung) nicht gewünscht
werden.
Der Gemeinderat hat beschlossen, den Parkplatz 41 ganz zu streichen und
über die restlichen 2 Parkplätze vor Ort bei einer Verkehrsschau zu
beraten.
Des Weiteren hat sich der Gemeinderat dazu entschieden, am Platz vor der
Gemeindebücherei in der Freudenberger Straße an der Mauer zur Alten
Kirche weitere Parkplätze anzuordnen.
Die Abrechnung über die Beteiligung des Marktes Bürgstadt an der
Volkshochschule für das Jahr 2007 wurde zur Kenntnis gegeben. Der Markt
Bürgstadt muss 3.095,47 € zahlen.
Der Antrag von Alexandra Hörnig auf Anschaffung von zusätzlichen
Flachwasserabsauggeräten für die Freiwillige Feuerwehr wird an die
Feuerwehr weitergeleitet, da derartige Anträge zentral von dort gestellt
werden sollen.
Bernd Neuberger beanstandete, dass trotz Ausschilderung in der
Josef-Ullrich-Straße der Verkehr insbesondere von jungen PKW-Fahrern sehr oft
missachtet wird und so Radfahrer von dem Erfbrückchen kommend sehr stark
gefährdet sind, obwohl sie Vorfahrt haben. Er bat um weitere
Verkehrssicherungsmaßnahmen.
Der Gemeinderat vertrat die Meinung, dass die Beschilderung
ordnungsgemäß ist. Allerdings stellt das hohe Brückengeländer ein
Gefahrenpotential dar. Es soll eine Besichtigung bei der Verkehrsschau
erfolgen.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 20.05.2008
Dem Bauantrag Paul Fürst, Bürgstadt auf Erweiterung des Weingutes,
Hohenlindenweg 46 wurde zugestimmt.
Die isolierte Befreiung zum Bauantrag der Eheleute Andrea und Peter Wag,
Bürgstadt für die Errichtung eines Nebengebäudes und einer Zaunanlage
wurde nicht erteilt.
Das öffentliche Telefon am Kreuzungsbereich Streckfuß/Hauptstraße bleibt
erhalten. Es wird als Telestation mit Dach und Seitenteilen ausgeführt.
Der genaue Standort wird noch festgelegt.
Für die Beteiligung am Abwasserzweckverband Main-Mud hat der Markt
Bürgstadt für das Jahr 2007 insgesamt 260.212,-- EUR Vorauszahlungen
geleistet. Die Endabrechnung erbrachte jedoch nur 224.456,86 EUR. Die
Überzahlung von 35.755,14 EUR wurde als Sondertilgung beim
Maintalsammler verwendet.
Bei der Überprüfung des Haushaltes beanstandete die
Rechnungsprüfungsstelle, dass das Darlehen von 400.000,-- EUR
aufgenommen wurde, obwohl sich in der Jahresrechnung ein Überschuss von
450.000,-- EUR ergeben hat.
Die Verwaltung bemerkte dazu, dass der Kredit im Juli aufgenommen wurde,
da die Kassenlage es erforderte und zu diesem Zeitpunkt die positive
Haushaltslage (insbesondere Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer) nicht
zu erkenn war.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 06.05.2008
Zu Beginn der Sitzung wies Bürgermeister
Stolz auf die anstehenden Aufgaben und Bemühungen der Gemeinderatsarbeit
hin. Er bat darum, aufeinander zuzugehen und sich die Hand zu
gemeinsamen Handeln im Interesse „unseres liebenswerten Bürgstadt“ zu
reichen.
Anschließend vereidigte er die neu gewählten Gemeinderatsmitglieder
Eck Max-Josef
Gunkelmann Ralf
Hörnig Alexandra
Lausberger Bernhard
Dr. Maaß Karl-Adalbert
Reinfurt Holger
Reinmuth Jörg
Schneider Michael
Theis Andreas
Aus der Mitte des Gemeinderates wurden
Herr Bernhard Lausberger zum 2. Bürgermeister
und
Frau Gabriele Münch zur 3. Bürgermeisterin
gewählt.
Es wurden folgende Ausschüsse gebildet:
|
Hauptverwaltungsausschuss |
Stellvertreter |
|
Vors. Bgm. Stolz
Bernhard
GR Helmstetter Matthias
2. Bgm. Lausberger Bernhard
GR Bucher Leo
GR Hörnig Alexandra
GR Schneider Michael
GR Reinmuth Jörg
GR Dr. Maaß Karl-Adalbert |
2. Bgm. Bernhard
Lausberger
GR Sturm Christian
GR Eck Max-Josef
GR Neuberger Burkhard
GR Theis Andreas
GR Reinfurt Holger
GR Umscheid Stefan
3. Bgm. Münch Gabriele |
|
Bau- und Umweltausschuss |
Stellvertreter |
|
Vors.
Bgm. Stolz Bernhard
GR Sturm Christian
GR Neuberger Burkhard
GR Eck Max-Josef
GR Theis Andreas
GR Umscheid Stefan
GR Gunkelmann Ralf
GR Theis Gotthard |
2. Bgm. Bernhard
Lausberger
GR Helmstetter Matthias
GR Bucher Leo
GR Lausberger Bernhard
GR Hörnig Alexandra
GR Reinmuth Jörg
GR Reinfurt Holger
3. Bgm. Münch Gabriele |
|
Rechnungsprüfungsausschuss |
Stellvertreter |
|
GR Helmstetter
Matthias
GR Schneider Michael
GR Dr. Maaß Karl-Adalbert
|
GR Bucher Leo
GR Reinmuth Jörg
3. Bgm. Münch Gabriele |
Vorsitzender: GR Helmstetter Matthias
Ausschuss
„Feldwegbegehung“
GR Sturm Christian
GR Neuberger Burkhard
GR Umscheid Stefan
GR Theis Gotthard
Büchereikuratorium
GR Hörnig Alexandra
GR Schneider Michael
3. Bgm. Münch Gabriele
Als
Fraktionssprecher
wurden benannt:
CSU - GR Helmstetter Matthias
Stellvertreter GR Hörnig Alexandra
UWG - GR Umscheid Stefan
Stellvertreter GR Reinfurt Holger
SPD - 3. Bgm. Münch Gabriele
Stellvertreter GR Theis Gotthard
Danach wurden die Geschäftsordnung und die Satzung zur
Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts
beschlossen.
Es wurden weitere Vertreter benannt für
a)
die Gemeinschaftsversammlung der VG Erftal
|
|
Stellvertreter |
|
1. Bgm.
Stolz Bernhard
GR Eck Max-Josef
GR Theis Andreas
GR Hörnig Alexandra
GR Reinfurt Holger
3. Bgm. Münch Gabriele |
2. Bgm. Lausberger Bernhard
GR Neuberger Burkhard
GR
Helmstetter Matthias
GR
Sturm Christian
GR Gunkelmann Ralf
GR Theis Gotthard |
b)
den Abwasserzweckverband Main-Mud
|
|
Stellvertreter |
|
1. Bgm. Stolz
Bernhard
GR Umscheid Stefan |
2. Bgm. Lausberger
Bernhard
GR Theis Gotthard |
c)
die Gasversorgung Miltenberg-Bürgstadt GmbH
|
1. Bgm. Stolz
Bernhard
GR Helmstetter Matthias
GR Schneider Michael
GR Dr. Maaß Karl-Adalbert |
d)
die Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt GmbH & Co. KG
|
1. Bgm. Stolz
Bernhard
GR Helmstetter Matthias
GR Reinmuth Jörg
GR Dr. Maaß Karl-Adalbert |
e) die
Arbeitsgemeinschaft für den Tourismus Bürgstadt/Kleinheubach/
Miltenberg
|
|
Stellvertreter |
|
1. Bgm. Stolz
Bernhard
GR Reinfurt Holger |
2. Bgm. Lausberger
Bernhard
3. Bgm. Münch Gabriele |
Des Weiteren wurden folgende Beauftragte bestimmt:
a)
Jugendbeauftragter
|
|
Stellvertreter |
|
GR Theis Andreas |
GR Gunkelmann Ralf |
b)
Senioren- und Familienbeauftragte
|
|
Stellvertreter |
|
GR Hörnig Alexandra |
3. Bgm. Münch Gabriele |
c)
Vereinsbeauftragter
|
|
Stellvertreter |
|
GR Eck Max-Josef |
GR Schneider Michael |
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 29.04.2008
Folgenden
Bauanträgen wurde zugestimmt:
- Firma Rauch GmbH & Co. KG, Freudenberg für einen Hallenneubau,
Werk Bürgstadt, Otto-Aulbach-Straße 2
- Dr. Brigitte und Dr. Eckhardt Herdt, Kleinwallstadt für einen
Wohnhausneubau mit Garage, Michael-Breunig-Straße 22
Der Gemeinderat nahm den Entwurf des Haushaltsplanes 2008 des
Abwasserzweckverbandes Main-Mud zur Kenntnis und erteilte sein
Einverständnis.
Der Bürgermeister gab bekannt, dass die Regierung von Unterfranken für
die Errichtung des Weinkulturhauses aus dem EFRE-Programm einen
Zuschuss von 884.000 € bewilligt hat. Das sind 60 % von förderfähigen
Kosten in Höhe von 1.474.000,- €.
Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung verabschiedete
Bürgermeister Stolz 9 Gemeinderatsmitglieder, die mit
unterschiedlicher Zeitdauer das Ehrenamt wahrnahmen:
- Balles Adrian 6 Jahre
- Bissert Petra 6 Jahre
- Dolzer-Lausberger Sonja 6 Jahre
- Rose Erika 12 Jahre
- Lambertz Dagmar 18 Jahre
- Edelmann Heinz 30 Jahre
- Schmitt Michael 30 Jahre
- Hörnig Heinz 34 Jahre
Er resümierte in kurzen Worten das Tätigkeitsfeld der Ausscheidenden und
bedankte sich für ihre engagierte Arbeit zum Wohle des Marktes
Bürgstadt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 15.04.2008
Der Gemeinderat stimmte 2 privaten
Bauanträgen zu, wobei einer den Anbau eines Balkons und der andere einen
Wohnhausneubau zum Inhalt hatte.
Zugestimmt wurde auch einer Bauvoranfrage für einen Wohnhausneubau im
rückwärtigen Grundstücksbereich.
Einem Bauantrag wurde aufgrund der Überschreitung der Wandhöhe nicht
zugestimmt.
Hauptberatungspunkt der öffentlichen Sitzung war die DSL-Situation in
Bürgstadt.
Hier wurde die derzeitige Situation bekanntgegeben, wonach zwar in
Bürgstadt fast komplett DSL verfügbar ist, jedoch bei 41 % der Haushalte
nur weniger als 1.000 kbit/s.
Aus diesem Grund hatte man bei der Telekom eine Anfrage nach einem
Vollausbau von 16.000 kbit/s für jeden Haushalt laufen.
Dieser Vollausbau würde eine Deckungslücke bei der Telekom von 260.000
EUR netto verursachen, was vom Markt Bürgstadt zu tragen wäre. Hinzu
kommen noch die Kosten für die Erschließung des Industriegebietes mit
27.000 EUR netto.
Aufgrund der immensen Kosten beschloss der Gemeinderat folgende
Vorgehensweise:
Die Verwaltung wird beauftragt, sich mit folgender konkretisierter
Anfrage an die Telekom zu wenden.
-
Ermittlung der genauen Kosten, wenn lediglich alle
TDSL-Übertragungseinrichtungen mit weniger als 1.000 kbit/s aufgerüstet
werden und Darstellung der Auswirkungen auf den Ortsbereich.
-
Aufbau einer neuen Leitungsverteilung an passendem Ort und von dort aus
Erschließung mit DSL, ähnlich der verwandten Technik in Eichenbühl, auch
wenn diese Technik von der Telekom telefonisch als veraltet bezeichnet
wurde.
-
Ermittlung der genauen Kosten für die DSL-mäßige Erschließung des
Industriegebietes Bürgstadt-Nord unter Berücksichtigung der Erweiterung
des Industriegebietes in Richtung Freudenberg.
Bgm. Stolz gab weiterhin bekannt, dass Bürgstadt ab dem kommenden
Schuljahr Standort einer Ganztagsschule sein wird.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 1.04.2008
Folgenden Bauanträgen wurde zugestimmt:
·
Firma Mainmetall GmbH,
Bürgstadt für die Errichtung eines Ausstellungsgebäudes, Miltenberger
Str. 23
·
Nadja Elbert, Bürgstadt für
eine Wohnhauserweiterung, Mozartstraße 13
·
Edith und Hermann-Josef Eck,
Bürgstadt für einen Wohnhausanbau, Zum Heimbuch 4
Im Hinblick auf die Barrierefreiheit von Bushaltestellen wurde
beschlossen, dass die Haltestellen in der Freudenberger Straße für
Niederflurbusse mit Neigetechnik ausgebaut werden, d. h. dass der
Gehsteig im Bereich der Haltestelle um ca. 18 cm erhöht wird.
In der Hauptstraße ist dies aufgrund von geringen Abständen nicht
möglich.
Der Gemeinderat hat entschieden, entgegen der Ausschreibung im ganzen
Gehsteigbereich Dränbeton einzubauen. Die Ausschreibung sah vor,
wegen der Belastung dies nur an Hofeinfahrten vorzusehen.
Nachdem bei der Änderung der Bayer. Bauordnung die
Stellplatzrichtlinien aufgegeben wurden, liegt es an jeder Gemeinde,
diese durch Satzung für ihren Bereich zu regeln. Davon machte der
Gemeinderat in der Gemeinderatssitzung Gebrauch.
Es ist geplant, nach Fertigstellung der Umgehungsstraße im Raum
Miltenberg für die Stadt Miltenberg, den Markt Bürgstadt, den Markt
Großheubach und die Gemeinde Kleinheubach ein gemeinsames
Radwegekonzept zu erstellen.
Anhand eines Planes
wurde aufgezeigt, dass der Maintalradwanderweg am Großen Brückengraben
die Umgehungsstraße unterquert und neben der Umgehungsstraße linksseitig
bis zum kleinen Erfbrückchen weitergeleitet wird. Von dort führt er
entlang der Erf und rechts der Umgehungsstraße weiter nach Miltenberg.
Vom kleinen
Erfbrückchen führt der Radweg geradeaus über die neue Mainbrücke nach
Großheubach.
Am Großen
Brückengraben wird der Radverkehr auch durch den Ort geleitet.
Der Radverkehr ins
Erftal erfolgt über den Mühlweg entgegen der Einbahnstraße.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 11.03.2008
Der Gemeinderat stimmte dem
vorliegenden Tekturplan des Hubertus Herth, Miltenberg für den
Neubau eines Wohnhauses mit Garage und der Errichtung einer Gabionen-
und Stützwand Am Vogelsberg 6 zu.
Aus brandschutzrechtlichen Gründen musste eine Umplanung des
Weinkulturhauses erfolgen.
Nach Absprache mit dem Landratsamt Miltenberg wird im 2. Obergeschoss
ein Fluchtbalkon eingebaut. Dieser wurde ebenfalls genehmigt.
Hauptberatungspunkt dieser Sitzung war der Haushalt 2008. Dieser
erhielt die Zustimmung des Gemeinderates.
Der Verwaltungshaushalt schließt mit
7.198.700 €,
der Vermögenshaushalt mit 2.469.295
€
ab, sodass der Gesamthaushalt ein Volumen von 9.667.995 €
aufweist.
Der Haushalt konnte in diesem Jahr ohne Kreditaufnahme ausgeglichen
werden. Dies ist zurückzuführen auf Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer
um 300.000 €, bei den Einkommensteueranteilen um 255.000 € und einer
Entnahme aus der Rücklage aus der Jahresrechnung 2007.
Ein weiterer Grund ist die Senkung der Kreisumlage um 251.000 €. Es
errechnet sich eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum
Vermögenshaushalt von 1.113.195 €.
Die Verschuldung beträgt zum 31.12.2007 4.677.000 € und am 31.12.2008
4.179.000 €.
Auch dem Stellenplan, dem Finanzplan für die Jahre 2009 bis 2011 und der
Haushaltssatzung wurde zugestimmt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 19.02.2008
Der Gemeinderat stimmte
-
dem Bauantrag Katja und
Franz Weigl, Bürgstadt für den Umbau und die Erweiterung des Wohnhauses
mit Garage, Am Bischof 8,
-
dem Bauantrag Leo
Bucher, Bürgstadt für die Umnutzung einer Bäckerei und die Renovierung
des Wohnhauses, Freudenberger Straße 17 und
-
der Bauvoranfrage
Erhard Hofmann, Bürgstadt für die Nutzungsänderung einer bestehenden
Halle am Walzrainweg
zu.
Die
Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2006 wurde nach Prüfung durch
den Rechnungsprüfungsausschuss festgestellt. Es wurde Entlastung
erteilt.
Nach dem
vorliegenden Tourismusbericht 2007 bietet Bürgstadt
3 Hotels bzw. Gasthöfe mit 114 Betten
21 Privatvermieter mit 109 Betten
an.
Es waren 10.695 mit
20.009 Übernachtungen zu verzeichnen, was eine Auslastung von 30,2 %
ergibt.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 5,3 Tagen. Der Trend zum
Kurzurlaub (Fahrradtourismus) setzt sich konsequent fort.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 29.01.2008
Zugestimmt wurde folgenden Anträgen:
- Bauvoranfrage Keller Andrea und Zeitler Patrick, Bürgstadt für den
Wohnhausneubau mit Einliegerwohnung und Garage, St.-Urbanus-Straße 16a
- Antrag Ott Peter, Bürgstadt auf Erteilung einer isolierten Befreiung
von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Höhenbahnweg" für die
Errichtung eines Schwimmbeckens mit Technikgebäude, Am Vogelsberg 4
- Bauantrag der Firma Ziemann & Bauer GmbH, Bürgstadt für den Neubau
einer Lagerhalle – Halle 6, Industriestraße 6 – Tektur
Keine Zustimmung wurde erteilt für
- die Bauvoranfrage Helmstetter Udo, Kleinwallstadt im Bezug auf die
Änderung der Dachform am genehmigten Wohnhaus, Am Vogelsberg 7
- Bauantrag Herth Hubertus, Miltenberg für den Neubau eines
Einfamilienhauses mit Garage (Tektur) und Errichtung einer Stützwand, Am
Vogelsberg 6
An die Wahlhelfer bei der Kommunalwahl wird pro Tag ein Erfrischungsgeld
von 16,00 € ausgezahlt.
Am 07.01.2008 wurden auf der Generalversammlung der Freiwilligen
Feuerwehr Bürgstadt Herr Hauke Muders als Kommandant und Herr Roland
Bachmann als stellvertretender Kommandant gewählt.
Beide wurden vom Gemeinderat bestätigt.
Bericht über die
Gemeinderatssitzung vom 15.01.2008
Zugestimmt wurde folgenden Bauanträgen:
- Firma Ziemann & Bauer GmbH, Bürgstadt für den Neubau einer Lagerhalle,
Industriestraße 6 – Tektur
- Annemarie Walter, Bürgstadt für den Anbau eines Balkons mit
Außentreppe, Kolpingstraße 5
Der vorliegende Bericht für das Jahr 2006 über die Beteiligung des
Marktes Bürgstadt an der Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt GmbH &
Co. KG wurde zur Kenntnis genommen.
Er beinhaltet Angaben über die betrieblichen Grundlagen, die
Beteiligungsverhältnisse, die Zusammensetzung der Organe, die Gewinn-
und Verlustrechnung und die Kreditaufnahmen.
Nach der Gewinn- und Verlustrechnung besteht ein Jahresüberschuss von
318.000 €. Es stellt sich allerdings ein Betriebsverlust von 75.064,91 €
nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von 393.577 € dar.
Erfreulich ist, dass kein Darlehen aufgenommen wurde und bis Ende 2008
keine Strompreiserhöhung stattfindet.
Der Bürgermeister informierte auch über die Tätigkeiten der Stiftung
Altenhilfe im Landkreis Miltenberg im Jahr 2007. Es wurden wieder
Zuwendungen an die stationären Einrichtungen und ambulanten Dienste
104.597,79 € ausgeschüttet.
Diese Ausgaben erfolgten vor allen Dingen für die Finanzierung von
Gegenständen und Maßnahmen in den Bereich:
- Erhöhung der Lebensqualität
- Gesundheitsförderung
- Freizeitgestaltung
- Erleichterung der Pflege für alte Menschen und Mitarbeiter
- Zusätzliche Annehmlichkeiten
- Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter zum Zwecke der
Qualitätssteigerung
- Begleitung und Schulung pflegender Angehöriger.
Des Weiteren wurde die Durchführung der vereinfachten Umlegung „Am
Bischof" an das Vermessungsamt übertragen.
Als Ausgleichsbeitrag wurden 75,- €/m² festgelegt.
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